Design und Konstruktion
Ferrettis Übergang vom Holz zum GFK fand seine erste Ausdrucksform im Altura 33, einem Motorsailer, der eher für das Fahrtensegeln als für Regatten konzipiert war. Der GFK-Rumpf ist mit einem Festkiel und einem moderaten Standardtiefgang von 1,50 Metern ausgestattet, was sich eher für geschützte Gewässer und Küstenfahrten als für Blauwasserpassagen eignet. Mit einer Länge von 9,77 Metern und einer Breite von 3,00 Metern ist die Rumpfform kompakt, aber für ihre Länge breit, und die Verdrängung von 7.000 kg signalisiert eine schwere, stabile Plattform, die dem Konzept des Motorsailers entspricht. Der Schritt der italienischen Werft zur GFK-Bauweise bei diesem Entwurf aus dem Jahr 1974 etablierte den Namen Altura als eine Fahrtenlinie, bevor ihn später größere Motorsailer und Motorjachten übernahmen.
Rigg und Handhabung
Die Altura 33 ist als Slup getakelt, hat jedoch eine dokumentierte Segelfläche von nur 4,74 m² – bemerkenswert klein für einen 9,77 Meter langen Rumpf mit einer Verdrängung von 7.000 kg. Dieser Wert ordnet das Boot eindeutig in den Bereich der Motorsailer ein, bei denen der Fiat Aifo-Motor mit 83 PS die Hauptantriebskraft liefert und das Rigg als Stabilitätssegel oder Hilfsmittel dient. Mit einem Festkiel und einem Tiefgang von 1,50 Metern ist das Boot für berechenbares, langsames Manövrieren unter Motor gebaut, und das Slup-Rigg erleichtert der Fahrtencrew die Arbeit an Deck. (1)
Unterbringung
Die Standardaufteilung bietet eine Kabine, eine Toilette und sieben Kojen im 9,77 Meter langen Rumpf. Sieben Kojen bei einer Breite von 3,00 Metern bedeuten einen umbaubaren Salon und kompakte Schlafplätze anstelle von privaten Kabinen abseits der einzigen Kabine. Die einzelne Nasszelle dient der gesamten Crew – ein typischer Kompromiss für ein Boot dieser Größe und dieses Einsatzzwecks. Die Aufteilung eignet sich eher für entspanntes Küstensegeln mit kleiner Crew als für das dauerhafte Wohnen an Bord auf Langstrecken.
Das Fazit
Die Altura 33 ist ein konsequentes Einstiegsmodell aus dem Jahr 1974 in die GFK-Motoryacht-Bauweise einer Werft, die später eher für größere Yachten bekannt wurde. Ihre schwere Verdrängung, der breite Rumpf und der moderate Segelplan machen sie zu einer stabilen Fahrtenyacht mit weit vorn liegendem Motor, weniger jedoch zu einem echten Segelboot für Liebhaber des klassischen Segelns. Die Aufteilung mit sieben Kojen bietet maximalen Schlafplatz in einem kleinen Rumpf, doch die Einheitskabine und die Nasszelle begrenzen die Privatsphäre.
Vorteile
- Ferretti-GFK-Konstruktion mit einer bewährten Fahrtenhistorie
- Breiter Rumpf mit 3,00 Metern bei einer Länge von 9,77 Metern für viel Innenraumvolumen
- Der 83 PS starke Fiat Aifo-Diesel bietet eine kraftvolle Hilfsantriebsleistung
Nachteile
- Die Segelfläche von nur 4,74 m² unterstreicht die minimale Leistung bei Wind
- Einzelkabine und separate Nasszelle schränken die Privatsphäre für die beworbenen sieben Kojen ein









