Pearson 33-2 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Bill Shaw·1985 – 1995·Pearson Yachts
Pearson 33-2 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
32.5' · 9.91 m
Verdr.
11.000 lbs · 4.990 kg
Erstes Baujahr
1985

Die Pearson 332 erschien 1986 als drittes Modell in Pearsons Serie zeitgenössischer Regatta/Fahrtenyachten. Sie war eher ein modernisiertes Redesign als eine direkte Weiterentwicklung der früheren Mark I. In dem Magazin Sailboat Data & Sail Specifications weisen Rezensenten darauf hin, dass sie als leichterer, leistungsorientierterer Rumpf gebaut wurde, der in den letzten Jahren des Unternehmens vor dessen Schließung im Jahr 1991 entstand. Bill Shaw zeichnete sie für eine Marke, die damals sowohl auf die wachsende PHRFRegattaszene als auch auf den Markt für FamilienFahrtenyachten zielte. Etwa 100 bis 150 Exemplare wurden fertiggestellt, bevor die Produktion endete. Sie stellt einen bewussten Bruch mit der amerikanischen Norm ihrer Größe dar: niedrigeres Freibord, längere Überhänge und eine ansprechendere Deckslinie als bei den meisten Booten dieser Länge, gepaart mit einer modernen Rumpfform, die nach Angaben der Werft auf den Gesetzen der Natur basiert, die sich über 30 Jahre des Bauens schneller, seetüchtiger Formen herausgebildet haben.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
32,5 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
26,25 ft
Breite
11 ft
Tiefgang
5,92 ft
Maximale Stehhöhe
6,25 ft
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
4.000 lbs (Blei)
Verdrängung
11.000 lbs
Wasserkapazität
50 gal
Kraftstoffkapazität
19 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
37,8 ft
Unterliek Großsegel
12,1 ft
Vorsegeldreieck Höhe
43,5 ft
Vorsegeldreieck Basis
12,9 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
45,37 ft
Segelfläche
515 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
16,66
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
36,36
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
271,49
Komfort-Ratio
24,79
Kenterungsverhältnis
1,98
Rumpfgeschwindigkeit
6,87 kn

Design und Konstruktion

Die Shaw’s 33-2 ist ein 32,5 Fuß LOA messender Einrumpfer mit einer Breite von 11 Fuß, einer Verdrängung von 11.000 Pfund und einem Ballast von 4.000 Pfund. Sie ist mit einem Flossenkiel – Standard oder Flachkiel – sowie einem Spatenruder für verbesserte Manövrierbarkeit ausgestattet. Zur Deckung von Flachwasseranforderungen wurde sie mit einer Kielausführung oder als Kiel-/Schwert-Konfiguration angeboten und war nicht an eine bestimmte Vermessungsformel gebunden. Das großzügige Rigg in Kombination mit dieser modernen Rumpfform verleiht ihr die Fähigkeit, auch bei leichtem Wind aufrecht zu segeln, während sie sich bei Flaute agil verhält. Der veröffentlichte Segelplan bestätigt eine Masttoppslup mit zwei zurückgepfeilten Salingen für bessere Kontrolle über den Mast und einen standardmäßigen I-Wert von 43,5 Fuß. Unter den Regattenormen MHS oder PHRF läuft sie gut, was zu ihrer Doppelrolle als Clubregattaboot und Fahrtenyacht passt. (2)

Rigg und Decks-Layout

Das Deck zeigt Shaws neueste Konzepte für konturierte Sitzgelegenheiten und geneigte Sülls für Komfort im Ruhezustand und unter Segeln. Die Plicht selbst ist dank der Genuaschotführung mittschiffs frei zugänglich, was auch das Einsetzen eines Sprayhoods oder eines Segelverdeckes unterwegs ermöglicht. Ein durchgehendes Reffsystem mit allen nach achtern geführten Fallen ermöglicht es der Crew, das Großsegel zu reffen, ohne die Plicht verlassen zu müssen – eine echte Sicherheitsfunktion und nicht nur ein praktisches Extra. Das moderne Rigg mit zurückgepfeilten Salingen und nach achtern geführten Bedienelementen kennzeichnet das Boot als eine Yacht, die einhand oder mit kleiner Crew gesegelt werden kann, ohne an der Trimmbarkeit auf der Regattabahn einzubüßen. (2)

