PUMA 26 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Holman & Pye·1972·Puma Yachts (Nao-Glass)
PUMA 26 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
26.25' · 8 m
Verdr.
6.063 lbs · 2.750 kg
Erstes Baujahr
1972

Die PUMA 26 ist eine 26FußKüstenFahrtenyacht, die für Tagestörns und kurze OffshorePassagen konzipiert wurde. Ihre Proportionen zeugen von einem Boot, das eher auf Verzeihung als auf Effekt gesetzt ist. Mit einer Länge über alles (LOA) von 8,0 Metern, einer Breite von 2,8 Metern und einer Verdrängung von fast 2.800 Kilogramm weist sie ein BallastVerdrängungsVerhältnis von 40 Prozent und einen Flossenkiel mit Eisenballast auf. Der Tiefgang liegt je nach Beladung bei etwa 1,45 bis 1,55 Metern. Entworfen von Kim Holman im Auftrag von Holman & Pye und gebaut von der spanischen Werft Nao Glass, liest sich das Boot als bescheidene FamilienFahrtenyacht mit einer regattageprägten Vorgeschichte hinter dem Namen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
26,25 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
21,08 ft
Breite
9,17 ft
Tiefgang
4,75 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Skeg-aufgehängt
Ballast
2.469 lbs (Blei)
Verdrängung
6.063 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
28,5 ft
Unterliek Großsegel
8,75 ft
Vorsegeldreieck Höhe
33,5 ft
Vorsegeldreieck Basis
11,65 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
35,47 ft
Segelfläche
320 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
15,4
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
40,72
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
288,95
Komfort-Ratio
21,63
Kenterungsverhältnis
2,01
Rumpfgeschwindigkeit
6,15 kn

Design und Konstruktion

Rumpf und Deck bestehen aus massivem GFK, und der Kiel ist aus Eisen statt aus Blei – ein Detail, das sie fest in die pragmatische Tradition der Serien-Fahrtenyachten statt in die Welt der hochpreisigen Custom-Bauten einordnet. Ihr Längen-Breiten-Verhältnis von 2,86 und ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis, das höher liegt als bei der Hälfte aller vergleichbaren Entwürfe, verleihen ihr ein stabiles, sicheres Gefühl. Ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 291 ordnet sie zu den „schweren Fahrtenyachten“ ihrer Größenklasse ein. Diese Masse gepaart mit einem Kenterungsverhältnis von 2,00 hätte sie allein schon nach den Regeln für Hochseeregatten qualifiziert, und der Name Puma brachte bereits von früheren Modellen her einen guten Ruf im Regattasegeln mit sich. Das Komfort-Ratio von 21,5 bis 21,9 platziert sie hinsichtlich der Segeleigenschaften über zwei Drittel ähnlicher Konstruktionen, und Eigner berichten, dass sie in vier Meter hohen Wellen sehr sicher und leicht zu handhaben ist. (1)

Rigg und Handhabung

Sie ist als Masttoppslup getakelt und trägt ein Großsegel sowie eine Fock mit zusammen etwa 29,7 Quadratmetern Segelfläche. Eine 135-prozentige Genua erhöht das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 15,2 auf 18,5. Das macht sie etwas übertakelt – mehr Rigg als bei 58 Prozent ähnlicher Boote –, dennoch sorgt das SA/D-Verhältnis dafür, dass sie bei leichtem Wind schneller ist als nur 38 Prozent ihrer Altersgenossen. Sie ist also keine Fliegengewicht-Legende. In Verkaufsvergleichen wird darauf hingewiesen, dass sie sich bei 8 bis 16 Knoten Wind sehr gut segeln lässt und einhand zu handhaben ist, was zu ihrem Image als erstes Fahrtenboot passt. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,2 Knoten, und ein Tiefgang von rund 673 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass das Boot bei Beladung für einen Familienurlaub stabil auf dem Wasser liegt. (2)

Unterbringung

Im Innenraum bietet die PUMA 26 eine Stehhöhe von 1,70 m – bescheiden, aber für diese Länge angemessen – und genügend Platz für eine Familie auf kurzen Törns. Ihr L/B-Verhältnis macht sie geräumiger als die meisten vergleichbaren Konstruktionen, sodass sich die Kabine weniger eng anfühlt, als es die LOA vermuten lässt. Dieselbe Bewertungsformulierung, die ihre Handhabung lobt, beschreibt sie auch als passablen Daysailer. Die Kombination aus Platz, Stehhöhe und einem geschützten Cockpit-Routine sorgt dafür, dass das Etikett „erste Fahrtenyacht“ glaubwürdig und nicht nur Marketing-Sprech ist.

Refits und Unterhalt

Der Unterhalt konzentriert sich auf ein einfaches, robustes Paket: Ein einzelner Diesel, ein Masttopp-Rigg mit Standard 8-mm-Fallen und 10-mm-Schoten sowie ein Boot moderater Größe mit unkomplizierten Systemen. Da sie für Fahrtensegeln und Tagestouren auf See konzipiert wurde, liegen die Schwerpunkte bei einem Refit eher im kosmetischen Bereich und der Aktualität der Systeme als bei strukturellen Maßnahmen. Ein Käufer sollte die Wartungsnachweise des Motors stärker gewichten als die optische Erscheinung, angesichts des von Eignern berichteten, stets laufenden Originalmotors. (2)

Das Fazit

Die PUMA 26 ist eine stabile, geräumige kleine Fahrtenyacht mit einem renommierten Design und einer gut handhabbaren Einhandtauglichkeit. Sie ist kein Leichtwind-Sprinter, aber sie ist sicher, komfortabel für ihre Größe und bestens geeignet für Erstbesitzer, die von Jollen oder Daysailern aufsteigen.

Vorteile

  • Gutmütige Verdrängung einer schweren Fahrtenyacht mit hohem Ballastanteil für diese Größe
  • Geräumiger Innenraum im Vergleich zu Konkurrenzmodellen; ausreichende Stehhöhe für kurze Törns
  • Einhand leicht zu handhaben; berichtetes sicheres Verhalten in 4-Meter-See
  • Regatta-orientierter Design-Historie (Kim Holman, Holman & Pye, Puma)

Nachteile

  • Leicht überriggt, was nur zu moderaten Leichtwindgeschwindigkeiten im Mittelfeld führt
  • Eisenkiel anstelle von Blei; der laufende Originaldiesel erfordert regelmäßige Wartungsnachweise
  • Eingeschränkte Stehhöhe begrenzt den Komfort beim Wohnen an Bord

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