Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind als Sandwichbauweise aus handaufgelegtem GFK ausgeführt – eine Konstruktion, die dem Originaltest zufolge das Klima unter Deck verbessert. Der Kiel ist ein Flossenkiel, der aus Gusseisen statt aus Blei besteht. Der angegebene Tiefgang liegt je nach Beladung bei etwa 4,66 bis 4,96 Fuß, was es dem Boot ermöglicht, flache Marinas anzulaufen. Mit einer Länge über alles von 25,89 Fuß, einer Breite von 8,04 Fuß und einem Verhältnis von Länge zu Breite von 3,19 ist sie eine mittelbreite kleine Fahrtenyacht. Die Verdrängung liegt bei fast 5.974 Pfund bei 2.976 Pfund Ballast, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 55 Prozent entspricht, was für diese Größe hoch liegt. Die benetzte Fläche beträgt etwa 204 Quadratfuß, und das Immergierungsverhältnis von rund 602 Pfund pro Zoll zeigt, wie tief das Boot mit Ausrüstung und Crew sinkt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als 7/8-Slup getakelt. Mit dem ISO-Referenzsegel beträgt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 13,7, steigt mit einer 135-prozentigen Genua auf 16,2 – dennoch zeigt die Yacht mehr Riggfläche als nur 15 Prozent vergleichbarer Segelboote; sie ist deutlich untertakelt. Die theoretische Verdrängungs-Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,2 Knoten, während der Einbaudiesel Yanmar mit 8 PS sie mit etwa 5,0 Knoten antreibt; Eigner und Hafenmeister hängen für Manöver häufiger einen Außenborder mit 5 bis 7 PS auf. Was die Stabilität angeht, liegt das Kenterungsverhältnis bei 1,79 und das Komfort-Ratio im Bereich von 24,1 bis 24,9 – Werte, die sie eher zu konventionell stabilen kleinen Fahrtenyachten als zu lebendigen Regattayachten einstufen.
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum wie bei vielen ihrer Zeitgenossen mit Mahagoni ausgestattet. Die Toilette und die Stehhöhe werden als nahezu durchschnittlich für die Klasse beschrieben. Das Komfort-Ratio und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (DLR) des Bootes (ca. 270) zeichnen sie als schwere, gemütliche Küstenyacht aus, deren Kabine eher für kurze Törns als für längere Aufenthalte an Bord geeignet ist.
Bekannte Schwachstellen und Besitzerhinweise
Ein Problem in der Produktionsgeschichte ist, dass die Drabant 26 auch als selbstzubauender Bausatz verkauft wurde. Daher kann sich die Qualität der einzelnen Boote von Rumpf zu Rumpf unterscheiden. Allein aus diesem Grund spricht viel für ein sorgfältiges Boot-for-Boot-Gutachten, anstatt von einheitlichen Werftstandards über die gesamte Flotte zu ausgehen.
Das Fazit
Die Drabant 26 ist eine solide kleine dänische Fahrtenyacht mit einem Sandwich-GFK-Rumpf, einem hohen Ballastanteil und einem Tiefgang, der zum Herumtollen im Watt einlädt. Sie ist im Vergleich zu modernen Booten untertakelt und unter Motor langsam, aber stabil und einfach. Die Selbstbaulösung in der Geschichte dieses Typs ist die einzige wirkliche Einschränkung: Die Einheitlichkeit einer Flotte ist nicht garantiert.
Vorteile
- Handaufgelegter Sandwich-GFK-Rumpf und -Deck mit gutem Klima unter Deck
- Eisen-Flossenkiel mit geringem Tiefgang für den Hafenzugang
- Hohe Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 55 Prozent und stabile Segeleigenschaften
- Mahagoni-Innenausbau mit Toilette und nahe dem Durchschnitt liegender Stehhöhe
Nachteile
- Erheblich untertakelt im Vergleich zu ähnlichen Segelbooten
- Selbstbausätze bedeuten eine variable Bauqualität zwischen den Booten
- Bescheidene, von einem 8-PS-Yanmar angetriebene Geschwindigkeit von 5,0 Knoten








