Design und Konstruktion
Jede RS Cat 16 teilt sich die gleichen rotationsgeformten Rümpfe, und das Boot ist vollständig modular aufgebaut: Die robusten Querträger aus extrudiertem Aluminium werden nur von acht Bolzen gehalten, und der Katamaran lässt sich mit einer Welle zerlegen, um ihn zu lagern oder auf dem Dach eines SUVs zu transportieren. RS Sailing, eine erfahrene britische Jollenwerft, baute das Boot in Hampshire. Das Konstruktionskonzept hält das Gesamtgewicht bei 308 Pfund und macht die Plattform zudem einfach zu besitzen und zu transportieren. Die beiden Aluminiumruder verfügen über eine „Hebe- und Verriegelungsfunktion“, sodass sie beim Anlanden in Sekundenschnelle eingeholt oder abgesenkt werden können – ein Detail, das den Charakter des Bootes als Strandkatamaran unterstreicht und weniger für das Leben im Yachthafen ausgelegt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot verfügt über einen einteiligen, rotierenden Seldén-Aluminiummast ohne Baum, wobei das lose Großsegel der gemeinsame Nenner aller drei Varianten ist. Der Basis-Club segelt nur mit diesem Großsegel; die S-Version ergänzt sich um eine Fock und ein einzelnes Trapez für Jugendliche und Familien; die XL bietet doppelte Trapeze und einen Gennaker, der aus einer Tasche (Sock) gefahren und von einem stabilen Sprit getrimmt wird – ideal für fortgeschrittene Segler, wobei der Gennaker bei der S-Version optional erhältlich ist. Ein Tester auf sailmagazine.com fand das Rudergefühl solide und feinfühlig bei allen Windwinkeln. Er bemerkte, dass das Boot sich leicht auf Kurs einstellte und dort stabil blieb, dennoch aber auch bei Manövern mühelos auf dem Wasser pirouettierte. Bei leichtem Wind, der selten über 10 Knoten stieg, war das Hin- und Hersegeln absolut grandios. Selbst nur unter Großsegel und Fock erzeugten die Wave-Piercing-Büge Laserstrahlen gerade Heckwellen; das Setzen des A-Segels sorgte lediglich dafür, dass die Heckwelle noch schärfer und der Durchdringungs-Effekt noch ausgeprägter wurde. Die Auswahl „Best Boats 2014“ von SAIL fasste es zusammen als bemerkenswert steif unter Segeln und ein absolutes Gas, mit zwei parallelen Heckwellen im Wasser. (1)
Unterbringung und Cockpit
Es gibt keine Kabinen oder Kojen – dies ist ein Daysailer –, aber die Oberseiten der beiden Rümpfe sind konkav geformt, um bequemere Sitzplätze für die Crew zu bieten. Zudem ermöglicht eine umfangreiche Carbon-Pinnenverlängerung es der Crew, sich auszurichten oder auszubalgen, ohne gegen das Ruder zu arbeiten. Die Segelfläche von 133 Quadratfuß inklusive der 25 Quadratfuß großen Fock sowie ein A-Segel von 138 Quadratfuß sorgen für einen Bootsrumpf mit einem SA/D-Verhältnis von 31 und einem D/L-Verhältnis von 67 bei einer Crew von 250 Pfund. Diese Werte erklären das lebendige, aber ausgewogene Gefühl, das die Tester beschrieben haben.
Varianten und Eignerschaft
Die Strategie mit drei Versionen ermöglicht es, einen einzigen Rumpf sowohl als Club-Ausbildungsboot, als Familien-Fahrtboot als auch als sportliches Boot mit Trapez und Kite zu nutzen. Da alle Versionen die gleichen rotationsgeformten Rümpfe und das Achterbolzen-Schwertsystem teilen, ist die Plattform zwischen den Riggs einfach umzubauen, und das modulare Demontieren hält die Lagerung außerhalb der Saison kostengünstig. Der Tiefgang von 1 Fuß 5 Zoll und das Gesamtgewicht von 308 Pfund bedeuten, dass ein Paar das Boot problemlos ohne Travelift bedienen kann.
Das Fazit
Die RS Cat 16 ist als moderne Beach-Cat erfolgreich, die keinerlei Zugänglichkeit für Geschwindigkeit opfert. Die wellenschneidenden Boote und die rotationsgeformten modularen Rümpfe machen sie zu einer praktischen, transportablen Plattform, während die S- und XL-Riggs es Eignern ermöglichen, die Nervenkitzel von einem Familiensegel mit Bugsegel und Trapez auf einen Gennaker mit Doppeltrapez zu steigern. Tester fanden sie steif, ausgewogen und wendig, und der Aufbau lässt sich einfach zerlegen und lagern.
Vorteile
- Modulare, rotationsgeformte Rümpfe, die mit acht Bolzen gesichert sind für schnelles Demontieren und Transport auf dem SUV
- Wave-Piercing-Bug, der effektiv durch Heckwellen und Kabbelwasser schneidet
- Drei Varianten vom reinen Club-Mainsegel bis zum XL-Modell mit doppeltem Trapez und Gennaker
- Solides, direktes Rudergefühl, das sich leicht ausbalancieren lässt und dennoch extrem präzise reagiert
Nachteile
- Der fehlende Baum bei dem rotierenden Rigg schränkt bestimmte Segelgewohnheiten ein
- Der Tiefgang und die Ruderkonstruktion der Beach-Kat sind für das Ablegen am Strand ausgelegt, nicht für das Anlegen im Hafen




