Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus massivem GFK gefertigt, und das Boot hat je nach Beladung einen Tiefgang von 1,93 bis 2,03 Metern, was den Ankerplatz auf großen Marinas beschränkt. Ihre Proportionen sind moderat – ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,01 und ein Ballastanteil von 36 Prozent – mit einer benetzten Oberfläche von fast 36 Quadratmetern und einem Immersionsverhältnis von etwa 244 kg/cm². Diese Werte beschreiben einen Rumpf, der sich bei Stauung schwer auf den Grund legt, anstatt leicht auf dem Wasser zu schweben. Das Kenterungsverhältnis von 1,84 ordnet sie in den Bereich ein, in dem die Formel allein ihr die Offshore-Eignung zusprechen würde, obwohl dieser Index nur ein Teilaspekt einer 13.200-Pfund-Fahrtenyacht ist. (1)
Rigg und Handhabung
Als 7/8-Slup verfügt sie über einen Segelplan mit einer Gesamtfläche von 771 Quadratfuß, was zu einem relativen Geschwindigkeitsindex von 58 führt – Zahlen, die sie eher in die Kategorie der stabilen Fahrtenyachten als in die der lebhaften Regattaboote einordnen. Die stehenden und laufenden Leinen sind klar spezifiziert: Die Schoten von Fock und Genua laufen über 34,4 Fuß bei einem Halb-Zoll-Durchmesser, die Großschot ist 86 Fuß lang und hat denselben Durchmesser, und die Spinnakerschot misst 75,6 Fuß, alles an einer 12-mm-Ankerleine. Ein Wellenantrieb befindet sich hinter dem einzelnen Motor, die konventionelle Anordnung für diese Klasse und Ära. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Friendship 35 mit sieben Kojen ausgestattet – eine Zahl, die auf ein Layout ausgelegt ist, das eher für Familienfahrten oder eine vollständige Crew als für ein minimalistisches Paarboot spricht. Die Breite von 11,5 Fuß verleiht dem Innenraum seine Ausstrahlung, und der Produktionsstart im Jahr 1980 ordnet sie in die frühere Generation aus massivem GFK ein, noch vor den späteren Sandwich-Konstruktionen der Werft.
Das Fazit
Die Friendship 35 ist eine einfache, solide GFK-Fahrtenyacht moderater Abmessungen, entworfen von Koos de Ridder und gebaut von Jachtwerf Meijer ab 1980. Ihre sieben Kojen und ihr bleiballastierter Flossenkiel eignen sich hervorragend für Küstenfahrten und moderate Offshore-Einsätze, während der geringe Tiefgang sie für tiefere Häfen geeignet macht.
Vorteile
- Solide GFK-Rumpf- und Deckskonstruktion
- Bleiballast-Flossenkiel mit 36 Prozent Ballastanteil
- Sieben Kojen für die Fahrtencrew
- Konventionelle Wellenantrieb-Übertragung
Nachteile
- Der Tiefgang von 1,94–2,03 m (6,36–6,66 Fuß) schränkt den Hafenzugang ein
- Das moderate Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis begünstigt Langstreckenfahrten gegenüber Geschwindigkeit






