Design und Konstruktion
Die First 14 ist um einen leichten, modernen, breiten und flachen Gleitrumpf mit einem Wave-Piercing-Bug und einer surfboardartigen Form mit scharfen Linien gebaut. Beneteau beschreibt einen breiten und stabilen Rumpf, und die Konstruktion nutzt eine hochwertige Vakuuminfusionssandwichtechnologie mit massivem GFK. Es sind zwei Schwertkästen installiert; das Steckschwert lässt sich beim Einhandsegeln in den hinteren Kasten und beim Segeln zu zweit in den vorderen Kasten gleiten, was es dem Segler ermöglicht, das Segelverhältnis an Wind und Crew anzupassen, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Das flache Bänkendesign bedeutet, dass das Boot kopfüber gedreht und so transportiert werden kann, und bei 140 Pfund ist es leicht genug, um auf dem Autodach zu liegen. In einem Artikel für Sailing World fanden die Juroren den Rumpf mit einer oder zwei Personen an Bord lebendig, und Breite sowie Volumen verleihen dem Boot viel Stabilität. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist ein 7/8-Slup mit einem für den Transport geteilten Aluminiummast und einer Aluminium-Gesamtbesegelung, obwohl das getestete Boot ein zweiteiliges, verstagtes Carbon-Rigg mit einer geforkten Lümmelbeschlagung zeigte, wodurch sich der Baum drehen lässt. Das Boot ist mit einem Segelgarderoben-Set von drei Segeln ausgestattet: einem großen Square-Top-Großsegel, einer Rollfock mit Selbstwendefunktion an einer einzigen, auf einer geschwungenen Vordecks-Schiene geführten Schot und einem Spinnaker mit hoher Streckung, der über ein Einleinen-System gesetzt und eingeholt wird, das das Segel in einer im Boden montierten Tasche (Sock) hält. Ein höherer Baum und das Fehlen eines Trapezes halten die Plicht frei, und die Ruderantwort ist dank der schmalen Anhänge und des Square-Top-Großsegels extrem direkt. Ein Einhandsegler kann das Boot nur mit Großsegel segeln; ideal auf zwei Personen ausgelegt ist es, wenn der volle Segelplan für ein aufregendes Gefühl sorgt. Auf dem Wasser hebt sich der Bug beim Gleiten schnell an, und der Spiegel zeigt einen sauberen, schnellen Strömungsabriss. (2)
Unterbringung und Cockpit
Dies ist eine offene Jolle, kein Kajütboot, aber das Cockpit ist der Bereich, in dem sich der Entwurf seine Versprechen für Einsteiger erfüllt. Die geräumige, offene Plicht ist frei von verhedderten Leinen, mit vereinfachten Steuerleinen und einer ergonomischen Aufteilung, die die Tester von Sailing World als aufgeräumt und komfortabel beschrieben haben. Es gibt Auftriebshilfen, um ein kombiniertes Crewgewicht von 500 Pfund zu unterstützen, und das Boot sorgt für ausreichend Schwung beim Ausreiten, ohne dass ein Trapez erforderlich ist. Abnehmbare Räder ermöglichen es dem Segler, entlegene Ufer zu erkunden und über Land zurückzukehren, anstatt gegen den Wind zum Ausgangspunkt zurückzusegeln.
Eignerschaft und Refits
Beneteau positioniert die First 14 als pflegeleichtes Boot dank wartungsarmen Decksbeschlags, Dakron-Segeln und einem einfachen Rigg. Das Gennaker-Schnuffersystem und die Rollfock machen Segelwechsel unterwegs unkompliziert, und der geteilte Mast mit einer Takelage, die im Rumpf verstaut werden kann, sorgt für einfaches Trailern und Winterlager. Die CE-Zertifizierung ist D2, was dem Charakter einer Binnenjolle entspricht.
Das Fazit
Die First 14 ist ein echter Einstieg in das moderne Gleiten auf einer Jolle. Sie entlastet von den vielen Leinen und dem Trapez-Arbeit, die Neueinsteiger abschrecken, und bietet gleichzeitig das agile, schnelle Gefühl eines modernen Entwurfs. Der Rumpf von Manuard und das von Seascape gebaute Paket machen das Boot nicht nur zu segeln, sondern auch zu pflegen und zu besitzen.
Vorteile
- Leichter, breiter, flacher Gleitrumpf mit Wave-Piercing-Bug und hoher Stabilität
- Selbstwendefock und Einleinen-Spinnakersystem halten die Plicht frei
- Auf dem Dach oder im umgedrehten Zustand transportierbar; das Gewicht von nur 63 kg erleichtert den Umgang
- Kein Trapez erforderlich; ideal für Einhand- oder Zweihandbedienung
Nachteile
- Eingeschränkt auf den Binnenbereich mit der D2-Zertifizierung und nur Jollengrößen an Kabinenaufteilung
- Square-top-Großsegel und schmale Anhänge erfordern trotz Einfachheit eine aufmerksame Hand am Ruder




