Dehler DB-1 — Informationen, Bewertung, technische Daten

E. G. van de Stadt/Cees van Tongeren·1980·Dehler
Dehler DB-1 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
33.14' · 10.1 m
Verdr.
7.275 lbs · 3.300 kg
Erstes Baujahr
1980

Die Dehler DB1 kam 1980 als die 3/4TonnenRegatta/Fahrtenyacht der Werft auf den Markt. Sie wurde von E. G. van de Stadt und Cees van Tongeren entworfen, während der langjährige niederländische Designpartner von Dehler an der Konstruktion arbeitete. Mit einer Länge über alles von knapp über 33 Fuß und einer Wasserlinie von 26,6 Fuß war sie mit einem BleiFlossenkiel und einem Spatenruder unter einem 7/8SlupRigg ausgestattet – ein für die damalige Zeit durchaus modernes Leistungspaket, das auch heute noch sehr zielgerichtet wirkt.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
33,14 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
26,58 ft
Breite
11,18 ft
Tiefgang
6,18 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
3.525 lbs (Blei)
Verdrängung
7.275 lbs
Wasserkapazität
15 gal
Kraftstoffkapazität
11 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
41 ft
Unterliek Großsegel
14,75 ft
Vorsegeldreieck Höhe
36,75 ft
Vorsegeldreieck Basis
11,65 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
38,55 ft
Segelfläche
516 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
21,99
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
48,45
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
172,95
Komfort-Ratio
15,81
Kenterungsverhältnis
2,31
Rumpfgeschwindigkeit
6,91 kn

Design und Konstruktion

Der Rumpf der DB-1 ist aus GFK gefertigt, mit einer massiven Laminatstruktur statt eines Sandwichkerns, und der Kiel besteht aus Bleiballast. Dehler baute das Boot während seiner klassischen Produktionsära mit einer Monocoque-Rumpf-Deck-Verbindung, bei der Deck und Rumpf im Formwerkzeug direkt zusammenlaminiert wurden. Die Zahlen zeugen von einem Boot, das sowohl auf Steifigkeit als auch auf Volumen getrimmt ist: Ein Längen-Breiten-Verhältnis von 2,97 setzt eine Breite von 11,2 Fuß gegenüber einer Länge von 33,1 Fuß ein, was sich in ungewöhnlich viel Innenraum widerspiegelt. Vergleiche aus dieser Ära stuften sie als geräumiger ein als 73 % ähnlicher Konstruktionen, während ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41 % – höher als die Hälfte vergleichbarer Segelboote – und 3.525 Pfund Blei ihr einen Ballast-Verdrängungs-Verhältniswert von fast 48 verleihen. Eine benetzte Fläche von etwa 344 Quadratfuß und ein Immersionsverhältnis von nahezu 1.033 Pfund pro Zoll beschreiben einen Rumpf, der unter Last berechenbar sattigt. (1)

Rigg und Handhabung

Das fraktionierte Slup-Rigg trägt laufendes Gut mit festen Längen statt nur mit Segeldimensionen. Die empfohlenen Schotlängen reichen von 10,1 Metern für die Fock und Genua bei einem Durchmesser von 12 mm über eine 25,3 Meter lange Großschot mit demselben Durchmesser bis hin zu einer 22,2 Meter langen Spinnakerschot-Ankerleine. Diese Werte deuten auf einen Masttopp-gerechten Decksplan hin, der um handhabbare, reproduzierbare Leitungen herum gebaut ist. Mit einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 6,9 Knoten und einem Tiefgang, der je nach Beladung zwischen etwa 1,88 und 1,98 Metern liegt, gehört die DB-1 zur tiefgehenden Seite ihrer Größenklasse – eine Eigenschaft, die sie zwar auf große Marinas beschränkt, sich aber in Form von Kursstabilität und aufrichtendem Moment auszahlt. (1)

Unterbringung

Der größte Vorteil der DB-1 bei der Aufteilung ist das Volumen dort, wo es zählt. Dieselben breiten Proportionen, die zu einem Längen-Breiten-Verhältnis von 2,97 führten, sorgten auch für eine Kabine mit mehr Platz im Vorschiff als bei den meisten Konkurrenzbooten dieser Ära. Für ein 33-Fuß-Boot aus dem Jahr 1980 ist diese relative Raumlichkeit der entscheidende Vorteil für das Wohnen an Bord und das Wochenendsegeln – und sie unterscheidet das Boot klar von schmaleren Zeitgenossen, die aus Regattayachten abgeleitet wurden.

Das Fazit

Die DB-1 ist eine von van de Stadt entworfene Performance-Fahrtenyacht, die auf den spartanischen Innenraum vieler 3/4-Tonner echtes Volumen setzte, ohne dabei auf ein hohes Ballastverhältnis und einen seegängigen, tiefen Flossenkiel zu verzichten. Sie ist ein Produkt aus der klassischen Formbau-Ära von Dehler.

Vorteile

  • Mehr Innenraum als bei 73 % vergleichbarer Konstruktionen
  • Hohes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41 %, das die Hälfte ähnlicher Boote übertrifft
  • Blei-Flossenkiel mit tiefem, lastabhängigem Tiefgang für hohe Stabilität
  • Kontinuierliche GFK-Rumpf-Deck-Verbindung durch die Formbauweise

Nachteile

  • Der Tiefgang von 1,88–1,98 m (6,2–6,5 Fuß) beschränkt sie auf große Marinas

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