Design und Konstruktion
Die 261 ist ein Boot mit GFK-Rumpf und -Deck in massiver Bauweise und einem langen Kiel aus Eisen. Bei einer Verdrängung von rund 5.732 Pfund bei 2.646 Pfund Ballast weist sie ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 44 Prozent auf – höher als bei 69 Prozent vergleichbarer Konstruktionen – und ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,45, was sie schlanker macht als 95 Prozent ähnlicher Segelboote. Ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 313 ordnet sie fest in die Kategorie der schweren Fahrtenyachten ein, während ein Absinkvermögen von etwa 530 Pfund pro Zoll auf einen steifen Rumpf hinweist, der sich nur langsam belastet. Die benetzte Fläche beträgt rund 172 Quadratfuß und die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,0 Knoten. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem 7/8-Slup-Rigg ausgestattet und ist nach den Zahlen leicht untertakelt: Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 13,4 mit dem ISO-Referenzsegel und bei 15,3 mit einer 135-prozentigen Genua. Das bedeutet, dass sie bei leichtem Wind schneller ist als nur 18 Prozent ähnlicher Boote. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,68, und das Komfort-Ratio von 27,2 bis 27,5 ist komfortabler als bei 90 Prozent vergleichbarer Konstruktionen – eine Folge der schmalen, schweren Rumpfform und nicht etwa eines dokumentierten Luxusausbaus. Mit einem Yanmar 1GM10 wird eine Höchstgeschwindigkeit unter Motor von 4,2 Knoten angegeben; mit dem Volvo Penta MD5 sind es etwa 3,7 Knoten, beide über Wellenantrieb. Der lange Kiel und der Tiefgang von 4,1 bis 4,4 Fuß ermöglichen es ihr, je nach Beladung auch in flachen Marinas zu liegen. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist das Boot mit vier Kojen ausgestattet – eine praktische Zahl für ein 26-Fuß-Boot dieser Größenklasse. Die Überarbeitungen des Nachfolgemodells im Vergleich zur Marieholm 26 konzentrierten sich auf ein selbstlenzendes Cockpit und einen überarbeiteten Decksplan. Zusammen mit dem größeren Innenraum machen diese Änderungen die 261 zu einem nutzbareren Wochenendboot als das frühere Modell, ohne den grundlegenden Sundén-Designansatz zu verändern.
Refits und Eignerschaft
Käufer einer 261 finden zwei dokumentierte Dieselmotoren-Optionen, den Yanmar 1GM10 und den Volvo Penta MD5, beide mit Wellenantrieb – eine Einfachheit, die das Wartungskonzept für Heimwerker begünstigt. Die Rigg-Dimensionen sind gut dokumentiert, von einer 76-Fuß-Großsegelfall mit 5/16 Zoll Durchmesser bis hin zu einer 65-Fuß-Großschot mit 3/8 Zoll, sodass Kostenschätzungen für Neuteile unkompliziert möglich sind. Weniger als 100 gebaute Einheiten bedeuten, dass jeder Rumpf ein kleines Teil einer limitierten Serie ist.
Das Fazit
Die Marieholm 261 ist eine schmale, stark ballastierte kleine Fahrtenyacht, die Geschwindigkeit bei leichtem Wind gegen Komfort auf See und Reichweite im Flachwasser eintauscht. Der Entwurf von Sundén bietet ein Paket aus geringer Stückzahl und einfacher Wartung.
Vorteile
- Bewegung im Seegang angenehmer als bei 90 Prozent ähnlicher Konstruktionen
- Langer Kiel aus Eisen und solide GFK-Bauweise mit geringem Tiefgang für ein 26-Fuß-Boot
- Einfache Diesel-Wellenantriebs-Optionen und katalogisierte Takelage für einfache Wartung
Nachteile
- Leicht untertakelt; bei leichtem Wind schneller als nur 18 Prozent der Konkurrenzmodelle
- Weniger als 100 gebaut, was die Ersatzteilversorgung erschwert
- Die geringe Breite schränkt die Raumaufteilung im Vergleich zu breiteren zeitgenössischen Modellen ein






