Design und Konstruktion
Der Rumpf ist eine robuste GFK-Kiel-/Schwertform, die bei einer Verdrängung von 46.000 Pfund und einer Breite von 15,83 Fuß einen Ballast von 12.000 Pfund aufweist. Dies verteilt sich über eine LOA von 51,5 Fuß und eine Wasserlinie von 43 Fuß. Ein variabler Tiefgang von 5,16 bis 10,33 Fuß ermöglicht es, das Schwert für Flachwasserreviere zu heben oder für Stabilität auf See zu senken. Trotz einer „dicken“ Ästhetik, die viele fälschlicherweise mit einem aufgepimpten Hausboot mit Masten verwechselten, ist die Plattform ein echter Blauwassertyp und kein Wohnmobil am Steg. Die Komfort-Ratio von 39 und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 258 ordnen sie fest in die Klasse der schweren, stabilen Fahrtenyachten ein und nicht in die der leichten Regattayachten. (1)
Rigg und Handhabung
Das geteilte Rigg verfügt über eine Segelfläche von 1.122 Quadratfuß in einer Kutter-Ketsch-Konfiguration, bei der Großsegel, Genua, Stagsegel und Besan zusammenarbeiten. Das stehende Gut ist ungewöhnlich aufwendig: Insgesamt 18 Stagen und Wanten sichern den Mast, mit Drahtdurchmessern von 7/16 Zoll für das Vorstag und die Oberwanten des Großsegels, 3/8 Zoll für die Unterwanten und die geteilten Achterstagen sowie 5/16 Zoll für die Besanwanten. Die hydraulische Steuerung erfordert eine hydraulische Antriebseinheit anstelle eines einfachen Seilzugs. Ein SA/D-Verhältnis von 14 und ein D/L von 258 ergeben respektable Geschwindigkeiten auf raumen Kursen bis zu 8–9 Knoten, was ausreicht, um Passagen problemlos zu bewältigen. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet ein geräumiger Teak-Innenausbau Platz für bis zu 8 Personen in einer Eignersuite achtern, einer Gästekabine im Vorschiff und einem umbaubaren Salon, unterstützt durch zwei Nasszellen. Die großzügige U-Küche eignet sich hervorragend für das dauerhafte Wohnen an Bord oder den Charterbetrieb, während die reichlichen Tanks – 1.134 Liter Diesel und 1.000 Liter Wasser – die Reichweite weit über das Küstensegeln hinaus erweitern. Ein zuverlässiger 85 PS starker Perkins-Diesel sorgt bei Flaute für effiziente Fortbewegung. Das Drei-Kabinen-Layout und die soliden Tankkapazitäten erklären, warum der Entwurf sowohl als Familien-Fahrtenyacht als auch als Charterboot erfolgreich war. (1)
Bekannte Schwachstellen
Die Morgan Out Island 51 hat einen Ruf, den sie nicht verdient; viele Segler verwarfen sie bestenfalls als Badewanne und Yacht-Luxusapartment am Steg, ohne die leistungsfähige Rumpfstruktur darunter zu würdigen. Das aufwendige Rigg mit 18 Stagen und die hydraulische Steuerung sind eher eine Komplexität als ein Fehler, aber sie prägen das Wartungsprofil, das ein Eigner übernimmt. (2)
Das Fazit
Die Out Island 51 ist eine geräumige, robust gebaute Kielschwert-Ketsch, die Käufer belohnt, die Volumen, Tankkapazitäten und Hochseetauglichkeit über elegante Linien stellen. Sie ist eine größere Version der ursprünglichen und oft kritisierten Morgan Out Island 41, doch ausgereift zu einer echten Fahrtenyacht. Überlebende Exemplare sind selten und wertvoll. (2)
Vorteile
- Substanzieller GFK-Schwertrumpf mit 46.000 Pfund Gewicht und 12.000 Pfund Ballast
- Teak-Innenausbau mit drei Kabinen, bis zu 8 Kojen und zwei Nasszellen
- Kraftstoffkapazität von 300 Gallonen und Wassertankkapazität von 265 Gallonen für ausgedehnte Törns
- Geteiltes Ketsch-Cutter-Rigg mit 1.122 Quadratfuß Segelfläche und hydraulischer Ruderanlage
Nachteile
- Das „pummelige“ Profil und der unverdiente Ruf als Hausboot schmälern die Attraktivität
- Das komplexe 18-Stag-Rigg und das Hydrauliksystem erhöhen den Wartungsaufwand
- Die geringe Stückzahl bedeutet, dass nur wenige Exemplare auf den Markt kommen








