Design und Konstruktion
Die 57 wurde entweder aus bakelisiertem Sperrholz auf Spanten oder aus Polyester-GFK gebaut. Die GFK-Version war äußerst erfolgreich, doch das Holz wurde weiterhin verwendet, da es die Produktionskosten niedrig hielt. Holzboote haben abnehmbare Deflektoren; Boote mit Kunststoffrumpf haben sie integriert. Der Rumpf ist ein GFK-Holz-Komposit mit massivem Kern und einem Kompositdeck, einem Schwertkiel, einem Mindesttiefgang von 0,4 Fuß, einem Maximaltiefgang von 3,61 Fuß, einer Länge über alles von 16,24 Fuß, einer Breite von 3,84 Fuß und einer Verdrängung von 353 Pfund. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 49,65 und das Kenterungsverhältnis bei 2,17.
Rigg und Handhabung
Cornu stattete die 57 mit einem 7/8-Slup-Rigg aus, das im Basismodell mit Spinnaker und in allen Farben mit Tergal-Segeln ausgestattet war. Klassische Rezensionen bezeichnen sie als sportliches Regattasegelboot mit großzügigem Segelplan, und ein Bericht besagt, dass es unter Segeln viel lebendiger ist als eine nicht benötigte Zef-Anker. Die Werft schrieb ihr bei Regatten Schnelligkeit und Manövrierfähigkeit ohne außergewöhnliche körperliche Anforderungen zu, während sie sich für Familienausflüge komfortabel zeigte. Ein Redakteur beschrieb sie als gezähmtes Modell für Familienregatten, kürzer und mit leichteren Segeln ausgestattet als sein Vorgänger, der Ahnherr der 505. (1)
Unterbringung und Nutzung
Die 57 wurde für Tagestouren und Familienausflüge konzipiert, nicht für Übernachtungen auf See. Ihr geringes Gewicht und ihre kompakte Größe erleichtern das Trailern, und die offene Plicht mit den integrierten Auftriebstanks eignet sich hervorragend für engagierte Gewässer. Der Tiefgangsbereich des Schwerts erleichtert das Anlanden am Strand und sorgt beim Absinken auch am Wind für guten Schutz.
Bekannte Schwachstellen
Die 57 wurde ursprünglich nicht für den Motorbetrieb konzipiert; ein Kritiker jener Zeit war bei einem begehbaren Exemplar überrascht, da die Installation von Anfang an nicht geplant war. Jeder Motor auf einem bestimmten Rumpf ist das Ergebnis eines späteren Refits.
Refits und Eignerschaft
Kurz nach der Indienststellung wurde die Segelfläche von 13,30 m² auf 14,45 m² vergrößert. Durch die geteilte Bauweise konnten sich Eigner für kostengünstigeres Holz mit abnehmbaren Deflektoren oder GFK mit integrierten Deflektoren entscheiden. Das kostenlose Segel in einer farbigen Variante und der Standard-Spinnaker deuten auf erschwinglichen Familienregattasport statt auf die Starrheit eines Einheitsklassen-Riggs hin.
Das Fazit
Die Caneton 57 ist eine durchdachte kleine Jolle: Cornu fügte Auftriebstanks hinzu und öffnete das Cockpit, was zu einem stabilen, trailerbaren und schnellen Boot führte, das sich hervorragend für das Segeln mit der Familie und leichte Regatten eignet.
Vorteile
- Hervorragende Stabilität und gute Leistung am Wind für eine Fünf-Meter-Jolle
- Mit 160 kg trailerbar und bietet genügend Platz für Familiencrew
- Wasserdichte Seitenschwimmerkörper und kein Achterdeck vereinfachen die Handhabung
- Lebhaft, aber gutmütig; schnell bei Regatten ohne extremen sportlichen Aufwand
Nachteile
- Nicht ursprünglich für einen Motor ausgelegt; jede nachträgliche Motorisierung ist ein nicht-serienmäßiges Refit
- Holz- und GFK-Versionen unterscheiden sich in der Integration des Deflektors








