Design und Konstruktion
Schumachers Entwurf aus den frühen Neunzigern kombiniert einen 20-Fuß-Rumpf (LWL) mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41 Prozent und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 170 – ein Wert, der das Boot eher zu den leichten Regattayachten als zu schwer beladenen Fahrtenyachten einstuft. Der Bulbkiel hält das Blei tief und sorgt für einen Tiefgang von etwa 3,5 bis 3,8 Fuß je nach Beladung, sodass sie in flachen Marinas anlegen kann, die tiefergehende Kielboote nicht erreichen. Ihr Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 2,93 und eine benetzte Fläche von fast 129 Quadratfuß beschreiben einen schmalen, leicht anspringenden Rumpf, dessen Immersionsverhältnis von 406 Pfund pro Zoll bedeutet, dass sie für ihre Größe sehr gut im Wasser liegt. Das Kenterungsverhältnis von 2,20 liegt unter dem Grenzwert für Hochseeregatten, was ihre Ausrichtung auf Küsten- und Tagestörns verdeutlicht und kein Mangel für ihren Einsatzzweck darstellt. (1)
Rigg und Handhabung
Das fraktionierte Slup-Rigg ist mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 22,94 kombiniert, was ausreicht, um das Boot bei der für sie konzipierten Brise schnell zu halten, ohne dass eine Regattacrew erforderlich ist. Die technischen Daten aus der Bauzeit nennen eine Fock- und Genuaschot mit einer Länge von 20 Fuß und einem Durchmesser von 5/16 Zoll, eine Großschot von 50 Fuß mit demselben Durchmesser und eine Spinnakerschot von 44 Fuß – Maße, die ein kompaktes, leicht bedienbares Schot-Layout bestätigen, das sich auch für eine kleine Crew eignet. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit unter Verdrängerbedingungen liegt bei 5,5 Knoten, und das Komfort-Ratio von 12,6 ordnet ihre Bewegungen im festen, direkten Bereich ein, der typisch für eine leichte Regattayacht und nicht für eine weich segelnde Fahrtenyacht ist. Die benetzte Fläche von etwa 129 Quadratfuß bleibt moderat, was die einfache Beschleunigung untermauert, die die Zahlen vermuten lassen.
Das Fazit
Die Alerion Express 20 ist ein von Carl Schumacher entworfenes Einzelstück aus kleiner Serie, das als leichter, leicht zu segelnder Daysailer mit 7/8-Rigg, flachem Tiefgang und Bulbkiel sowie einem für Regatten optimierten Gewichtsprofil überzeugt. Sie ist nicht für Langstrecken auf See gebaut, und ihre Seltenheit bedeutet, dass ein Käufer auf begrenzte Unterstützung durch eine große Flotte verzichten muss. Für Segler, die einen markanten, vom Designer spezifizierten 20-Füßer mit echten Leistungsmerkmalen suchen, ist sie eine durchaus erwägenswerte Wahl.
Vorteile
- Weniger als 100 gebaut, was Seltenheit und Individualität ausmacht
- 41-prozentige Ballast-Verdrängungs-Verhältnis und ein DL-Ratio von 170 kennzeichnen sie als leichte Regattayacht
- Der Bulb-Flossenkiel hält den Tiefgang bei etwa 3,5–3,8 Fuß für den Hafenzugang
- Das 7/8-Rigg mit einem SA/D von 22,94 ist für das Segeln mit kleiner Crew ideal geeignet
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,20 schließt eine Zulassung für Hochseeregatten aus






