Design und Konstruktion
Der Rumpf der Bluejacket ist aus massivem GFK gefertigt, das Deck ist jedoch mit einlaminiertem Sperrholz-Sandwich verstärkt, und alle Decksbeschläge sind entweder durchgebolzt oder in Metall eingelassen, das in die Laminatschicht einlaminiert ist, anstatt sich allein auf den Gelcoat zu verlassen. Der Flossenkiel besteht aus Gusseisen mit einer doppelten Harzschicht gegen Korrosion und einer hydrodynamischen Form, die für maximalen Auftrieb bei guter Stabilität sorgt. Eine separate, angeformte Kielschale verstärkt den Übergang von Kiel zu Rumpf. Die werksseitige Kielmontage nutzte eine Silikon-Dichtmasse zwischen den perfekt abgestimmten Oberflächen, wodurch kein zusätzlicher Dichtungsring erforderlich war. Das Spatenruder ist aus GFK um einen Messingstock herum gebaut, der in einem Bronzekielrohr mit Buchsen oben und unten dreht. Die Pinne ist aus geradgrainigem Eschenholz auf einem aus Bronze gegossenen Kopf, der am Stock befestigt ist – eine Konstruktion, die es dem Ruder bei Bedarf ermöglicht, eine volle 360 Grad zu rotieren. Für den positiven Auftrieb sorgen große Schaumstoffblöcke im Cockpit und im Bug, ein Detail, das das MORC-Boot deutlich vom offenen Daysailer unterscheidet. (1)
Rigg und Handhabung
Die Bluejacket trägt einen eloxierten Aluminiummast aus 6351-Legierung an Deck mit integrierten Segelschlitzen und einer ungetriebenen Rollfock, wobei der 7,5-Meter-Slup-Riggplan 19 Quadratmeter Segelfläche bietet. Die Fallen sind aus Edelstahl mit Dakron-Fallenenden; das laufende Gut ist Samson-Geflecht. Zwei No. 1 Snubbing-Winschen auf GFK-Basis bedienen die Vorliekstrecker des Vorsegels. Canadian Boating bescheinigte dem Entwurf hohe Stabilität und gute Segeleigenschaften, und die PHRF-Einstufung von 243 platziert sie unter den schnelleren kleinen Regattayachten ihrer Ära. Der Außenborder sitzt in einem selbstlenzenden, nicht volllaufenden Schacht, der von dem Hauptrumpf durch ein Schott getrennt ist. Empfohlen werden 3 bis 6 PS sowie ein Auspuffstopfen für Regatten. (2)
Unterbringung
Der ursprüngliche Daysailer bot eine geräumige Plicht und eine offene Kajüte, während die MORCEE-Version von 1970 die Kabine abschloss, um den MORC-Regeln zu entsprechen, und dabei eine selbstlenzende Plicht sowie eine kleine geschlossene Kajüte hinzufügte. Die Regatta-Kabine ist vollständig geschlossen und verfügt über zwei feste Lichter im Kajütaufbau, eine Teak-Schußluke und eine Doppel-V-Koje, die auf 3 Zoll Schaumstoffplatten über dem Boden angehoben ist. Eine Standardpantry an Backbord bietet eine Spüle und einen integrierten Wassertank, der über eine Eckdichtung befüllt wird; an Steuerbord ist Platz für eine optionale Bordtoilette vorbereitet. Nutzregale befinden sich oberhalb der Kojen im Vorschiff, und ein kleines Bodenluke reicht bis in die Bilge.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige dokumentierte Schwachstelle ist der Außenborderschacht, der unter bestimmten Bedingungen Wasser aufnehmen kann. Die Werft riet dazu, den Motor außerhalb des Schachts zu lagern, wenn er nicht benutzt wird, und während der Fahrt den Ablaufstopfen zu verwenden, um das Eindringen von Wasser zu minimieren – eine einfache Gewohnheit, die bei einem Boot wichtig ist, dessen Schacht ansonsten luftdicht vom Rumpf abgedichtet ist.
Refits und Eignerschaft
Käufer in der Gebrauchtbootflotte werden zwei verschiedene Layouts vorfinden, die denselben Rumpf teilen. Daher ist das Abstimmen der Version auf den geplanten Einsatzzweck die erste Entscheidung. Der an Deck stehende Mast, die Steueranlage aus Bronze und Esche sowie die durchgebolzte Beschläge sind langlebig, aber das mit Sperrholz verstärkte Deck und die Kiel-Rumpf-Verbindung (Sealant) verdienen einen genauen Blick auf Altersbedingte Weichheit oder Feuchtigkeit. Einige Boote wurden in Ontario nach demselben Grunddesign gebaut – die Classic 22 und Viking 22 –, aber der Name Paceship und der Ursprung aus Mahone Bay sind es, die man auf dem Bootskarteikartensystem prüfen sollte.
Das Fazit
Die Bluejacket 23 ist eine durchdacht konstruierte kleine Regatta-/Fahrtenyacht, die ihre Größe übertrifft: eine solide Kiel-Gitterstruktur, versiegelte Auftriebskörper und ein Decks-Layout, das nach wie vor modern wirkt. Die Schwachstelle im Rumpf ist unbedeutend und leicht zu beheben, und die Flexibilität der beiden Versionen hält das Boot aktuell, egal ob Käufer einen Daysailer oder eine kleine Regattayacht sucht.
Vorteile
- Rumpf mit Flossenkiel/Schwertruder für hydrodynamischen Auftrieb und geformtem Kielschacht-Raster
- Positiver Schaumstoffauftrieb und selbstlenzendes MORC-Cockpit
- An Deck gestepptes 7/8-Rigg mit langlebigem Steuerwerk aus Bronze und Esche
Nachteile
- Der Außenborderschacht kann unter bestimmten Bedingungen Wasser aufnehmen
- Das Sperrholzverstärkte Deck erfordert eine Prüfung auf Alter
- Die MORC- und Daysailer-Versionen unterscheiden sich so stark, dass ein sorgfältiges Abgleichen erforderlich ist







