Design und Konstruktion
Das Boot ist überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut, und die damaligen Tester befanden es zudem als gut verarbeitet. Die Handschrift von Hake zeigt sich im niedrigen Freibord und dem spritzigen Deckssprung, die der 24 ein schlankes und seetüchtiges Aussehen verleihen, statt des platten Profils vieler kleinerer Fahrtenyachten jener Ära. Die Kombination aus Kielstummel und Schwert ist die strukturelle Entsprechung ihrer Aufgabe als Fahrtenyacht: Ein minimales Tiefgang von 2 Fuß bei aufgeholtem Schwert, das sich beim Absenken auf 3,5 Fuß vergrößert, bei einer Breite von 8 Fuß und einer Verdrängung von 3.100 Pfund mit 1.100 Pfund Bleiballast. Dieses Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 35 Prozent, das bei einer Wasserlinienlänge von 22 Fuß innerhalb einer Länge über alles von 24 Fuß liegt, sorgt dafür, dass sich dieser tragbare Rumpf verhalten kann wie ein stabileres Kielboot, als es seine Größe vermuten lässt.
Rigg und Handhabung
Ihr Rigg ist ein 7/8-Slup mit Bermudaplan, wobei der Mast 32 Fuß über der Wasserlinie steht und eine Segelfläche von 258 Quadratfuß einen Rumpf antreibt, dessen theoretische Geschwindigkeit bei rund 6,3 Knoten liegt. Das Segelgarderobe reicht von einer Arbeitsfock über eine Sturmfock bis hin zu einer 150-prozentigen Genua. Tester stellten den großzügigen Segelplan und die lange Wasserlinie für ihre Größe als Quelle ihres Leistungspotenzials fest. Auf dem Schwimmrevier weist sie einen PHRF-Durchschnitt von 261 auf – ein Wert, der sie unter den langsamer eingestuften kleinen Fahrtenyachten platziert, aber im Einklang mit einem Boot steht, das eher für das Trailern als für Clubregatten optimiert ist. Das am Spiegel gesteuerte Ruder und der geringe Tiefgang bei aufgeholtem Schwert machen sie zu einem einfach zu handhabenden Boot bei engen Start- und Landesituationen. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Seaward 24 Schlafplätze für fünf Personen. Eine Doppel-V-Koje nimmt den Bugbereich ein, eine gerade Sofakoje dient als Kajütkoje im Salon und eine umbaubare Doppelkoje befindet sich an Backbord. Die Pantry liegt an Backbord direkt vor der Niedergangstreppe und ist mit einem zweiflammigen Herd, einer Kühlbox und einer Spüle ausgestattet; ein Kühlschrank wurde optional angeboten. Der von den Testern begutachtete Aufteilungsplan zeigte zudem einen kardanisch aufgehängten Herd mit Ofen und Platz für einen Kühlschrank. Die Nasszelle befindet sich direkt achtern des Bugbereichs an Steuerbord – diese Aufteilung hält den feuchten Stauraum nahe am Vordeck und fern von den Haupt-Schlafbereichen. Für ein 24-Fuß-Boot sind die fünf Schlafplätze und die gut definierte Pantry eher eine bewusste Aussage für das Fahrtensegeln als ein Kompromiss für Wochenendtörns.
Das Fazit
Die Seaward 24 ist eine gut durchdachte kleine Fahrtenyacht, die die Regattageschwindigkeit gegen die Freiheit eines trailerbaren Flachkiels und ein echtes Innenraumkonzept für fünf Personen eintauscht. Die konstruktive Disziplin von Hake verleiht ihr ein markantes Profil und ein stabiles Ballastverhalten, während das Schwert-Kiel-Design der praktische Schlüssel zu ihrem doppelten Leben auf dem Wasser und auf der Straße ist.
Vorteile
- Kielstub mit aufholbarem Schwert für flache Gewässer und den Transport auf dem Trailer
- Schlafplätze für fünf Personen mit einer gut ausgestatteten Pantry und Nasszelle in einem 24-Fuß-Rumpf
- Niedriges Freibord und der spritzige Deckssprung verleihen ein sportliches, maritimes Aussehen
- Bleiballast bei 35 Prozent der Verdrängung sorgt für Stabilität des kleinen Rumpfes
Nachteile
- Die PHRF 261 stuft sie als langsam gegenüber reinen Regatta-/Fahrtenyachten ein
- Angetrieben wird über einen Außenborder







