Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus massivem GFK gefertigt, und der Kiel ist aus Eisen – im Gegensatz zum in einigen Zusammenfassungen erwähnten Bleiballast. Daher sollte die Ballastmenge von 1.764 Pfund eher als Schätzung denn als dokumentiertes Kielmaterial verstanden werden. Mit einem Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,80 und einer Breite von knapp über neun Fuß fand die Yachtdatenbank-Bewertung sie geräumiger als 76 Prozent vergleichbarer Entwürfe – ein großzügiges Verhältnis für einen 25-Fuß-9-Zoll-Rumpf. Ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 40 Prozent, was höher ist als bei der Hälfte ähnlicher Segelboote, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 213 ordnet sie zu den von der Bewertung als „moderate Regattaboote“ bezeichneten Modellen ein, wobei 58 Prozent der verglichenen Entwürfe schwerer eingestuft wurden.
Rigg und Handhabung
Die Gib'Sea 26 ist als Masttoppslup mit einer Segelfläche von fast 390 Quadratfuß getakelt. Die im Test geschätzten Längen der Leinen sind für einen neuen Eigner praktisch: Die Schoten von Fock und Genua laufen über etwa 25,8 Fuß bei einem Durchmesser von 3/8 Zoll, die Großschot über etwa 64,4 Fuß und die Spinnakerschoten über etwa 56,7 Fuß – alle mit geschätzten Schotlängen von 10 mm für die Gib'Sea 26. Die benetzte Fläche beträgt etwa 215 Quadratfuß, und ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,1 Knoten. Das Kenterungsverhältnis von 2,24 bedeutet, dass sie nicht für Hochseeregatten zugelassen wäre – eine klare Grenze, die die Quelle zwischen ihrem küstennahen Charakter und dem Blauwasser-Regattasport zieht. Ihr Komfort-Ratio von 15,7 bietet mehr Komfort als bei 31 Prozent ähnlicher Konstruktionen – kein weiches Boot, aber im erwarteten Rahmen für diese Größe. (1)
Unterbringung
Das breite Verhältnis von Länge zu Breite von 2,80 und die im Test erwähnte Formulierung „geräumiger als 76 Prozent“ sind die einzigen dokumentierten Belege für das Innenraumvolumen.
Bekannte Schwachstellen
Der eiserne Kiel führt zu anderen Korrosionspfaden als Blei und erfordert bei der Besichtigung besondere Aufmerksamkeit.
Das Fazit
Die Gib'Sea 26 ist eine Küsten-Fahrtenyacht der späten siebziger Jahre mit einer für ihre Länge großzügigen Breite, geringem Tiefgang und einem moderaten Rennprofil. Sie ist nach den Kenterungsverhältnissen keine Hochseeregattayacht, aber ihre Proportionen und die Produktion von nur 189 Einheiten machen sie zu einem repräsentativen französischen Pocket-Cruiser dieser Ära.
Vorteile
- Breiter und geräumiger als die meisten Konkurrenzboote dieser Größe (B/L 2,80, geräumiger als 76 % ähnlicher Entwürfe)
- Solider GFK-Rumpf und Deck; ausreichend geringer Tiefgang für den Hafenzugang
- Gemäßigte Verdrängung und ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 40 % eignen sich für ruhiges Segeln an der Küste
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,24 schließt sie von Hochseeregatten aus
- Eisenkiel anstelle von Blei (Korrosionswachsamkeit erforderlich)
- Die Komfort-Ratio liegt nur bei 31 %, was unterdurchschnittlich ist







