Design und Konstruktion
Die 391 verfügt über einen GFK-Rumpf und -Deck in Sandwichbauweise, ein Konstruktionsverfahren, das das Klima unter Deck verbessert. Ihr Kiel ist aus Blei gefertigt, als Flossenkiel mit Bulbkiel ausgeführt, und das Ruder wurde im Laufe der Modellpflege angepasst. Mit einer Länge über alles von 39,27 Fuß und einer Breite von 11,61 Fuß beschreibt ein Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 3,38 nach modernen Volumenstandards einen relativ schmalen Rumpf. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42 % und der Bleiballast von 6.067 Pfund bei einer Verdrängung von 14.330 Pfund kennzeichnen sie als eine solide, schwer ballastierte Yacht. Die Modernisierung von 1990 brachte ein neues und verbessertes Deck, ein modifiziertes Rigg, überarbeiteten Kiel und Ruder sowie einen weiterentwickelten Innenraum. Daher sollte jeder Käufer beachten, dass sich innerhalb der Produktionszeit zwei Generationen von Deck und Ausstattung abwechseln. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem 7/8-Slup-Rigg ausgestattet und deutlich übertakelt – sie trägt mehr Rigg, als 86 % vergleichbarer Segelboote vor Anker haben. Mit dem Referenzsegel nach ISO 8666 beträgt ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 20,2, steigt bei einer 135%-Genua auf 23,3, und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 233 ordnet sie zu den moderaten Regattayachten ein. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,4 Knoten, das Kenterungsverhältnis bei 1,91 und die Komfort-Ratio bei 25,5. Die benetzte Fläche beträgt etwa 38 Quadratmeter, und das Absenkungsvermögen liegt bei rund 218 Kilogramm pro Zentimeter. Das bedeutet, sie sitzt tief im Wasser und belastet sich pro Zentimeter Tiefgang stark. Der Tiefgang liegt je nach Beladung bei etwa 1,95 bis 2,05 Metern, was ihre Nutzung auf größere Marinas beschränkt. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Der Innenraum der 391 wurde nach der Überarbeitung von Deck und Ausstattung im Jahr 1990 entwickelt und während der gesamten Produktionszeit weiter verfeinert. Die Sandwichkonstruktion aus Rumpf und Deck verbessert das Klima in der Kabine – eine spürbare Folge des Bauverfahrens für das Leben an Bord und nicht nur ein kosmetisches Detail.
Refits und Eignerschaft
Die Änderungen von 1990 sind die wichtigste dokumentierte Evolution: ein neues und verbessertes Deck, ein modifiziertes Rigg, ein angepasster Kiel und Ruder sowie ein kontinuierlich verfeinertes Innenleben. Käufer sollten Boote vor und nach 1990 als so unterschiedlich im Bereich Deck und Systeme betrachten, dass sie unterschiedliche Erwartungen an das Gutachten haben sollten, obwohl das grundlegende Södergren-Rumpfkonzept durchgezogen wurde. (1)
Das Fazit
Die Finngulf 391 ist eine kleine Serie von Södergren Performance-Cruisern mit einem tief ballastierten Bleibulbkiel, einer ungewöhnlich leistungsstarken 7/8-Slup-Takelung und einem im Sandwichbauweise gefertigten Rumpf, dem die Testberichte ein besseres Kabinenklima zuschreiben. Ihre geringe Breite und das tiefe Tiefgangsverhältnis eignen sich für Segler, die Steifigkeit und sportliche Regatta-Eigenschaften über den Komfort beim Hafenwechsel stellen, und die Überarbeitungen von 1990 erfordern einen genauen Blick darauf, welche Generation jedes einzelne Boot repräsentiert.
Vorteile
- Sehr hochgradig überriggter 7/8-Slup mit einem SA/D-Verhältnis von bis zu 23,3 unter Genua
- Bleibulbkiel mit 42 % Ballastanteil bei einer soliden Verdrängung von 14.330 lb
- Sandwich-Rumpf und -Deck, die für eine verbesserte Klimatisierung im Innenraum sorgen
- Kontinuierliche Weiterentwicklung von Innenraum und Deck durch ein Refit im Jahr 1990
Nachteile
- Der Tiefgang von 1,95–2,05 m beschränkt sie auf große Marinas
- Weniger als 100 Einheiten gebaut, daher sind Ersatzteile und Vergleichsmodelle rar
- Hohe Absenkrate (218 kg/cm²) belastet das Boot beim Fahrtensegeln unter Last