Unterbringung

Unter Deck ist die 33-2 attraktiv und funktional, unterscheidet sich aber deutlich von den meisten in Amerika gebauten Booten. Sie übernimmt europäische Innenraumkonzepte, während sie die unzureichende Stehhöhe, kleinen Kühlboxen und die schlechte Belüftung vermeidet, die viele Importboote plagten. Ein wunderschön verarbeiteter Holzinnenraum und eine moderne Aufteilung betonen Privatsphäre und Komfort: Eigner erhalten eine eigene Achterkabine, während Gäste die geschlossenen V-Kojen im Bug nutzen, wobei ein Kleiderschrank und ein Schreibtisch den Salon von der Vorschiffskabine trennen. Zwei separate Schlafkabinen bieten jeweils eine Doppelkoje mit Stehhöhe, und der Hauptsalon ist großzügig genug, um darin zu entspannen, ohne dem Koch oder dem Bad im Weg zu stehen. An Backbord direkt neben dem Niedergang befinden sich die Nasszelle mit WC und eine feuchte Kabine. Die rückwärtige Platzierung der Nasszelle und des Kleiderschranks ist vom Cockpit aus sehr gut zugänglich; an Steuerbord gibt es eine tiefe Spüle und einen zweiflammigen Propangasherd, während an Backbord eine großzügige Kombination aus Kühlbox und Kartentisch angeordnet ist. Sofakojen und Staufächer säumen beide Seiten – die L-förmige Backbordsitzbank lässt sich zu einer Doppelkoje umbauen, die zwischen ihr passt ein Klapptisch. Diese Aufteilung bietet reichlich Stehhöhe und Innenraum, was die 33 zu einer komfortablen Fahrtenyacht macht.

Refits und Eignerschaft

Die meisten 33-2 verließen die Werft mit einem Yanmar 2GM20F-Diesel mit 18 PS als zuverlässige Hilfsanlage, und die Optionen mit geringem Tiefgang oder Schwert bedeuten, dass das Ankergeschirr und die Steuerung eines bestimmten Bootes bei der Bewertung von Upgrades auf den Kieltyp abgestimmt werden müssen. Die Einrichtung mit kontinuierlichem Reffen und nach achtern geführter Fall ist grundsätzlich anpassungsfähig für die Installation eines Autopiloten oder Lazy-Jacks, obwohl in den Quellen keine spezifischen Refit-Kampagnen beschrieben werden.

Das Fazit

Die Pearson 33-2 ist eine gut durchdachte kleine Regatta-/Fahrtenyacht aus der späten Pearson-Ära von Robert Shaw: ein leichter, steifer Rumpf mit europäischem Komfort an Deck und einem wirklich sicheren Reffsystem im Cockpit. Sie belohnt Segler, die eine wettbewerbsfähige PHRF-Klasse suchen, ohne auf eine echte Achterkabine und eine Gästekoje zu verzichten.

Vorteile

  • Niedrigeres Freibord und längere Überhänge als vergleichbare Boote dieser Größe mit einer modernen Deckslinie
  • Geschlossene Achterkabine und V-Koje im Vorschiff für echte Privatsphäre in zwei Kabinen
  • Reffen aus der Plicht heraus ohne den Steuerstand zu verlassen dank kontinuierlicher Reffsysteme und nach achtern geführter Fallen
  • Optionen für Flossen- oder Flach-/Schwenkkiel für unterschiedliche Reviere

Nachteile

  • Nur ca. 100–150 Exemplare gebaut, sodass sich der Zustand des jeweiligen Bootes je nach Pflege stark unterscheiden kann
  • Das Schot auf halber Baumhöhe schränkt einige traditionelle Trimmmethoden mit dem Traveller ein

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