Design und Konstruktion
Bristol Yachts baute die 41.1 als extrem robust konstruierte Yacht mit hervorragender Holzausführung und einem durchdachten Layout. Sie kombiniert eine Wasserlinie von 33 Fuß 4 Zoll mit einer Breite von 12 Fuß 11 Zoll und einer Verdrängung von 26.530 Pfund. Die Kiel-Schwert-Konfiguration sorgt für einen Tiefgang von 10 Fuß bei abgesenktem Schwert und einen geringen Tiefgang von 4 Fuß 6 Zoll bei aufgeholtem Schwert – eine Vielseitigkeit, die es dem Boot ermöglicht, flache Reviere wie die Bahamas zu erkunden, während es mit abgesenktem Schwert hervorragende Am-Wind-Eigenschaften zeigt. Die meisten Exemplare verließen die Form als Mittelcockpit-Yachten, wobei auch ein selteneres Layout mit Achtercockpit gebaut wurde. (1)
Rigg und Segelplan
Als Masttoppslup trägt die 41.1 eine 45-Fuß-Großschot und ein 53-Fuß-Vorsegeldreieck, mit einer Standard-100-Prozent-Fock von etwa 430 Quadratfuß und einer 130-Prozent-Genua von fast 571 Quadratfuß; eine größere 150-Prozent-Genua-Option geht über 666 Quadratfuß hinaus. Der für den Entwurf dokumentierte Segelsatz umfasst auch ein asymmetrisches Großsegel von 1.174 Quadratfuß und einen vollen Spinnaker von 1.360 Quadratfuß sowie eine Sturmfock von 140 Quadratfuß – ein Bereich, der zeigt, dass das Boot sowohl für Hochseepassagen als auch für das Segeln mit leichtem Wind und Spinnaker ausgelegt ist. Das Masttopprigg und die großzügige Genua-Überlappung passen zu einem schweren Verdrängerrumpf, der Segelfläche vor reinen Polaren bevorzugt. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Die 41.1 besticht durch hervorragende Holzarbeiten und eine durchdachte Aufteilung. Die Mittelcockpit-Anordnung war aus gutem Grund die vorherrschende Werftwahl bei einer 41-Fuß-Fahrtenyacht – sie platziert den Steuermann mittschiffs mit geschützten Sichtlinien und schafft im Achterschiff Platz für eine separate Eignerkabine. Die seltener gewordene Version mit Achtercockpit tauscht diese Trennung gegen einen konventionelleren Decksverlauf ein. In beiden Fällen wurde das Design eher als ernsthafter Liveaboard-Fahrtenkreuzer denn als Wochenend-Regattaboot betrachtet.
Refits und Eignerschaft
Da die Produktion von 1981 bis etwa 1994 lief, reicht das Alter der überlebenden 41.1s von den frühen bis zu den späten Modelljahren. Der extrem solide gebaute Rumpf und die feinen Holzarbeiten machen sie zu idealen Kandidaten für ein weiteres Refit statt für den Ausbau. Der Schwertkasten und die massive Bauweise sind die entscheidenden Punkte für die langfristige Eignerschaft: Der Schwertkasten erfordert sorgfältige Wartung an der Schwertschlaufe und den Dichtungen, während die solide Bauweise mit sorgfältiger Pflege des Lackierers und der Holzarbeiten belohnt.
Das Fazit
Die Bristol 41.1 ist eine gut durchdachte Hood-Fahrtenyacht mit ausreichend Ballast und Breite für das Seeverhalten, und die Schwertversion ist ein echtes Boot für Küste und Inseln. Die geringe Stückzahl und die Schließung der Werft bedeuten, dass jeder Kauf eher auf die kontinuierliche Pflege des Eigners als auf Werftunterstützung setzt.
Vorteile
- Der Tiefgangsbereich des Kiels mit Schwert eignet sich sowohl für Blauwasser- als auch für Flachwasserreviere
- Sehr solide gebauter Rumpf mit hervorragender Holzqualität
- Das Mittelcockpit-Layout isoliert die Eignerkabine achtern
Nachteile
- Seltenere Exemplare mit Achtercockpit begrenzen die Auswahl für Käufer
- Geringe Produktionszahlen bedeuten eine knappe Verfügbarkeit von Ersatzteilen aus der Werftzeit









