Neptun 26 — Informationen, Bewertung, technische Daten

1973 – 1978·~1.500 hulls·Neptun Boote GmbH & Co KG
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
25.43' · 7.75 m
Verdr.
3.748 lbs · 1.700 kg
Erstes Baujahr
1973

Die Neptun 26 ist eine 7,75 Meter lange Masttoppslup, die 1973 entworfen und von 1973 bis 1981 in etwa 1.500 Exemplaren von der deutschen Werft Neptun Boote GmbH gebaut wurde. Diese stellte die Klasse sowohl als Festkieler als auch als KielschwertVersion her. Der Rumpf besteht aus handaufgelegtem GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) mit einer Breite von 2,50 Metern und einer Länge in der Wasserlinie (LWL) von 6,10 Metern – ein kompakter Fahrtenyacht für Küstenfahrten, deren Kennzahlen sie eher zu den leichten Regatta/Fahrtenyachten als zu schweren Langfahrtbooten zählen lassen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
25,43 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
20,01 ft
Breite
8,2 ft
Tiefgang
4,19 ft
Maximale Stehhöhe
5,75 ft
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
1.213 lbs (Eisen)
Verdrängung
3.748 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
301,39 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
19,98
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
32,36
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
208,84
Komfort-Ratio
16,23
Kenterungsverhältnis
2,11
Rumpfgeschwindigkeit
5,99 kn

Design und Konstruktion

Neptun baute die 26 wie den Rest seiner Modellpalette: mit hochwertigen Materialien und einer arbeitsintensiven Handaufbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester, wobei der Rumpf und das Deck aus massivem GFK bestehen und kein Sandwich-Laminat haben. Die Version mit Festkiel wiegt 2.100 kg bei 550 kg Eisenballast, während die Kielschwert-Variante mit 1.950 kg Ballast und einem Schwert, das den Tiefgang von 0,65 m auf 1,28 m vergrößert, ins Gewicht fällt. Die Kielschwert-Konfiguration wurde speziell für flache deutsche Seen wie das Steinhuder Meer und den Dümmer See konzipiert, was dem Entwurf eine doppelte Identität zwischen Küstenmarinas und engen Binnengewässern verleiht. An Deck führen begehbare Flächen mit rutschfestem Profil im Gelcoat, die Aufbauten sind mit Teakhandläufen ausgestattet und ein Heckkorb steht in der vom DSV vorgeschriebenen Höhe von 65,5 cm. Ein selbstlenzender Cockpit rundet das Wetterschiff ab. (1)

Rigg und Handhabung

Das Boot ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, und die Produktionszeit lässt sich in zwei klare Generationen einteilen: Von 1973 bis 1976 waren die Fenster mit Gummimanschetten versehen und es gab das kurze „goldene“ Rigg, während Anfang 1976 über die gesamte Neptun-Modellreihe hinweg Oberflächenfenster und das längere „schwarze“ Rigg eingeführt wurden. Die Version mit Flossenkiel hat je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 1,10 m, was das Einlaufen in flache Marinas ermöglicht, während die Version mit Kielschwert diesen Wert auf 0,65–0,75 m reduziert. Mit einer Segelfläche von fast 32 Quadratmetern und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 208,84 fällt die Klasse in den Bereich der Leichtdeplacement-Boote, und das SA/D-Verhältnis von 19,98 bestätigt einen lebendigen, leicht anspringenden Rumpf. Das Kenterungsverhältnis von 2,11 würde eine Teilnahme an Hochseeregatten ausschließen, aber die benetzte Fläche von etwa 16 m² und ein Immersionsverhältnis von fast 572 lbs pro Zoll beschreiben ein steifes, agiles kleines Boot. Eine Bukh DV20 bringt es praktisch auf 6,0 Knoten, was dem theoretischen Maximum für einen Verdrängerrumpf entspricht. (1)

Unterbringung

Unter Deck ist das Standard-Layout als Dinette mit der Pantry an Steuerbord vor dem Hauptschott ausgelegt. Die Stehhöhe beträgt 1,75 m, was von Rezensenten als überdurchschnittlich für diese Größe bezeichnet wurde. Der Innenausbau des Standardbootes bestand aus wasserdicht verklebtem Teak-Echo-Holz. Die Pantry verfügte über eine Spüle, die über eine elektrische Pumpe aus einem Bugtank gespeist wurde. Die De-Luxe-Variante ergänzte eine kardanisch aufgehängte Spirituskochplatte mit zwei Brennern sowie eine Pumpen-Bordtoilette in einem separaten Raum mit einer ausziehbaren Waschschüssel. Die Stauräume sind praktisch: Eine großzügige Backskiste nimmt Fender und Festmacher auf, während eine Steckschublade im Achterstaukasten an Steuerbord den Kraftstofftank beherbergt. Ein Motorschaft nimmt einen Außenborder oder Elektromotor auf, und das Volumen unter der geräumigen Plicht ermöglicht die Montage eines Dieselmotors.

Refits und Eignerschaft

Die Produktionsänderung Anfang 1976 ist der entscheidende Referenzpunkt für ein Refit: Spätere Boote erhielten die modernen, einlaminierten Fenster und eine längere Takelage. Daher sollte ein frühes Exemplar gegebenenfalls aufgerüstet werden, um Rigg und Fenster auf den späteren Standard zu bringen. Der Motorwellentransmissionswelle des Werften und die Backskiste im Cockpit waren von Anfang an so konzipiert, dass sie eine Umstellung auf Diesel ermöglichen. Dies macht einen Motortausch für Eigner zu einem unkomplizierten Projekt und nicht zu einer strukturellen Umbaumaßnahme.

Das Fazit

Die Neptun 26 ist eine durchdacht konstruierte kleine Fahrtenyacht, deren handaufgelegtes GFK und das Zwillingskiel-Programm ihr eine ungewöhnliche Flexibilität zwischen flachen Seen und Küstentörns verleihen. Ihre leichten Regatta-Daten und die überdurchschnittliche Stehhöhe machen sie zu einem temperamentvollen, wohnlichen Boot für Wochenendtörns, obwohl die Schwertanlage und Details der frühen Fenster einen genauen Blick erfordern.

Vorteile

  • Handaufgelegte massive GFK-Konstruktion mit Teakholz-Verzierungen und rutschfestem Decksprofil
  • Die Kielschwert-Option öffnet flache Binnengewässer, während der Festkiel den Hafenliegeplatzkomfort erhält
  • Überdurchschnittliche Stehhöhe von 1,75 m und praktische Dinette-Layout mit speziellen Stauraumfächern
  • Lebhafter Rumpf mit geringer Verdrängung, einem SA/D-Wert nahe 19,98 und leichtgängigem Motoren bei 6 Knoten

Nachteile

  • Das Kenterungsverhältnis von 2,11 schließt eine Zulassung für Hochseeregatten aus
  • Frühe (vor 1976) mit Gummidichtungen versehene Fenster und das kurze Rigg sind im Vergleich zu späteren Standards veraltet
  • Schwertkasten und Tiefgangsreduzierung erfordern im Vergleich zum Festkiel mehr Wartungspunkte

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