Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus massivem GFK gefertigt, und der Kiel selbst besteht aus Eisen statt aus Blei. Der Tiefgang von 4,92 bis 5,22 Fuß variiert mit der Beladung, was das Boot trotz des Flossenkiels für die meisten Marinaslip-Anlagen erreichbar hält. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,19 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 164 kennzeichnen den Rumpf als relativ schmal und sehr leicht für seine Wasserlinie; die benetzte Fläche beträgt etwa 215 Quadratfuß. Bei einem Gewicht von 632 Pfund pro Fuß des eintauchenden Rumpfbereichs liegt das Boot im Wasser sensibel auf, ist aber für seinen Typ nicht ungewöhnlich rank. Die Komfort-Ratio von 16,4 ist niedrig, was bestätigt, dass dies eine lebendige, sportliche Plattform und keine weiche Fahrtenyacht ist.
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Slup-Rigg ist das Highlight. Mit dem ISO-Referenzsegel beträgt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 21,2, steigt mit einer 135-prozentigen Genua auf 24,5, und der Entwurf trägt mehr Rigg als 96 Prozent ähnlicher Segelboote, was ihn für seine Größe deutlich überriggt macht. Dieser Segelplan übersetzt sich direkt in Geschwindigkeit: Der Relative Speed Performance-Index von 98 bedeutet, dass die Inferno 26 schneller ist als 98 Prozent vergleichbarer Konstruktionen, und ihre theoretische Verdrängungs-Rumpf-Geschwindigkeit liegt bei 6,3 Knoten. Das Kenterungsverhältnis von 2,04 ist hoch genug, dass das Boot nicht für Hochseeregatten zugelassen wäre – eine nützliche Grenze für alle, die Offshore-Ambitionen hegen. Die Spezifikationen für Fallen und Schoten sind einheitlich und großzügig ausgelegt – alle drei Fallen laufen mit 26,8 m 8-mm-Leine, während die 19,8 m lange Großschot und die 7,9 m langen Genuaschoten aus 10-mm-Leine bestehen –, sodass die Decksbeschläge für echte Lasten dimensioniert sind. (1)
Leistungsprofil
Die Zahlen hinter der Inferno 26 beschreiben ein Boot, das gebaut wurde, um zu beschleunigen. Die leichte Verdrängung und das hohe 7/8-Rigg erzeugen eine Geschwindigkeit, die nur wenige 26-Fuß-Boote dieser Ära erreichen konnten, während das niedrige Komfort-Ratio zeigt, dass der Kompromiss im Seeverhalten liegt: kurz, schnell und gelegentlich unruhig im Kabbelwasser. Der Flossenkiel und das Spatenruder verleihen ihr die Agilität, die diese Werte implizieren, aber das Kenterungsverhältnis erinnert daran, dass das Revier dieses Bootes küstennah und sportlich ist – nicht für Expeditionen.
Unterbringung und Aufteilung
Die Größe des Bootes und die Kategorie als Leichtregattayacht deuten auf einen minimalistischen Innenraum hin, der zu einer 26-Fuß-Renn- und Fahrtenyacht passt.
Bekannte Schwachstellen
Der eiserne Kiel erregt beim Gutachten die Aufmerksamkeit auf Korrosion oder vorangegangene Reparaturen.
Das Fazit
Die Inferno 26 ist eine wirklich schnelle kleine Regatta-/Fahrtenyacht, deren Södergren-Linien und extrem stark überhängende 7/8-Slup-Konstruktion eine Geschwindigkeit liefern, die nur wenige Konkurrenzmodelle erreichen können. Sie ist ein lebendiges Boot für Küstenfahrten, das sich am besten eignet für Segler, die Beschleunigung und Handling über Bewegungskomfort oder Hochseetauglichkeit stellen.
Vorteile
- Sehr gut überriggter 7/8-Slup; schneller als 98 Prozent ähnlicher Konstruktionen
- Leichtes, agiles Plattform-Design mit Flossenkiel und Spatenruder
- Solider GFK-Rumpf und -Deck; überschaubarer Tiefgang von 1,50–1,58 m
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,04 schließt den Einsatz im Hochseeregattasegeln aus
- Die Komfort-Ratio von 16,4 bedeutet eine unruhige Bewegung im Seegang








