Design und Konstruktion
Die interne Entwicklung der 9.50 durch Cattadori basierte direkt auf den Modellen A11 und 12.70. Das Ergebnis ist ein Rumpf, der als besonders seetüchtig beschrieben wird und auch mit kleiner Crew problemlos mittlere bis starke Windbedingungen meistert. Das Unterwasserprofil zeigt eine wunderschöne Form eines Halblangkiels, der 1.650 Kilogramm Bleiballast trägt. Das Deck war mit dem Rumpf über eine abgerundete Kiel-Rumpf-Verbindung verbunden, die eine starke und langlebige Abdichtung schafft. Zeitgenössische Gutachten bewerten das Boot als von hoher Qualität, gut ausbalanciert und ästhetisch makellos. Die Püttinge der Werft wurden so konstruiert, dass sie das gesamte Gewicht des Bootes tragen können, und keines hat jemals versagt. Die Innenschalen haben bei vielen Exemplaren hervorragend gehalten, und die eloxierten Aluminium-Decksbeschläge – Leitbleche, Klampen und Ähnliches – wurden wie Skulpturen geformt und für die Ewigkeit gebaut. Mit einer Verdrängung von 9.800 Pfund und einer Breite von knapp zehn Fuß wirkt die 9.50 eher wie eine kompakte, schwer gebaute Fahrtenyacht für Küste und Offshore als wie ein leichter Regattaboot. (1)
Rigg und Handhabung
Der Aluminiummast ist solide gebaut, mit einer einzelnen Saling und an Deck gesteppt – ein Detail, das der Konstrukteur ohne Begeisterung akzeptierte. Das Ruder sitzt auf einem Skeg in einer halbbalancierten Konfiguration, und das Verhalten des Bootes unter Segeln erklärt einen Großteil seines Rufs. Der Konstrukteur lobte sie als seetüchtig und schnell und bemerkte, dass sie sich selbst steuert – man kann sie ausbalancieren und unter Deck gehen, um eine Tasse Kaffee zu machen, während sie ihren Kurs hält. Sie segelt auch bei rauer See sehr gut und bleibt gut ausbalanciert, wenn man die Segel verkleinert; sie gleitet sanft durch die Wellen mit leichtem Ruderdruck. Mit 389 Quadratfuß Segelfläche auf dem Masttoppslup-Rigg und einem Tiefgang von 6 Fuß 1 Zoll ist sie im kleineren Crewbetrieb zwar anspruchsvoll, aber grundlegend gutmütig.
Unterbringung
Unter Deck ist die 9.50 ein Boot mit fünf Kojen, dessen Innenraumaufteilung der Konstrukteur als „super klassisch“, gut proportioniert, komfortabel und einen angenehmen Raum beschrieb. Die Innenschalen haben bei vielen Rümpfen bemerkenswert gut gehalten, was den Ruf des Bootes als extrem solide gebaut unterstreicht. Fast alle sind sicherlich noch auf dem Wasser – ein Beweis sowohl für die Bauqualität als auch für die Zuneigung, die sie hervorrufen. Die Wasserkapazität von 53 Gallonen und der Dieselbehälter von 26 Gallonen ermöglichen ausgedehnte Törns für ein Boot dieser Größe, kombiniert mit einem einzelnen 28-PS-Farymann-Diesel.
Bekannte Schwachstellen
Die 9.50 hat keine Probleme mit Osmose, und viele Boote sind nach Jahrzehnten auf dem Wasser noch immer intakt. Ein Versagen der Püttinge ist nicht zu befürchten – die Beschläge wurden so konstruiert, dass sie das volle Gewicht des Bootes tragen können, und bisher hat sich keines gelöst. Die einzige strukturelle Einschränkung, die erwähnt werden sollte, ist der an Deck stehende Mast; der Konstrukteur fühlte sich persönlich sicherer bei einem Mast, der durch das Deck hindurchgeht, obwohl er zugab, dass es keinen technischen Grund gab, dagegen zu sein. Käufer und Eigner sollten lediglich bedenken, dass die Sicherheit des Riggs von der Mastspur und der umgebenden Struktur abhängt und nicht von einem durchgehenden Spant.
Das Fazit
Die Alpa 9.50 gilt als eines der prägendsten Werke von Alpa: eine kompakte, extrem solide gebaute Masttoppslup, die rauem Wasser mit leichter Ruderlage und einer Selbststeuerungsbalance trotzt, die nur wenige moderne Boote erreichen. Ihr Rumpf mit Halblangkiel, Bleiballast und der abgerundeten Rumpf-Deck-Verbindung haben eine langlebige, seetüchtige Fahrtenyacht hervorgebracht, die gut gealtert ist, während ihr klassischer Innenraum mit fünf Kojen ein komfortabler und dauerhafter Lebensraum bleibt. Sie ist ein Boot, das eine kleine Crew überallhin bringt, wohin ihre Größe es zulässt.
Vorteile
- Besonders seetüchtiger Rumpf, der sich bei mittlerem bis starkem Wind mit kleiner Crew bewährt hat
- Selbstruderndes, leichtgängiges Steuerverhalten; läuft stabil kursstabil, wenn richtig getrimmt
- Extrem gut gebaut; Püttinge und die Rumpf-Deck-Verbindung sind außergewöhnlich langlebig
- Keine Osmose; viele Boote schwimmen noch auf dem Wasser
- Klassischer, gut proportionierter Innenraum mit fünf Kojen und langlebigen Innenausbauten
Nachteile
- Der an Deck stehende Mast war der persönliche Kritikpunkt des Konstrukteurs
- Das bescheidene Rigg mit 389 Quadratfuß erfordert Arbeit durch die Crew, wenn es bei rauem Wetter gerefft wird











