Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus handlaminiertem GFK mit einer ISO/NPG-Gelcoat-Oberfläche und einer Vinylastharz-Hautbeschichtung gefertigt, während das Deck ein geschlossenzelliges PVC-Schaumsandwich mit Sperrholzeinlagen unter dem Mast und allen durchgebolzten Beschlägen aufweist. Die Rumpf-Deck-Verbindung ist verklebt und durchgebolzt, während eine verstärkte Durchlaufträgerkonstruktion die Mastlasten aufnimmt, anstelle eines Stützpfeilers, wodurch der Salon unter den Füßen ungeteilt bleibt. Über der Wasserlinie ist der weiße Rumpf mit Teakholz und hellem, geformtem rutschfestem Belag verziert. Der Vorschiffsbereich zeigt einen feinen Eintritt mit einer deutlichen Ausbuchtung des Überwasserschiffs im Vorschiff, das sich zu breiten Achterseiten verjüngt, die zu einem kleinen Spiegel hin schmaler werden. Der feste Kiel beherbergt ein flachgedrücktes Schwert mit elliptischem Profil und aerodynamischem Tragflächenprofil. Das klappbare Ruder nutzt dieselben hocheffizienten NACA-Profilsektionen, die damalige Fachleute zu den effizientesten in einem Boot dieser Größe zählten. (2)
Rigg und Handhabung
Die Precision 23 ist mit einem einfachen 7/8-Rigg ausgestattet, das mit einer einzigen Saling und einem schlanken Großsegel die meiste der 248 Quadratfuß Segelfläche liefert. Die Püttinge liegen weit im Inneren des Kajütdachs, was die Schotwinkel verengt, was sich positiv auf die Leistung am Wind auswirkt, und die breiten Seitendecks frei von Hindernissen vom Cockpit bis zum Bug macht. Das Großsegel hat einen Jiffy-Reffpunkt, und das Achterstag ist mit einer kurzen Bridle geteilt. In den Datenblättern weist sie eine PHRF zwischen 225 und 231 sowie eine Portsmouth-Bewertung von 93,6 auf; ein Eigner berichtete, dass er beim Fahrtensegeln bei etwa 15 Knoten Wind reffen musste. Die Werft Precision selbst empfiehlt keine Langstreckenfahrten mit diesem Entwurf, da das Boot für geschützte Gewässer und den Küsten-Trailereinsatz konzipiert ist.
Unterbringung
Unter Deck schaffen das Fehlen eines Maststützens und die nicht abgetrennten vorderen Schotten einen offenen Raum mit einer besseren Sitzhöhe als im Durchschnitt. Den Salonsofas gegenüber liegen eine stattliche Achterkoje und eine mittelgroße V-Koje. Vorne befindet sich eine versteckte Nasszelle unter der V-Koje und an Backbord ein Standard-Wasserschloss. Die Pantry liegt an Steuerbord achtern und ist mit einer Edelstahlspüle und manueller Pumpe, einem Kühlbox mit Teak-Aufsetzer und einem zweiflammigen Spiritusbrenner ausgestattet, dessen Abzug über eine große, zentrale Niedergangsluke erfolgt. Eine V-Koje-Heckklappe und offene Luken von Lewmar sorgen für die Belüftung. Ein Ankerkasten im Vorschiff sowie ein separater, belüfteter Gaskanisterkasten achtern halten stinkende und entzündliche Ausrüstung isoliert.
Plicht und Decksausrüstung
Die Plicht ist fast sieben Fuß lang und verfügt über Sitze, die in den Achterkorb und auf den Heckkanten hinten integriert sind; die Sicht vom sitzenden Steuerstand ist hervorragend. Der Stauraum ist großzügig bemessen: ein tiefer und ein flacher Backskiste sowie drei separate Schränke, ergänzt durch einzelne Seerelinge, die in der 7 Fuß 3 Zoll großen Plicht enden. Die Beschläge sind überall von Harken, und ein geneigtes, angeformtes Fußreling mit rutschfesten Gegenständen erstreckt sich nach vorn. Eine Batteriekiste ist serienmäßig ohne Batterie vorhanden, und der für Außenborder vorbereitete Spiegel lässt sich mit einem 2-Zoll-Traileranhänger für den Straßentransport kombinieren.
Das Fazit
Die Precision 23 ist ein gut durchdachter Trailer-Segler, der die Ambitionen für Langstreckenfahrten gegen einfache Tagestouren und das Anlanden im Flachwasser eintauscht – mit einem steifen, offenen Innenraum und einem Anhängerkomplett, das weit über seine Länge hinausragt.
Vorteile
- Innenschotten als Püttinge und ein hohes 7/8-Rigg sorgen für eine starke Leistung am Wind für diese Bootslänge
- Schwertkiel und aufholbares Ruder öffnen flache Buchten und erleichtern das Slippen über Rampen
- Die Konstruktion mit Querträger (Compression-beam) ermöglicht einen durchgehenden, luftigen Kabinenaufbau
Nachteile
- Die Werft rät von Hochseepassagen ab
- Einziges Reffpunkt im Großsegel schränkt die Flexibilität beim tiefen Fahrtensegeln ein









