Design und Konstruktion
Die Balboa 24 ist überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut, ihr Rumpf ist ein massives Laminat mit einem geneigten Vorsteven und einem senkrechten Spiegel. Das am Spiegel aufgehängte Ruder wird über eine Pinne gesteuert – eine unkomplizierte Anordnung, die die Steueranlage frei zugänglich und wartungsfreundlich hält. Im Inneren ist die Kabine mit Teakholz ausgestattet und gewinnt an Stehhöhe durch ein Hubdach (Pop-top). Dies war eine typische Lösung jener Zeit, die es einem kleinen trailerbaren Boot ermöglichte, vor Anker ohne festen Kajütaufbau zu atmen. Der feste Flossenkiel mit geringem Tiefgang und die moderate Wasserlinie von 20 Fuß halten die benetzte Fläche für das Trailern überschaubar klein. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 34,6 Prozent spiegelt den Regatta-Charakter des Entwurfs wider. (1)
Rigg und Handhabung
Das Standardboot ist mit einem 7/8-Slup-Rigg auf eloxierten Aluminiumspieren ausgestattet, obwohl auch ein Masttopprigg als Option angeboten wurde. Richard Sherwood bemerkte, dass zwei Riggs verfügbar waren – das erste mit einem 26,5-Fuß-Mast und eine höhere Version mit einem 28-Fuß-Mast, der zusätzliche 200 Pfund Ballast trug – und befand das höhere Rigg als besseres für Regatten. Auf dem Regattabahn hat das Design einen Portsmouth Yardstick DP-N von 99,0 und einen PHRF von 186, und es wird mit einer zweiköpfigen Crew gesegelt. Diese Handicaps und die kleine Crew beschreiben ein Boot, das für den Einsatz mit kleiner Besatzung und für harte Segel ohne großen Inventarbedarf konzipiert ist. (1)
Unterbringung
Unter Deck finden fünf Personen Schlafplätze: eine Doppel-V-Koje im Bugkajüte, eine gerade Sitzecke im Salon und eine Achterkoje auf der Backbordseite. Die Pantry befindet sich auf der Steuerbordseite direkt vor dem Niedergang und ist als L-förmiger Raum mit einem zweiflammigen Spirituskocher, einer Kühlbox und einer Spüle ausgestattet. Die Nasszelle liegt direkt achtern der Bugkabine auf der Steuerbordseite, wodurch die feuchten Funktionen an einer Seite des Rumpfes konzentriert sind. Der Teak-Innenausbau und das Hubdach verleihen dem kleinen Boot ein wärmeres, offeneres Gefühl, als es die reine Länge vermuten lässt, und die Anzahl von fünf Kojen ist großzügig bemessen für ein Boot unter 24 Fuß.
Bekannte Schwachstellen
Das am Spiegel aufgehängte Ruder und die Pinne erfordern eine Inspektion der Fingerlinge und Ruderbeschläge auf Verschleiß. Ein Hubdach muss zudem auf Verschleiß der Dichtungen überprüft werden, um Wassereinbruch auszuschließen. Das optionale Masttopp-Rigg und die beiden verfügbaren Masthöhen bedeuten, dass das Rigg eines Gebrauchtbootes im Vergleich zur Ballastkonfiguration bestätigt werden sollte, da das zusätzliche Ballastgewicht von 200 Pfund des höheren Riggs mit dem 28-Fuß-Mast kombiniert war.
Refits und Unterhalt
Da das Boot standardmäßig mit einem Außenborder ausgestattet ist, entfällt bei der Balboa 24 jeglicher Innenborderschacht; für Hafenmanöver und Anlanden reicht ein kleiner Außenborder. Das vereinfacht den Unterhalt erheblich: Kein Wellenschutzrohr, keine Stopfbuchse und kein Diesel, der überwintert werden muss. Die Trailerbarkeit und die einfache Pinne halten die Kosten für Slippen und Winterlagerung niedrig. Ein neuer Alkoholherd, eine aufklappbare Plicht und Teakholz-Verzierungen sind typische Punkte für ein Refit älterer Exemplare.
Das Fazit
Die Balboa 24 ist eine aufgeräumte, leichte, trailerbare Regatta-/Fahrtenyacht, die bei der Wohnlichkeit über ihre Länge hinausragt und dennoch einfach im Unterhalt ist. Die Doppel-Rigg-Option und der flache Flossenkiel machen sie anpassungsfähig, während der Außenborder-Antrieb und die Pinne das Wartungsmaß halten.
Vorteile
- Schlafplätze für fünf Personen in einem trailerbaren Rumpf von 23 Fuß 7 Zoll mit Pop-up-Dach für zusätzliche Luft im Salon
- Zwei Rigg-Optionen, wobei die höhere Version mit 28-Fuß-Mast je nach Einschätzung besser für Regatten geeignet ist
- Einbaumaschine und am Spiegel aufgehängtes Pinnenruder vereinfachen den Unterhalt und das Trailern
Nachteile
- Das am Spiegel aufgehängte Ruder und das Hubdach erfordern regelmäßige Inspektionen bezüglich Verschleiß und Dichtung
- Das optionale Masttopp-Rigg und die zwei Masthöhen bedeuten, dass das Verhältnis von Rigg und Ballast bei jedem Exemplar überprüft werden muss








