Design und Charakter
Das Boot wurde als leistungsstarke technische Jolle positioniert, und die Klasse entwickelte sich schnell zu einem wettbewerbsfähigen Regattafeld. In den frühen 1980er Jahren trat die Force 5 bei regionalen, nationalen und internationalen Veranstaltungen an, darunter eine jährliche Weltmeisterschaft. Um diese Regattakultur zu fördern, wurde 1986 ein eigener Klassenverein gegründet. Der Rumpf selbst ist ein 140 Pfund schwerer GFK-Einrumpfer mit Steckschwert, einer Breite von 4 Fuß 11 Zoll und einer Segelfläche von 91 Quadratfuß auf einem Catrigg – Maße, die das Boot eher zu den lebendigen Einhand-Gleitbooten als zu träge Binnenseglern zählten. (1)
Konstruktion und Baugeschichte
Eigner beschreiben den Rumpf als flachbödig mit einem eher gerundeten Unterwasserschiff als mit einem flachen V, eine Form, die zum charakteristischen Verhalten des Bootes auf dem Wasser beiträgt. Die ursprüngliche Produktion von AMF Alcort ging durch eine Firmenübernahme, bei der Alcort 1988 an Pearson Yachts fiel; Pearson erwarb anschließend die Rechte am Laser und stellte die Produktion von Force 5 ein. Das Mutterunternehmen ging 1991 bankrott und verkaufte seine Entwürfe an Sunfish Laser Inc. Die Klasse wollte das Boot nicht sterben lassen und suchte einen neuen Werftbetreiber. 1993 wurde Brian Weeks von Weeks Yacht Yard angesprochen, um die Rechte und Teile zu übernehmen. Anfang 1994 besaß seine Werft die Marke und den Vertrieb der Ausrüstung. Weeks Yacht Yard verfeinerte daraufhin die GFK-Konstruktion und baute spätere Boote steifer, stabiler und leichter als die Originale, während sie weiterhin Flotten im ganzen Land, in der Karibik und darüber hinaus versorgte. (2)
Rigg und Handhabung
Alle Segelbedienungen liegen dem Segler im Sitzen buchstäblich auf der Hand, was das Boot für eine feinfühlige Einhand-Tuning-Einstellung prädestiniert. Es gibt eine Option als Short-Rig, bei der nicht wie bei einigen Einheitsklassen Mast und Baum ausgetauscht werden müssen; der Segler setzt einfach einen Mastkopf auf die vorhandene Mastmitte. Das Short-Rig-Segel hat eine volle Fußsohle und eine großzügige Roche, die von einer oberen Saling gehalten wird, und nutzt dieselbe Vorbiegung des Vorlieks (Luff-Sleeve) wie das Standardrigg. Dies ergibt eine stabile, leistungsstarke Konfiguration, die den nutzbaren Windbereich des Bootes erweitert. (1)
Unterbringung und Nutzung
Es gibt kaum Kabinen oder Kojen – die Force 5 ist ein Daysailer und Regattaboot, kein Fahrtenkreuzer. Ihr Reiz liegt im Gefühl eines großen Bootes auf einem 13-Fuß-Rumpf: volle Kontrolle aus der Ausreitposition, ein direktes Steckschwert für das Erkunden von Flachwasserrevieren mit einem minimalen Tiefgang von nur 0,25 Fuß und ein gleitfreundliches Catrigg mit 8,4 Quadratmetern Segelfläche für hervorragende Leistung am Wind.
Bekannte Schwachstellen
Derselbe Rumpfbereich, der der Force 5 ihre schnellen Reaktionen verleiht, macht sie auf raumen Kursen auch unruhig. Eigner berichten, dass das Boot instabil und ständig wankt – ein Charakteristikum, das direkt aus der Rumpfform resultiert und nicht durch Verschleiß oder mangelnde Wartung bedingt ist. Diese Lebendigkeit wird beim Kentern ernst: Die Jolle ist unbeständig und nach einer Kenterung schwer wieder aufzurichten, da sie dazu neigt, sich weiter zur Gegenseite hin umzudrehen. Wer also bei Wind allein segelt, benötigt eine gut eingeübte Technik. (2)
Das Fazit
Die Force 5 ist eine speziell für Regatten gebaute Einheitsklasse mit einer langen, erfolgreichen Geschichte und einer Werft, die auch Jahrzehnte nach dem Bau der ersten Rümpfe noch Ersatzteile liefert. Sie belohnt einen aktiven Segler mit präziser Kontrolle und einer stabilen Option als Short-Rig, aber ihr Knickspant-Rumpf ist ehrlich gesagt sehr kippelig und lässt sich nach einem Kentern nur schwer wieder aufrichten.
Vorteile
- Große, aktive Klasse mit weltweiter Ersatzteilunterstützung durch Weeks Yacht Yard
- Präzise Segelkontrolle durch die Finger von der sitzenden Position aus
- Das Short-Rig-Upgrade nutzt den vorhandenen Mast und Baum wiederverwendbar
- Die verbesserte Konstruktion von Weeks Yacht Yard macht die Boote steifer, robuster und leichter (1)
Nachteile
- Instabil und laut Eignerberichten ständig im Schlingern
- Schwierig aufzurichten nach einem Kentern; kippt zur anderen Seite (2)






