Colvic Watson 31.5 — Informationen, Bewertung, technische Daten

G. L. Watson & Co. Ltd.·1976·Colvic Craft
Colvic Watson 31.5 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · langkiel
Rigg
Ketsch
LOA
31.5' · 9.6 m
Verdr.
16.300 lbs · 7.394 kg
Erstes Baujahr
1976

Die Colvic Watson 31.5 ist ein schwerer MotorSailer, der aus einer Zusammenarbeit Mitte der 1970er Jahre zwischen Colvic Craft und dem Desigbüro von G. L. Watson & Co. Ltd. hervorging. Mit einer Länge über alles (LOA) von 31 Fuß 6 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 28 Fuß 3 Zoll und einer Breite von 11 Fuß gehört sie zu einer Familie robuster MotorSailer, die Colvic in Größen ab 22 Fuß produzierte. Das 1978 eingeführte 31,5FußModell wurde zu einem der beliebtesten der Serie. Sie wurde auch unter dem Namen Navrik 32 vermarktet.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
31,5 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
28,25 ft
Breite
11 ft
Tiefgang
4,33 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Langkiel
Ruder
1× Befestigt
Ballast
6.000 lbs (Eisen)
Verdrängung
16.300 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Ketsch
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
374 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
9,31
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
36,81
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
322,76
Komfort-Ratio
35,36
Kenterungsverhältnis
1,74
Rumpfgeschwindigkeit
7,12 kn

Design und Konstruktion

Die Watson 31.5 trägt die vollen, hohen Vorsteven und das Kanuheck, die sie als traditionellen Motorsegler kennzeichnen. Die Rümpfe selbst waren sehr solide, obwohl die Gesamtbauleistung innerhalb der Modellreihe stark schwankte. Colvic Craft baute diese Boote als schwere GFK-Rümpfe und -Decks, die in unterschiedlichen Fertigungsstadien verkauft wurden. Die Watson-Reihe teilte ein robustes Charakteristikum als Motorsegler, das Eignern entsprach, die strukturelle Ehrlichkeit über Feinheiten stellten. Mit einer Verdrängung von 18.300 Pfund und 6.000 Pfund Eisenballast liegt die 31.5 im schweren Bereich des Fahrtenyacht-Spektrums. (1)

Rigg und Handhabung

Eigner konnten sich für ein Bermudian-Slup- oder Ketsch-Rigg entscheiden, gelegentlich tauchte auch ein Gaffelslup auf, aber das prägende Merkmal war ein kleines Rigg in Verbindung mit einem großen Motor – eine Konfiguration, die zeigt, wo die Prioritäten des Entwurfs lagen. Ein Segelplan von 374 Quadratfuß bei einem Boot dieser Verdrängung führt zu einem moderaten Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis, weshalb die Watson 31.5 nie als Leichtwindsegler konzipiert wurde. Die Ketsch-Option verteilt die Segelfläche besser und erleichtert das Handling mit kleiner Crew, während die großzügige Breite und die Langkiel-Konfiguration eher zur Kursstabilität beitragen als zu schnellen Wendemanövern. (1)

Unterbringung

Unter Deck war die Watson 31.5 mit verschiedenen Innenraumaufteilungen konzipiert, wobei vier bis fünf Kojen als Standard sie fest im Bereich der Familien-Fahrtenyachten positionierten. Die genaue Aufteilung variierte von Boot zu Boot, da Colvic Rümpfe und Decks in unterschiedlichen Fertigungsstadien an Amateur-Ausbauer und Werften verkaufte, was einen Teil der Unterschiede bei den gemeldeten Innenausbauten und Holzarbeiten erklärt. Konstant blieb die Ausstattung für eine kleine Crew, die auf einer Küsten- oder Hochseereise an Bord leben kann, ohne dass Sofakojen in provisorische Kojen umgebaut werden müssen.

Bekannte Schwachstellen

Die wichtigste Einschränkung ist, dass die Qualität zwischen den einzelnen Booten stark schwankte, obwohl die Rümpfe strukturell solide waren. Ein Käufer oder Gutachter darf nicht davon ausgehen, dass ein gut erhaltenes Exemplar den Standard darstellt, da die Semi-Kit-Produktion von Colvic dazu führte, dass die Arbeiten am Rumpf von professionell bis grob variierten. Der unterschiedliche Ausbau und Zustand sind eher eine bekannte Eigenschaft als eine Ausnahme. (1)

Das Fazit

Die Colvic Watson 31.5 ist ein ehrlicher, schwerer Motorsegler für Segler, die einen soliden Rumpf und einen großen Motor mehr schätzen als ein glänzendes Rigg. Sie belohnt einen Eigner, der bereit ist, jedes einzelne Boot nach seinen eigenen Vorzügen zu beurteilen, denn das Nameplate garantiert den Rumpf, aber nicht die Verarbeitung.

Vorteile

  • Strukturell gesunde Rümpfe aus einer robusten Motorsegler-Linie
  • Mehrere Rigg-Optionen, darunter Ketsch und gelegentlich Gaffel
  • Vier bis fünf Kojen als Standard in einem 31,5-Fuß-Rumpf
  • Große Verdrängung und Eisenballast für ein angenehmes Seeverhalten

Nachteile

  • Die Bauqualität variierte zwischen den einzelnen Booten stark
  • Der kleine Rigg im Verhältnis zur Verdrängung schränkt die Leichtwindleistung ein
  • Die Herkunft aus dem Semi-Kit-Bau bedeutet, dass sich die Innenausstattungen in der Ausführung stark unterscheiden

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