Design und Konstruktion
Huntingfords Vorgabe für die 416 verband komfortable Wohnverhältnisse mit guten Segeleigenschaften, und der Rumpf spiegelt einen konventionellen Ansatz für eine GFK-Fahrtenyacht wider: überwiegend Glasfaser mit Holzinnenausbau, ein geneigter Vorsteven, ein erhöhter Kajütaufbau und ein umgekehrtes Spiegelanker. Das am Skeg aufgehängte Ruder wird über eine Radsteuerung geregelt, und der feste Flossenkiel sorgt für einen moderaten Tiefgang von 6,58 Fuß. Mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 44 Prozent und einer Verdrängungslänge von über 300 Fuß liest sich die 416 eher als schwerer, stabiler Fahrtenkreuzer denn als Regattayacht mit leichter Verdrängung. Sie wurde als reines Freizeit-Kielboot mit einer Masse gebaut, die sich eher für lange Passagen als für Regatten eignet. (1)
Rigg und Handhabung
Die 416 ist eine Masttoppslup mit Bermuda-Rigg und einer Gesamtsegelfläche von 732 Quadratfuß – ein 270 Quadratfuß großes Großsegel und eine 453 Quadratfuß große Fock oder Genua unter einem Vorliek-Dreieck mit 51,8 Fuß Durchmesser. Ein britisches Perkins 4-108-Seewasserkühlungs-Diesel mit 48 PS treibt sie bei Hafenmanövern an, weniger auf langen Passagen, und der 100-Gallonen-Kraftstofftank unterstützt diese Rolle als Hilfsmotor. Ihre Rumpfgeschwindigkeit liegt bei bescheidenen 7,64 Knoten, was dem Archetyp des Langkielers mit hohem Ballast entspricht. Ein symmetrischer Spinnaker kann für raume Kurse nachgerüstet werden, um die Reichweite auf raumen Kursen zu vergrößern, ohne die grundlegende Slup-Konfiguration zu verändern. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die 416 Platz für acht Personen auf einer Doppel-V-Koje im Vorschiff, einer U-förmigen und einer geraden Sofakoje im Salon, einer Doppelkoje achtern an Steuerbord und einer Einzelkoje (Hundekojen) an Backbord. Die U-förmige Pantry an Steuerbord mittschiffs liegt gegenüber der Navigationsecke an Backbord und ist mit einem vierflammigen Herd, einer Kühlbox und einer doppelten Spüle ausgestattet. Eine Nasszelle direkt achterhalb der Bugkabine an Steuerbord verfügt über eine Dusche. Das Layout ist ein unkomplizierter Rumpfplan mit Achtercockpit, bei dem die benutzte Pantry und die Navigationsecke sich mittschiffs gegenüberliegen lassen, sodass die Achterkabine als private Eignerkabine genutzt werden kann. (1)
Das Fazit
Die Cooper 416 TM ist eine pragmatische Fahrtenyacht aus den 1980er Jahren: schwer, gut ballastiert und für das Wohnen an Bord ausgelegt statt für Geschwindigkeit. Huntingfords Entwurf bleibt bei einer klassischen GFK-Bauweise mit Holzakzenten, und die Aufteilung unter Deck ist nach wie vor praktisch für eine Familie oder ein Paar mit Gästen. Der Perkins 4-108 ist ein bewährter Hilfsmotor, und der Segelplan ist mit Option auf Spinnaker großzügig genug für Offshore-Einsätze.
Vorteile
- 24.000 lb Verdrängung mit 10.500 lb Bleiballast für ein stabiles Verhalten auf See
- Acht Schlafplätze durch eine separate Achterkabine und eine separate Nasszelle im Vorschiff mit Dusche
- U-förmige Pantry gegenüber der Navigationsecke für eine praktische Aufteilung beim Fahrtensegeln
- 150-Gallonen-Wasserkapazität und 100-Gallonen-Kraftstoffkapazität für große Reichweite
Nachteile
- Rumpfgeschwindigkeit durch schwere Verdrängung und moderates Rigg auf 7,64 Knoten begrenzt
- Der Tiefgang von 6,58 Fuß schränkt den Zugang zu flachen Ankerplätzen ein
- Nicht mehr in Produktion; Formen wurden an Bayliner übergeben






