Design und Konstruktion
Der Rumpf ist robust gebaut, mit einem massiven GFK-Laminat, das mit einer sehr dicken Außenschicht laminiert wurde, um die Festigkeit zu gewährleisten. Käufer, die sich für das Sandwich-Modell entscheiden, profitieren von Schalldämmung, Temperaturisolierung und Gewichtseinsparung, da der Rumpf mit Core-Cell oder Balsaholzkern bestellt werden konnte. Eine blasenresistente Vinylesterharz-Außenschicht untermauert die 10-jährige Rumpfgarantie, und die Bilge verfügt über ein solides GFK-Gittersystem ohne festes Holz, was jegliches Risiko von zukünftigem Fäulnisbakterienbefall ausschließt. Auf diesem Gitter liegt eine feste GFK-Bodenwange, die mit einem Boden aus Teakholz verkleidet ist. Der Bleikiel von Mars Metals ist fest in das massive Gitter verschraubt, und Cabo Rico setzt weiterhin echte strukturelle Schotten direkt im Rumpf ein, um ihn zusätzlich zu verstärken. (1)
Das Deck ist mit Balsaholzkern versehen, aber in hochbelasteten Bereichen und um alle Durchführungen durch das Deck herum aus massivem GFK gefertigt. Rumpf und Deck treffen in einer U-förmigen Verbindung auf, die von einem massiven Teakdecksgeländer überdeckt wird. Der Rumpf trägt eine nach innen gerichtete Flanschplatte, über die das Deck geschlagen wird, um einen erhöhten Kajütaufbau zu bilden. Diese durchgebolzte Verbindung, die mit 3M 5200 verklebt wurde, verwendet Edelstahl-Bolzen und Flügelmuttern im Luftfahrtbereich, was zu einer sehr steifen Struktur führt, die jegliche Flexion unter Segeln ausschließt. (1)
Rigg und Handhabung
Über den Duchten hinweg sorgen sichere Seerelingen für ein sehr sicheres Vordeck, und breite Seitendecks mit reichlich Handläufen entlang der Pilothouse ermöglichen einen sicheren Weg nach vorn vom Cockpit aus. Alle Leinen sind sauber nach achtern zu den Cockpitsülls geführt, und die Decksbeschläge sind robust und gut installiert. Eine feste Steuerstation befindet sich im Cockpit, während Cabo Rico die Pilothouse komplett verglast hat, sodass die Sichtdurchgangigkeit hervorragend ist. Das üppige Segelrigg sorgt bei Wind für gute Fahrt und stabilisiert das Boot unter Motorsail, wobei die sehr steife Rumpfform viel Segelfläche verträgt. Der Werftchef berichtete von einer Northeast unter 25 Knoten Wind mit voller Segelfläche, bei der man sich fast auf 9 Knoten Geschwindigkeit bewegt hat; der 100 PS starke Yanmar-Diesel bringt den leicht anspringenden Rumpf auf bis zu 10 Knoten, auch wenn das wirtschaftliche Fahrtensegeln langsamer ist. Ein drehbarer Festpropeller mit drei Flügeln bietet zudem hervorragende Wendeigenschaften im Rückwärtsgang. Ein optionales Bugstrahlruder ist vorhanden, aber die einfache Handhabung mit einem einzelnen Propellerler hat die Eigner bisher voll befriedigt. (1)
Unterbringung
Die breiten, tiefen Cockpit-Sitze mit unterstützenden Rückenlehnen vermitteln ein sicheres Gefühl, umgeben von einem großen Tisch mit integriertem Stauraum und ergänzt durch riesige Backskisten, die Gepäck und Fahrräder problemlos aufnehmen. Durch die Schiebetür betritt man einen Innenraum, der hell, luftig und auf derselben Ebene wie das Cockpit liegt – ein helles, weitläufiges Salon. Am Bug befindet sich eine innenliegende Steuerstation, ein gemütlicher Platz bei kaltem oder nassen Wetter mit sehr guter Sicht. Ein Stufe tiefer im Vorschiff und an Backbord gelangt man zur Pantry, ausgestattet mit einem großen, von oben beladenen Kühlschrank und Gefrierschrank, ausreichend Arbeitsflächen, einem kardanisch aufgehängten Force 10-Herd, tiefen Spülen, Corian-Arbeitsplatten und Schränken, die auch Platz für eine Mikrowelle bieten. An Steuerbord entsteht durch flexible Raumaufteilung eine zweite Kabine, ein Büro oder ein Salon, oft mit einem Propangas- oder Diesel-Kamin. Direkt dahinter befindet sich die Nasszelle mit einer herkömmlichen Dusche und einer separaten Toilette. Die vordere Eignerkabine bietet eine Inselbett-Koje mit viel Stauraum, und die gesamte Koje lässt sich über Gasdruckfedern anheben, um einen weiteren riesigen Stauraum freizulegen.
Ausrüstung und Zugang
Der Zugang zu Motor und Systemen ist hervorragend. Der Haupteinstieg erfolgt durch ein großes Bodenbrett im Salon in einen Raum, der mit zwei wählbaren Racor-Filtern, einem robusten Sieb, reichlich elektrischen Systemen und hellem Licht ausgestattet ist. Eine Badeplattform am Spiegel und eine vollwertige Badeplattform runden die Funktionalität ab. Die Rollgenua mit 140 % Segelfläche und dem optionalen Rollgroßsegel hat sich als beliebte, komfortable Wahl erwiesen.
Das Fazit
Die Northeast 400 ist eine Yacht mit echtem Doppelleben: eine steife, solide gebaute Fahrtenyacht mit Steuerhaus, deren von Ellis entworfene Rumpfform unter Segeln mit großem Anspruch segelt und unter Motor mit der ruhigen Autorität eines Trawlers läuft. Konstruktionsdetails – vom holzfreien Gitter bis zur laminierten Rumpf-Deck-Verbindung – sprechen für Langlebigkeit, und das ebene, helle Innenraumkonzept mit zwei Steuerständen eignet sich hervorragend für anspruchsvolles Fahrtensegeln.
Vorteile
- Echter Motorsailer, der laut Testberichten sowohl segeln als auch motoren kann
- holzfreies GFK-Rigg und ein laminiertes Rumpf-Deck-Verbindung für hohe Steifigkeit und Fäulnisbeständigkeit
- Hervorragender Motorzugang sowie gut ausgestattete Pantry und Eignerkabine
- Sicheres Vordeck und weite Sichtlinien durch das Glas-Pilothouse
Nachteile
- Festes Dreiflügelpropeller als geringe Segelwiderstand gegenüber einer Falt-/Drehflügelanlage bekannt
- Rollgroßsegel nur als Option, nicht serienmäßig







