Design und Zahlen
Die Messwerte deuten auf ein Boot mit einem moderaten, vielseitigen Charakter hin. Ihr Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,72 und ihr Ballastanteil von 36 Prozent beschreiben einen Rumpf mit angemessener Stabilität, ohne schwer oder platt zu wirken. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 232 ordnet sie unter das, was eine Konstruktionsübersicht als „moderate Regattaboote“ bezeichnet, während ein Komfort-Ratio von 32,9 und ein Kenterungsverhältnis von 1,61 darauf hindeuten, dass das Boot normale Küsten- und Offshorebedingungen innerhalb seiner formelbedingten Grenzen meistert. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,3 Knoten, und ein Verdrängungsverhältnis von etwa 1.011 Pfund pro Zoll bedeutet, dass sie berechenbar belastet wird. Die benetzte Fläche von rund 376 Quadratfuß ist für die Länge bescheiden, was ihr beim Beschleunigen und Manövrieren hilft.
Kiel und Tiefgang
Das Schwert-Konzept ist das prägende praktische Merkmal. Bei abgesenktem Schwert beträgt der Tiefgang etwa 7 Fuß; bei aufgeholtem Schwert reduziert sich der Tiefgang je nach Beladung auf rund 4 Fuß. Dieser Hub ermöglicht es dem Eigner, die Leistung am Wind gegen Zugang zu flachen Gewässern einzutauschen. Da der Tiefgang jedoch recht tief liegt, kann das Boot nur mit voller Beladung größere Marinas anlaufen, da der Tiefgang je nach Last zwischen 2,13 und 2,23 Metern liegt. Für ein 36-Fuß-Boot ist dies ein bewusster Kompromiss für das Fahrtensegeln und nicht die feste Flosse einer Regattayacht. (1)
Rigg und Segelbedienung
Das Masttopprigg bietet überschaubare Maße für die Bedienung. Die Schoten von Fock und Genua sind etwa 36 Fuß lang bei einer Leinenstärke von 14 Millimetern, die Großschot hat eine Länge von 90 Fuß bei 14 Millimetern und die Spinnakerschot ist rund 79 Fuß lang. Die Führungsbreite der Spinnakerschot auf der Creekmore 36 beträgt 24,1 m (79,2 Fuß) bei einem Durchmesser von 14 mm (0,55 Zoll). Dies sind Maßangaben für den Ersatz und die Trimmung, keine subjektiven Eindrücke zur Bedienung, aber sie zeigen ein klassisches Slup-Rigg mit Spinnaker-Fähigkeit. (1)
Konstruktion
Der Rumpf ist aus GFK gefertigt, massiv und nicht mit Sandwichkern, ebenso wie das Deck. Die Hauptstruktur verwendet keinen Balsaholz- oder Schaumkern – ein einfaches und reparierbares Rumpfgehäuse, das ein Eigner über Jahrzehnte hinweg selbst pflegen kann.
Das Fazit
Die Creekmore 36 liest sich als eine durchdacht proportionierte Fahrten- und Regattayacht der Sechzigerjahre mit der Flexibilität eines Schwerts und moderaten, seegütigen Kennzahlen. Sie ist weder ein Leichtgewicht für schnelle Kurven noch eine Fahrtenyacht mit Steuerhaus, aber ihre Werte beschreiben ein ausgewogenes Boot, das ein handwerklich interessierter Eigner verstehen und pflegen kann.
Vorteile
- Der Schwertkiel bietet einen Tiefgangsbereich von 1,2 bis 2,1 Metern für flache Gewässer oder besseren Windfang
- Solider GFK-Rumpf und Deck, einfach zu begutachten und zu reparieren
- Mäßige Regatta-Proportionen mit Komfort- und Kenterungsverhältnissen im vernünftigen Bereich
Nachteile
- Der tiefe Tiefgang bei Beladung schränkt sie auf große Marinas ein





