Design und Konstruktion
Mit einer Länge über alles von 39 Fuß 3 Zoll und einer Wasserlinie von 31 Fuß 3 Zoll verdrängt die 39-2 16.800 Pfund und trägt 6.800 Pfund Bleiballast auf einem Flossenkiel mit Spatenruder. Diese Werte führen zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 40,5 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 246, was dem Rumpf das Profil einer moderat schweren Fahrtenyacht mit einem festen Bleischuh für hohe Ankerstabilität verleiht. Das Kenterungsverhältnis von 1,9 und eine Komfort-Ratio von 26,9 ordnen sie eher in den Bereich herkömmlicher Hochsee-Fahrtenyachten als in den Bereich von Leichtgewicht-Regattayachten. Pearson baute den Rumpf und das Deck aus massivem, handaufgelegtem GFK. Unter dem Kajütaufbau präsentiert sich der Innenraum mit warmem, edlem Holz, Tischlerqualität im Innenausbau und einer handpolierten Oberfläche, die in Fachliteratur jener Zeit beim Betreten des Bootes als beeindruckend galt. (1)
Rigg und Handhabung
Shaw stattete die 39-2 mit einem einfacheren Rigg aus als die frühere Generation. Der Segelplan basiert auf einer Masttoppslup mit 742 Quadratfuß Segelfläche, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 18,2 führt. Dieses Verhältnis, gepaart mit der moderaten Verdrängung, untermauert das Versprechen der Werft, dass das Boot sowohl unter Segeln als auch unter Motor hervorragend handhabbar ist. Die Plicht ist für kleine Crews optimiert: große Selbstholer-Winschen, ein Traveller auf dem Kajütdach und eine 44 Zoll große, mit Elchleder bezogene Radsteuerung befinden sich zwischen den konturierten Cockpit-Sitzen. Eine kleine Crew kann sowohl Großsegel als auch Vorsegel reffen, ohne die Plicht verlassen zu müssen. Diese Anordnung hält die Segel im Bereich des Rumpfes und reduziert die Gefahr durch Wind von vorn bei Starkwind. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die 39-2 ein ehrliches Boot mit zwei Kabinen, aufgeteilt so, dass Gäste und Eigner gleichermaßen untergebracht sind. Die Pantry ist geräumig und dennoch effizient gestaltet, mit viel Arbeitsfläche und allem, was sich bequem erreichen lässt – ein Konzept, das echtes Kochen auf See über den Showroom-Look stellt. Der oben erwähnte Innenausbau und der Lack sorgen für eine hochwertige Atmosphäre im Innenraum, und das Zwei-Kabinen-Layout spiegelt die Beliebtheit wider, die Shaw von anderen Pearson-Entwürfen zog, anstatt auf einen kompromissbehafteten Open-Plan-Layout zu setzen.
Bekannte Schwachstellen
Der Werfttext zur Decksausbau-Oberfläche bricht mitten im Satz beim handaufgetragenen Lack ab, sodass das genaue Ausmaß dieser Veredelung nicht vollständig dargelegt wird. Keine Quelle weist auf einen Mangel im Holz oder in den massiven GFK-Rumpf- und Decks-Laminaten hin.
Das Fazit
Die 39-2 ist eine von Shaw entworfene, in Portsmouth gebaute Fahrtenyacht, die einen leistungsorientierten Segelplan mit einem echten Zwei-Kabinen-Innenraum und einer für das Reffen mit kleiner Crew optimierten Plicht verbindet. Der mit Blei ballastierte Flossenkiel-Rumpf und die moderaten Kennzahlen kennzeichnen sie als ernsthafte Fahrtenyacht und nicht als rüstungsfähige Regattayacht. Das Baujahr von 1986 bis 1991 platziert sie in der Ära der unabhängigen Pearson-Werft unter der Leitung von Shaw.
Vorteile
- Moderner Performance-Cruiser mit hervorragendem Handling unter Segeln und Motorkraft
- Einfacheres Rigg mit im Cockpit zu refender Großsegel und Fock für kleine Crews
- Ehrliches Zwei-Kabinen-Layout mit einer effizienten, geräumigen Pantry
- Tischlerqualität beim Innenausbau und handpoliertem Holzfinish unter Deck
- Solider GFK-Rumpf und -Deck mit 6.800 lb Bleiballast
Nachteile
- Die Produktion endete mit dem Konkurs von Pearson im Jahr 1991, was die ursprüngliche Stückzahl begrenzt
- Die Beschreibung des Innenausbaus durch den Werftbesitzer ist teilweise unvollständig, sodass der Grad der Ausstattung nicht angegeben wird









