Design und Konstruktion
Der Rumpf der Waszp ist ein epoxidharz-, Glasfaser- und Kohlenstofffaserverstärkter Verbundstoff, der gleichzeitig robust und leicht ist und inklusive Foils nur 48 kg wiegt – das gleiche Gewicht wie eine robuste, aber leichte RS Aero. Im Vergleich zu High-End-Moths ist das Boot dank des Epoxidrumpfs unverwüstlich. Das größere Rumpfvolumen und die größeren Foils ermöglichen es, ein breiteres Gewichtsspektrum als bei einem Moth aufzunehmen. Das Heck bietet mehr Volumen, um das Sinken bei Manövern im Schlepp und beim Wenden bei geringer Geschwindigkeit zu verhindern, während die Flügel genügend Auftrieb bieten, um das Boot auch im Stillstand aufrecht zu halten. Ein konkaves Bugprofil verbessert die Reaktion auf Wellen und sorgt im Vorschiff für mehr Volumen, um ein Eintauchen des Bugs bei einer Abfahrt nach Lee zu vermeiden. Die Foils sind aus extrudierten Aluminiumprofilen mit eingespritzten Endteilen und mechanischen Scharnieranlagen gefertigt – eine einfachere und robustere Konstruktion als die Verbundstoff-Foils von Moths, die zudem günstiger zu ersetzen sind. (2)
Rigg und Handhabung
Der Waszp nutzt einen unverstagten Mast, was das Aufriggen vereinfacht – bei einer Kenterung muss kein stehendes Gut gestreikt werden, und die Aufrichtung nach einem Kentern ist einfacher. Das zweiteilige Carbonmastsegment lässt sich im Travelbox verstauen, und ein Aluminium-Wishbone-Baum sorgt für Achterliekspannung, während ein herkömmlicher Baum und Baumniederholer wegfallen, um das Wenden zu erleichtern. Die Flügel sind in ihrer Dihedrale verstellbar – flachere Einstellungen wirken wie Stabilisatoren auf einem Kinderfahrrad – und können mit zunehmender Erfahrung durch verschiedene Halterungen tiefer eingeklemmt oder angehoben werden. Die Flughöhe wird über eine Gewindestange am Hauptfoil geregelt, die im Flug über ein Tau zum Flügel ausgerichtet wird, während der Rudergestell-Rahmen und die Steuerstange für weiteres Trimmen bei anspruchsvolleren Bedingungen sorgen. Die Steuerstange selbst regelt die Flughöhe automatisch über einen mechanischen Sensor. Die Foils lassen sich wie herkömmliche Steckschwerter leicht am Strand bedienen und können unterwegs schrittweise abgesenkt werden. Bei 10 Knoten Wind kann ein Segler von 90 bis 100 kg genügend Auftrieb erzeugen, um abzuheben; die Startgeschwindigkeit ähnelt der eines Moth, aber die Höchstgeschwindigkeit ist niedriger und das Boot ist einfacher zu segeln.
Einheitsklassen-Kultur
Die Waszp-Klasse wird von ihrem Hersteller als mehr als nur ein Boot beschrieben – als Bewegung und globale Familie, die Unabhängigkeit, Widerstandsfähigkeit und Gemeinschaft aufbaut. Eigner berichten, dass jede Regatta gleichzeitig ein gesellschaftliches Ereignis und eine Reisegelegenheit ist, und dass das Boot für jüngere Segler einen Wendepunkt darstellt, um einen schnelleren, dynamischeren Stil des Jollensegelns zu entdecken. Der Waszp_X Junior Foiler ermöglicht es einem Kind, mit dem Wachsen den Riggtyp zu wechseln und dennoch denselben Rumpf zu behalten – sicher genug, um begeistert zu bleiben. Die Klasse hat sich als Entwicklungspfad für die nächste Generation von Foilern etabliert, mit 115 angemeldeten Booten in drei Divisionen bei den Spielen 2025 und Dominanz bei der Foiling Week 2026 am Gardasee.
Eignerschaft und Praxis
Ein schnelles Demontieren ermöglicht es, die Waszp in ihre Transportbox zu packen und im Garagenbereich zu lagern – mit einer optionalen GFK-Box-Upgrade. Die erforderliche Crew besteht aus einer Person, und das Design ist speziell für Einsteiger-Einheitsklassen-Foilen konzipiert. Der Hersteller gab an, dass das Paket etwa halb so teuer sei wie eine voll ausgestattete MACH2, wodurch zugängliches Foilen für Clubsegler in Reichweite gerät.
Das Fazit
Die Waszp ist ein robuster, gutmütiger Einstieg in das Foilen, der die Höchstgeschwindigkeit einer Moth gegen Langlebigkeit und eine größere Gewichtstoleranz eintauscht. Ihr unverstagtes Rigg, die fortschrittlichen Foils und die verstellbaren Flügel senken die Lernkurve, ohne die Begeisterung zu nehmen, und die Klassenkultur hält Einsteiger fit.
Vorteile
- Der Epoxid-Komposit-Rumpf und die Aluflossen sind weitaus robuster als Kompositteile von Moth und günstiger im Austausch
- Das unverstagte Rigg und der Wishbone-Bug vereinfachen das Aufriggen, Wenden und Aufschwimmen nach einer Kenterung
- Verstellbare Flügel und die kontinuierliche Regulierung der Segellage während des Segelns bauen nach und nach das Vertrauen auf
- Einheitsklasse mit starkem sozialem Netzwerk und klaren Entwicklungsperspektiven
Nachteile
- Geringere Höchstgeschwindigkeit als eine Moth
- Nur einhand einsetzbar; auf das Einheitsklassen-Regattafeld beschränkt


