Design und Konstruktion
Die Hinckley 38 ist ein Einrumpfboot mit einem festen, nach hinten gepfeilten Flossenkiel und einem am Skeg aufgehängten Ruder, das über eine Radsteuerung bedient wird. Ihr Rumpf trägt 6.000 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 13.920 Pfund, was zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 43 Prozent und einem moderaten Verdrängungs-Längen-Verhältnis im Bereich von 250 bis 300 führt. Die Rümpfe bestehen überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen, und das Deck ist aus massivem GFK, das von Hinckley in Maine fertiggestellt wurde. Das Überwasserschiff zeigt einen geneigten Vorsteven und eine erhöhte Kimm mit einem negativen Spiegel. Mit einer Länge über alles von 37,5 Fuß, einer Länge in der Wasserlinie von 27,5 Fuß und einer Breite von 10,5 Fuß liegt das Boot am kompakten Ende der 38-Fuß-Klasse, bietet jedoch genügend Breite und Ballast, um eher als leistungsfähige Fahrtenyacht für die Küste denn als reiner Regattakreuzer wahrgenommen zu werden. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem Bermuda-Masttoppslup-Rigg und einem durchgesteckten Mast ausgestattet. Die technischen Daten aus dieser Ära nennen eine I-Vorliekshöhe von 45 Fuß und eine J-Basis von 40 Fuß, wobei das Großsegel rund 43 Fuß Vorliek und 13,3 Fuß Achterliek hat. Dies ergibt eine Großsegelfläche von etwa 288 Quadratfuß und einen Gesamtsegelplan von rund 618 Quadratfuß. Am Wind kann das Boot mit einer Reihe von Focken oder Genuas ausgestattet sein, wobei letztere eine Überlappung von 150 Prozent erreichen und über 540 Quadratfuß Segelfläche bieten, während vor dem Wind ein symmetrischer Spinnaker von etwa 1.109 Quadratfuß gefahren werden kann. Der feste Flossenkiel weist einen Tiefgang von 5,67 Fuß auf, und das Skeg-aufgehängte Ruder verleiht der Radsteuerung ein präzises Gefühl. Mit einer Rumpfgeschwindigkeit von 7,03 Knoten ist die Hinckley 38 eher für ruhige Küstenfahrten als für schnelle Surf-Segel-Kurse gebaut. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Hinckley 38 Platz für sechs Personen in einem mit Teakholz ausgestatteten Innenraum. Eine Doppel-V-Koje nimmt den Bugbereich ein, während der Salon zwei lange Sofakojen und zwei Wachkojen beherbergt. Die Pantry befindet sich an Backbord direkt vor dem Niedergang und ist L-förmig aufgebaut. Sie ist mit einem dreiflammigen Herd, einer Kühlbox und einer Spüle ausgestattet. Gegenüber auf Steuerbord befindet sich die Navigationsecke. Die Nasszelle liegt unmittelbar achtern des Bugbereichs an Backbord. Das Layout ist eine typische, einfache Aufteilung für eine sechsköpfige Crew dieser Ära, wobei die Arbeitsplätze um den Niedergang gruppiert sind, um das Wachen mit kleiner Crew zu erleichtern.
Bekannte Schwachstellen
Die bekannten Einschränkungen der Hinckley 38 sind eher Ausdruck von Spezifikationen und Seltenheit als systematischer Mängel. Aufgrund des Zwei-Länder-Baus muss die Deck-Rumpf-Verbindung sowie die Innenausbauarbeiten jedes Rumpfes als Hinckleys Arbeit aus Maine angesehen werden, während das GFK-Laminat ein Produkt von Hughes ist. Daher sollte die Herkunft jedes einzelnen Bootes überprüft werden. Die kurze Produktionszeit von nur 28 Rümpfen bedeutet, dass ein bestimmtes Boot als Unikat bewertet werden sollte. Zudem erfordern die Holzverzierungen im gesamten Innenraum eine kontinuierliche Pflege, die ein reiner GFK-Rumpf allein nicht verlangen würde.
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft der Hinckley 38 konzentriert sich auf eine kleine Gruppe von Liebhabern, angesichts einer Gesamtzahl von nur 28 Booten. Der Einbaudieselmotor wurde eher für Hafenmanöver als für langanhaltendes Motoren ausgelegt, und jeder Umbau muss das ursprüngliche Direktantriebs-Layout respektieren. Der Teak-Innenraum und die Holzverzierungen belohnen sorgfältiges Nacharbeiten, bestrafen aber Vernachlässigung; ein gut gepflegtes Exemplar zeigt einen gleichmäßigen Lack und trockene Holzarbeiten. Da es sich um eine Regatta-/Fahrtenyacht mit einem bescheidenen Rigg von 57 Quadratmetern handelt, sind Segelgarderoben meist überschaubar, obwohl ein symmetrischer Spinnaker für Abfahrtskurse zusätzliche Reichweite bietet.
Das Fazit
Die Hinckley 38 ist eine seltene, fein verarbeitete Sparkman & Stephens Regatta-/Fahrtenyacht, deren kanadisch gefertigte Konstruktion mit dem typischen Maine-Deck und die Produktion von nur 28 Booten sie zu einer der ungewöhnlicheren amerikanischen GFK-Kielboote ihrer Ära machen. Sie bietet ein praktisches Layout mit sechs Kojen und einen ausgewogenen Rumpf mit Flossenkiel und Skeg-Ruder bei moderater Verdrängung. Aufgrund ihrer Seltenheit und des Holzinnenausbaus ist sie jedoch ein Boot für Eigner, die Wert auf Herkunft legen und bereit sind, sorgfältig zu pflegen.
Vorteile
- Sparkman & Stephens Entwurf Nr. 1903 aus der Cruiser-Racer-Linie
- Solider GFK-Rumpf mit 6.000 lb Bleiballast und 43-prozentigem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
- Teak-Innenausstattung mit sechs Kojen, L-förmiger Pantry und gegenüberliegender Navigationsecke
- Skeg-aufgehängte Radsteuerung mit festem, gepfeiltem Flossenkiel
Nachteile
- Nur 28 Einheiten gebaut, was Ersatzteile und Marktvergleichsdaten einschränkt
- Holzinnenausbau erfordert kontinuierliche Pflege
- Die grenzüberschreitende Bauweise erfordert die Überprüfung sowohl des Rumpfes von Hughes als auch der Fertigstellung von Hinckley








