Design und Konstruktion
Brewer verlieh der Quickstep 24 ein moderates Freibord, eine ausgeprägte Deckslinie und einen Kanuheck, kombiniert mit einem fast langen Kiel und einem angehängten Ruder, was eher traditionell als sportlich wirkt. Der Kiel ist am Vorfuß deutlich ausgeschnitten, wobei ein zweiter Schnitt direkt vor dem Ruder sitzt. Diese Ausschnitte sind nicht nur kosmetisch: Sie reduzieren die benetzte Fläche und den Widerstand, verkleinern das laterale Abdruckprofil und sorgen dafür, dass das Boot weniger Widerstand beim Drehen erfährt und weniger dazu neigt, mitten im Wenden zum Stillstand zu kommen. Alle Rümpfe sind aus massivem GFK-Laminat gefertigt. Bevor Shannon Boat Company übernahm, wurden die Rümpfe mit Sackleinen, Schneidmatte und Polyesterharz aufgebaut; Shannon wechselte zu ein- und zweirichtiger Glasfaser und verwendete Vinylesterharz für die erste Unterwasserschicht, um Osmoseblasen vorzubeugen. Die Decks haben ein Balsakern, und die Rumpf-Deck-Verbindung erfolgt über eine innenliegende Flanschplatte mit Dichtmasse und dicht beieinander liegenden mechanischen Befestigungen. Die Produktionsgeschichte erstreckt sich über mindestens vier Werften aus Neuengland – Stanard Boat Works, C.E. Ryder Corp., The Anchorage und Shannon Boat Company – und es handelt sich um solide Serienboote, die bei vernünftiger Pflege hervorragend gehalten haben. (1)
Rigg und Handhabung
Die Quickstep 24 ist eine Masttoppslup mit einem gut ausgewogenen Segelplan und einem moderaten Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,4, kombiniert mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 260. Diese Zahlen beschreiben ein Boot, das keine Rakete ist, aber nach allen Berichten als großartiges, segelndes kleines Boot gilt. Die meisten Exemplare führen die Fallen auf das Kajütdach, sodass die Crew Wenden und Trimmen ohne Verlassen der Plicht ausführen kann. Die Plicht selbst ist riesig und bietet bequem Platz für vier Erwachsene. Passagiere können weit genug vorn sitzen, dass selbst bei vier oder fünf Personen an Bord der Spiegel nicht im Wasser schleift. Eine Werbeprospekt von 1978 listete eine leichtere Verdrängung von 3.300 Pfund und einen Ballast von 1.300 Pfunden für ein Verhältnis von 39 Prozent auf, aber Untersuchungen deuten darauf hin, dass nur die Baunummern eins und zwei tatsächlich nach diesen Spezifikationen gebaut wurden; die in Fahrt befindliche Flotte besteht aus der schwereren, steiferen Version. (1)
Unterbringung
Im Inneren wird die Quickstep 24 von Testern am besten als Daysailer mit Übernachtungsmöglichkeit beschrieben. Eine V-Koje im Vorschiff ist für zwei Erwachsene normaler Statur ausreichend, wobei sich die Nasszelle in diesem Bereich befindet und somit keine Privatsphäre bietet. Die Achterkojen an Backbord und Steuerbord sind eher für Kinder dimensioniert, werden aber häufig als Stauraum genutzt. Einige Modelle verzichteten auf die Backbord-Achterkoje zugunsten eines aus der Plicht zugänglichen Staufachs. Die Pantry ist minimal ausgestattet. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Tageskapazität und einfachen Übernachtungen statt auf dem Komfort beim Fahrtensegeln.
Antrieb und bekannte Schwachstellen
Der Antrieb zeigt die Kompromisse eines kleinen Bootes. Frühe Modelle boten einen Einbaudiesel an, aber die überwiegende Mehrheit ist mit Außenbordern von sechs bis 9,9 PS ausgestattet, die in einem Schacht in der Mittellinie des Rumpfes (Lazarett) montiert sind. Diese Positionierung vermindert das Stampfen und macht das Boot weniger anfällig für das Ausreißen des Motors aus dem Wasser im Kabbelwasser, lässt den Schacht bei festgemachtem Boot jedoch nicht vollständig aufholen und bindet wertvollen Stauraum. In optischer Hinsicht benötigen ältere Boote – insbesondere jene mit dem beliebten dunkelblauen oder dunkelgrünen Gelcoat, den Erstbesitzer bevorzugten – meist einen neuen Anstrich, um wieder ein gepflegtes Erscheinungsbild zu erzielen.
Das Fazit
Die Quickstep 24 ist eine durchdacht konstruierte kleine Fahrtenyacht, die in Bezug auf Komfort in der Plicht und Seeverhalten weit über ihre Länge hinausragt. Brewers Kielschlitz-Design und konservative Rumpfform machen sie leicht zu handhaben und gutmütig beim Wenden, während die Bauqualität aus Neuengland sich recht gut gehalten hat. Sie ist jedoch eine minimalistische Plattform für Übernachtungen mit mäßiger Privatsphäre und spartanischer Pantry-Ausstattung, und der Außenborderschacht ist ein fester Kompromiss anstelle einer sauberen, einziehbaren Lösung.
Vorteile
- Steifer, gut ausgewogener Segelcharakter mit gutmütigen Wenden dank der Kielschlitz-Konstruktion
- Große Plicht, die vier oder fünf Personen problemlos aufnimmt, ohne dass das Heck einsinkt
- Solide GFK-Rümpfe mit einer späteren Vinylester-Schutzschicht gegen Osmose
- Der mittschiffs angeordnete Außenborderschacht reduziert Stampfen und das Auswerfen des Motors im Kabbelwasser
Nachteile
- Minimaler Pantrybereich und keine separaten Nasszellen unter Deck
- Der Außenborderschacht lässt sich nicht aufheben und opfert Stauraum
- Dunkle Gelcoat-Rümpfe erfordern mit zunehmendem Alter oft einen Neulackierung










