Design und Konstruktion
Dockrell Yachts baute die 27 in Tavistock unter Verwendung relativ unkomplizierter GFK-Verfahren. Die Boote sind solide gebaut und weisen ein hervorragendes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis auf. Der Rumpf ist aus massivem GFK, das Deck ebenso, und der Ballast besteht aus 3.200 Pfund Eisen bei einer Gesamtverdrängung von 7.000 Pfund. Was den Unterwasserschiff-Entwurf besonders macht, ist ein sehr ungewöhnlicher, flacher, geflügelter Langkiel – ein langer, eiserner Flügelkiel mit einer verjüngten Basis, der das Ballastgewicht niedrig hält und für diesen Entwurf praktisch einzigartig ist. Im Vergleich zu Folkboat-Typen hat die Dockrell einen flacheren, längeren eisernen Kiel und flachere Kimmformen, während sie an Deck eine nahezu identische Aufteilung wie die Hurley 27 aufweist. Berichten zufolge wurden die Formen der Hurley 27 unter der Wasserlinie modifiziert, um den geringeren Tiefgang der Dockrell zu erzielen. Das Spritzdeck ist ansprechend gestaltet, und das am Spiegel aufgehängte Ruder vervollständigt das traditionelle Profil einer kleinen Fahrtenyacht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Dockrell 27 ist als Kutter getakelt mit einem selbstwendenden Baumstagsegel, das das Einhandsegeln erleichtert, während für Leichtwind ein Yankee oder eine Genua gefahren wird. Der Mast steht in einer Maststütze (Tabernakel), was die geringe Tiefe von 3 Fuß und die ausgestellte Basis des langen Eisenkiels ergänzt, wodurch das Boot bei Flachwasser aufrecht trockenfallen kann – gegebenenfalls unterstützt durch abnehmbare Trockengleiter. Die Werft behauptete, das Boot könne sicher und aufrecht auf der Kielseite stehen, wenngleich nur wenige Eigner mutig genug sind, dies auszuprobieren. Der Segelplan ist bescheiden: Eine angegebene Segelfläche von 314 Quadratfuß, bestehend aus einem Großsegel von etwa 207 Quadratfuß und einer Genua mit 155 % von fast 470 Quadratfuß. Die Segeleigenschaften sind mäßig gut, wenn auch am Wind nicht spektakulär, und das Design genießt einen guten Ruf für seine Seetüchtigkeit. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Dockrell 27 bis zu fünf Kojen in zwei Kabinen – einem Salon und einer Vorschiffskabine – mit einer kleinen separaten Nasszelle und einem Kleiderschrank. Der Herd ist oft auf Schienen montiert, sodass er sich unter dem Cockpitsitz herausgleiten lässt, ein praktischer Detail für das Fahrtensegeln. Da viele Dockrells fertig im Hause abgeliefert wurden und einige Rümpfe als Rohbau verkauft wurden, können der Innenausbau und die genaue Aufteilung variieren; werftenfertige Boote waren hervorragend verarbeitet, während die Fertigstellung von Rohbauten vom jeweiligen Bootsbauer abhing.
Eignerschaft und Refits
An Deck ist sie als echtes Fahrtenboot mit soliden Decksbeschlägen ausgestattet, und der Standardantrieb besteht aus einem Einbaudiesel mit 15 bis 20 PS. Der klappbare Mast (Tabernakel) und die Möglichkeit zum Trockenfallen machen das Winterlager im Hafen oder das Segeln in Flachwasserrevieren unkompliziert. Da sich die Innenausstattung jedoch stark unterscheiden kann, sollte ein Käufer jede einzelne Yacht auf ihren eigenen Zustand hin beurteilen, anstatt von einer Standardaufteilung auszugehen.
Das Fazit
Die Dockrell 27 ist ein typisch britischer Entwurf für eine kleine Fahrtenyacht mit Langkiel: extrem robust gebaut, flachgehend und in der Lage, sich fast wie eine Kimmkieler-Yacht trockenzufallen. Ihr einzigartiger Flügelkiel und das Kutterrigg mit Selbstwendestagsegel eignen sich hervorragend für Einhandsegler und Liebhaber von flachen Gewässern, auch wenn die Leistung am Wind eher mäßig ist.
Vorteile
- Nahezu einzigartiger, flacher, geflügelter Langkiel aus Eisen mit gerundeter Basis für geringen Ballast und aufrechtes Trockenfallen
- Kutterrigg mit selbstwendender Baumstagsegel-Variante erleichtert das Segeln einhand
- Solide GFK-Konstruktion mit hohem Ballastanteil und guter Reputation für Seetüchtigkeit
- Mastbeschlag (Tabernakel) und Trockengänge unterstützen das Fahrtensegeln in Flachwasserrevieren
Nachteile
- Mäßige, keine herausragende Leistung am Wind
- Viele von Amateuren fertiggestellte oder als Rohrboot angebotene Boote führen zu ungleichmäßigen Innenraumqualitäten und Layouts









