Design und Konstruktion
Die Watson 31.5 trägt die vollen, hohen Vorsteven und das Kanuheck, die sie als traditionellen Motorsegler kennzeichnen. Die Rümpfe selbst waren sehr solide, obwohl die Gesamtbauleistung innerhalb der Modellreihe stark schwankte. Colvic Craft baute diese Boote als schwere GFK-Rümpfe und -Decks, die in unterschiedlichen Fertigungsstadien verkauft wurden. Die Watson-Reihe teilte ein robustes Charakteristikum als Motorsegler, das Eignern entsprach, die strukturelle Ehrlichkeit über Feinheiten stellten. Mit einer Verdrängung von 18.300 Pfund und 6.000 Pfund Eisenballast liegt die 31.5 im schweren Bereich des Fahrtenyacht-Spektrums. (1)
Rigg und Handhabung
Eigner konnten sich für ein Bermudian-Slup- oder Ketsch-Rigg entscheiden, gelegentlich tauchte auch ein Gaffelslup auf, aber das prägende Merkmal war ein kleines Rigg in Verbindung mit einem großen Motor – eine Konfiguration, die zeigt, wo die Prioritäten des Entwurfs lagen. Ein Segelplan von 374 Quadratfuß bei einem Boot dieser Verdrängung führt zu einem moderaten Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis, weshalb die Watson 31.5 nie als Leichtwindsegler konzipiert wurde. Die Ketsch-Option verteilt die Segelfläche besser und erleichtert das Handling mit kleiner Crew, während die großzügige Breite und die Langkiel-Konfiguration eher zur Kursstabilität beitragen als zu schnellen Wendemanövern. (1)
Unterbringung
Unter Deck war die Watson 31.5 mit verschiedenen Innenraumaufteilungen konzipiert, wobei vier bis fünf Kojen als Standard sie fest im Bereich der Familien-Fahrtenyachten positionierten. Die genaue Aufteilung variierte von Boot zu Boot, da Colvic Rümpfe und Decks in unterschiedlichen Fertigungsstadien an Amateur-Ausbauer und Werften verkaufte, was einen Teil der Unterschiede bei den gemeldeten Innenausbauten und Holzarbeiten erklärt. Konstant blieb die Ausstattung für eine kleine Crew, die auf einer Küsten- oder Hochseereise an Bord leben kann, ohne dass Sofakojen in provisorische Kojen umgebaut werden müssen.
Bekannte Schwachstellen
Die wichtigste Einschränkung ist, dass die Qualität zwischen den einzelnen Booten stark schwankte, obwohl die Rümpfe strukturell solide waren. Ein Käufer oder Gutachter darf nicht davon ausgehen, dass ein gut erhaltenes Exemplar den Standard darstellt, da die Semi-Kit-Produktion von Colvic dazu führte, dass die Arbeiten am Rumpf von professionell bis grob variierten. Der unterschiedliche Ausbau und Zustand sind eher eine bekannte Eigenschaft als eine Ausnahme. (1)
Das Fazit
Die Colvic Watson 31.5 ist ein ehrlicher, schwerer Motorsegler für Segler, die einen soliden Rumpf und einen großen Motor mehr schätzen als ein glänzendes Rigg. Sie belohnt einen Eigner, der bereit ist, jedes einzelne Boot nach seinen eigenen Vorzügen zu beurteilen, denn das Nameplate garantiert den Rumpf, aber nicht die Verarbeitung.
Vorteile
- Strukturell gesunde Rümpfe aus einer robusten Motorsegler-Linie
- Mehrere Rigg-Optionen, darunter Ketsch und gelegentlich Gaffel
- Vier bis fünf Kojen als Standard in einem 31,5-Fuß-Rumpf
- Große Verdrängung und Eisenballast für ein angenehmes Seeverhalten
Nachteile
- Die Bauqualität variierte zwischen den einzelnen Booten stark
- Der kleine Rigg im Verhältnis zur Verdrängung schränkt die Leichtwindleistung ein
- Die Herkunft aus dem Semi-Kit-Bau bedeutet, dass sich die Innenausstattungen in der Ausführung stark unterscheiden






