Hallberg-Rassy Monsun 31 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Hallberg-Rassy
Ungefähre Zeichnung

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LOA
31' · 9.45 m

Die HallbergRassy Monsun 31 ist die meistverkaufte Yacht in der Geschichte der Werft, mit 904 weltweit zwischen 1973 und 1982 ausgelieferten Exemplaren. Entworfen von Olle Enderlein, ist sie eine 30 Fuß 9 Zoll lange Fahrtenyacht auf einem LangkielRumpf mit internem Ballast, gebaut als robuste, unkomplizierte LangstreckenFahrtenyacht und nicht als Regattaboot.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
31 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
24,67 ft
Breite
9,42 ft
Tiefgang
4,58 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Rumpf
Glasfaser
Rumpfart
Kielart
Ballast
(Blei)
Verdrängung
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
Komfort-Ratio
Kenterungsverhältnis
Rumpfgeschwindigkeit
6,66 kn

Design und Konstruktion

Enderleins Rumpf hat eine Länge in der Wasserlinie von 24 Fuß 8 Zoll und eine Breite von 9 Fuß 5 Zoll, weist einen Tiefgang von 4 Fuß 7 Zoll auf, eine Verdrängung von 9.250 Pfund und einen Bleiballastkiel von 4.200 Pfund. Der Kiel ist eine geformte Stahlkonstruktion, die in einer tiefen GFK-Bilgenmulde sitzt. Gutachten aus dieser Zeit beschreiben den Langkiel mit dem internen Ballast als in reichlich Schichten aus einorientierter Gewebebahn und Harz eingegossen; die Laminatstärke erreicht im tiefsten Bereich 25 mm, verjüngt sich auf der Wasserlinie auf 15 mm und darüber auf 10 mm. Deck und Rumpf sind an der Fußreling durch ein Teakdeck verbunden – eine Methode, die sowohl elegant als auch strukturell solide gilt. Im Innenraum ist fast alles aus massivem Mahagoni ausgeführt. Ein Exemplar, das nach seiner Weltumsegelung in ein Museum ging, hatte für seine drei und eine halbe Weltumsegelung nie eine spezielle strukturelle Verstärkung erhalten. (1)

Rigg und Handhabung

Der Mast ist ein robuster, an Deck gesteckter Selden-Rumpf mit einer einzelnen Saling, der mit einer Arbeitsfock eine Segelfläche von 430 Quadratfuß trägt. In professionellen Tests ist sie weder besonders schnell noch ein Leichtwindboot, doch Probefahrer fanden sie als sehr stabiles Boot, das anspruchsvolle Reviere problemlos meistert. Mit anderen Worten: Sie ist das kleinste Boot, das Sie überhaupt irgendwohin bringen kann. Sie hat bereits von Labrador bis zu den Beaufort-Inseln und zum Beringmeer gesegelt. Der ursprüngliche Motor war ein 25 PS starker Zweitzylinder-Volvo MD 2B, später spezifiziert als Volvo Penta MD 11 C mit 23 PS, und diese frühe Installation trieb sie bei 7,2 Knoten Geschwindigkeit bei 2.300 Umdrehungen pro Minute an. (1)

Unterbringung

Unter Deck ist die Aufteilung superklassisch und für die Bootslänge bemerkenswert geräumig. Die Wachkoje des Navigationsoffiziers lässt sich an Steuerbord hinter dem Kartentisch einziehen, während die Pantry an Backbord eine sinnvolle L-förmige Struktur bildet, wobei der Spülbecken zentral nahe den Niedergangsstufen platziert ist. Mittschiffs lässt sich die L-förmige Dinette an Backbord zu einer Koje umbauen, und das Sofa an Steuerbord dient gleichzeitig als Kojenbett; gepolsterte Rückenlehnen lassen sich nachts hochklappen, um großzügige Schlafplätze zu schaffen. Der Salon ist durch die Nasszelle von der Vorschiffskabine getrennt, mit einer Schiebetür achtern und zwei Schwenktüren im Vorschiff. Der Stauraum ist großzügig mit verschließbaren Schränken, Schubladen und einem großen, zweiteiligen Kleiderschrank im Durchgang gesichert. Zeitgenössische Rezensionen bezeichnen den Innenraum als gemütlich, rational und unglaublich geräumig.

Bekannte Schwachstellen und Besitzerhinweise

Eigner berichten bei Refits dieser Boote, dass die originalen Borddurchlässe mit Absperrschiebern statt mit Ballventilen ausgestattet sind, und es gibt Hinweise darauf, dass Wasser durch die unteren Wantenplatten (U-Bolzen-System) eindringt. Bei älteren Booten tritt gelegentlich ein unangenehmer Geruch aus der Nasszelle und dem Fäkalientank auf. Die Plicht ist gut geschützt durch eine feste, schlagfeste Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas und ein Bikini-Top – ein typisches Hallberg-Rassy-Merkmal –, und ein langjähriger Eigner hat für noch mehr Schutz ein Hardtop nachgerüstet. Refits haben den originalen Origo-Alkoholkocher und die Kühlbox gegen Engel-Kühlschränke ausgetauscht, Solarpaneele installiert und das Grundgeschirr durch größere Anker und längere Ketten ersetzt. (2)

Das Fazit

Die Monsun 31 erarbeitet sich ihren Ruf als fähige kleine Fahrtenyacht durch ihre ehrliche Bauweise und ein zeitloses Interieur. Sie ist nicht schnell, aber sie ist gebaut, um weit zu kommen und trocken zu bleiben.

Vorteile

  • Bewährte Weltumsegler-Klasse mit 904 gebauten und ausgemusterten Museumsschiffen
  • Solides Mahagoni-Innere und ein einlaminiertes Langkiel mit extrem hoher Festigkeit
  • Schutz der Plicht und ein geräumiges, überschaubares klassisches Layout

Nachteile

  • Die originalen Seeventile mit Absperrschieber und die U-Bolzen-Wantenscheiben müssen inspiziert werden
  • Mäßige Geschwindigkeit und geringe Höhe am Wind unter Segeln
  • Geruch aus Nasszelle und Tanks bei unrenovierten Booten

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