Design und Konstruktion
Aloa Marine baute die 23 R in Frankreich aus Polyester, wobei sowohl Rumpf als auch Deck aus massivem GFK bestehen. Die gemessene Länge über alles beträgt 6,8 m bei einer Wasserlinienlänge von 6 m. Sie weist eine Breite von 2,48 m auf und hat einen Tiefgang von 1,20 m bei einem Flossenkiel und einem am Spiegel aufgehängten Ruder. Die Verdrängung liegt bei 1.200 kg mit 360 kg Eisenballast, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 30 Prozent entspricht, das im französischen Zertifikat mit 0,3 angegeben ist. Ein Eigner, der sich an französischen Registrierpapieren orientiert, gibt eine etwas längere Länge über alles von 7,25 m, eine Wasserlinie von 6,60 m und einen Tiefgang von 1,15 m an, doch die vom Hersteller veröffentlichten Maße bleiben die Standardreferenz. Die Klassifizierung der HN Group 8 ordnet sie zu den leistungsmäßig moderaten Küstenentwürfen ein. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Slup-Rigg trägt eine Segelfläche von 25,5 m², die sich fast gleichmäßig auf ein Großsegel von 12,7 m² und eine Genua von 12,8 m² verteilt. Mit einem Segelfläche-Gewichts-Verhältnis von 21 und einem Ballast- zu Segelfläche-Verhältnis von 14 beschreiben die Leistungsdaten ein Boot, das leicht auf den Beinen steht, ohne überzusegelt zu sein. Ein Außenborder mit 6 bis 8 PS liefert Hilfsdieselkraft. Das in der französischen Prüfung ermittelte ZV-Verhältnis von 14 spiegelt genau jenen Ausgleich aus Stabilität und Segelfläche wider, den auch die anderen Koeffizienten verdeutlichen.
Unterbringung
Unter Deck bietet die Aloa 23 R vier Kojen bei einer Stehhöhe von 1,5 m. Diese Höhe ist nach modernen Maßstäben gering und passt zu einem Boot, das für Wochenendtörns und das Segeln auf geschützten Gewässern konzipiert ist, weniger für das Leben mit voller Stehhöhe im Wohnbereich. Der kompakte Innenraum ist eine direkte Folge des 6,8 m langen Rumpfes und der CE-Zertifizierung als Küsten-Kategorie 3.
Das Fazit
Die Aloa 23 R ist eine ordentliche, französische Kleinkreuzer-Serie mit einer sauberen 7/8-Slup-Takelung und insgesamt 99 gebauten Rümpfen. Der Entwurf von Faroux ist durchdacht: geringe Verdrängung, moderater Ballast und ein kleiner, aber gut proportionierter Segelplan machen sie zu einem erschwinglichen Einstieg in das Küstensegeln. Die Unterschiede zwischen den veröffentlichten und von Eignern gemeldeten Abmessungen sind bei jedem Gutachten zu beachten, doch der wesentliche Charakter bleibt der einer einfachen, polyesterbeplankten Küsten-Slup.
Vorteile
- Leichter, leicht zu handhabender 7/8-Slup mit nahezu gleicher Großsegel- und Genuafläche
- Solide GFK-Konstruktion von einer bekannten französischen Werft
- Vier Kojen für eine Küsten-Fahrtenyacht der Kategorie 3
Nachteile
- Die Stehhöhe von 1,5 m begrenzt den Komfort unter Deck
- Kurze Produktionszeit und begrenzte Stückzahl
- Widersprüchliche Abmessungen zwischen Werft- und Eignerunterlagen







