Design und Konstruktion
Der Rumpf von Lombard ist ein Paradebeispiel für kontrollierte Volumina. Mit einer Länge über alles (LOA) und Wasserlinie von 40 Fuß sowie einer Breite von 14 Fuß 8 Zoll liegt die Akilaria an der Klassenbegrenzung für die Breite. Sie trägt einen Spiegel, der zu 93 Prozent der maximalen Breite entspricht – ein ungewöhnlich breites Heck, das zusammen mit Knickspanten achtern und ohne vordere Kimm unter der Konstruktionswasserlinie dem Boot seine charakteristische, gleitfreundliche Form verleiht. Der Eintrittswinkel des Decks beträgt ganze 26,5 Grad, und der Deckssprung ist eher elegant als rein funktional gestaltet. Unter der Haut besteht der Rumpf aus einem low-tech Balsaholzkern-Laminat, das im gesamten Bootsaufbau durch Infusion mit Vinylesterharz laminiert wurde. Das Deck hingegen ist mit PVC-Schaumkern und Hartholzeinlagen in hochbelasteten Bereichen auf der tunesischen Riviera von MC-TEC gebaut. Der Flossenkiel ist aus Stahl, und die Doppelruder hängen an massiven Edelstahlruderschäften. Die Ballastmenge beträgt 4.594 Pfund bei einer Verdrängung von 10.628 Pfund – ein Verhältnis, das das Boot eindeutig in die Kategorie der Leichtdeplacement-Regattaboote einordnet. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Slup-Rigg platziert den Mast ziemlich weit achtern. Diese Aufteilung verkürzt das Vorsegeldreieck und setzt die asymmetrische Genua – mit einer Fläche von 191 m² – auf einem System ähnlich einem Bugspriet statt auf einem herkömmlichen Baumniederholer ein. Für die Fockschot werden drei weit voneinander entfernte Augen mit in einem Dreieck angeordneten Blöcken verwendet, zwei an Deck und eines auf dem Kajütdach. Die Leinen führen zu einem Titan-Rigg, durch das die Fockschot verläuft. Die Püttinge sind direkt am Deckssprung und außen positioniert. Die gekreuzten Doppelruder sind klein und weit außenliegend, was nur kurze Ruderpinne erfordert. Eine hohe Mittelkonsole zwischen den Rudern beherbergt die Großschot und die Travellerschalter. Die Primär- und Sekundärwinschen befinden sich sehr nah am Steuermann, während die Fallwinschen den Niedergang flankieren – eine Plicht, die der kleinen Crew jeden Hebelgriff zum Greifen nahe bringt. (1)
Unterbringung und Decksplan
Getreu dem Kompromiss der Box-Rule für das Fahrtensegeln bietet die Standardversion einen spartanischen, aber nutzbaren Hochseekajütaufbau, während die Regatta-Version die Wohnlichkeit gegen ein exotischeres Decks-Layout und komplexe Elektronik eintauscht. Die Wasserkapazität von 13 Gallonen und die Kraftstoffkapazität von 23 Gallonen unterstreichen, dass dies ein Boot ist, das um den Motor – einen einzelnen Nanni 3.100 Diesel – als Notfall- und nicht als primäre Antriebsform herum gebaut wurde. Das breite Heck und der breite Mittelteil sorgen für einen voluminösen Achterschiffbereich, aber der tiefe Tiefgang von 9 Fuß 11 Zoll signalisiert ein Boot, das kompetente Seemannschaft belohnt und eher für das ernsthafte Fahrtensegeln als für gemütliches Herumtollen im Hafen gedacht ist. (1)
Leistungsprofil
Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 41,11 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 74,14 ist die Akilaria in den Bereichen schnell, die die Regeln der Class 40 fördern: raumen und laufen bei mäßiger bis frischer Brise, wo der Wasserballast und das breite Heck zum Tragen kommen. Die Rumpfgeschwindigkeit ist eine theoretische Obergrenze, aber aufgrund des leichten Baus und des effizienten Riggs wird sie leicht surfen, sobald die Kimm am Heck greift. Die niedrige Komfort-Ratio bestätigt, dass dies ein reinrassiges Boot und kein Sofa ist.
Das Fazit
Die Akilaria 40 ist eine ernsthafte Plattform für das Fahrtensegeln auf See mit kleiner Crew, die zudem ein echtes Fahrtensegler-Diplom besitzt. Lombards breiten Rumpf und weit nach achtern positioniertes Rigg machen sie zu einer markanten Erscheinung an jeder Startlinie, und der infundierte Balsarumpf hält das Gewicht genau dort, wo es die Regeln erlauben. Sie ist kein Boot für schwache Nerven oder geringen Tiefgang, aber für einen regattagierenden Segler liefert sie das Adrenalin einer 40-Fuß-Klasse ohne die Komplexität eines Kippkiels.
Vorteile
- Konstruiert nach der französischen Box-Rule für die Klasse 40 mit Wasserballast und ohne exotische Materialien
- Große Breite am Klassenlimit mit Lenzspant im Achterschiff für eine optimale Gleitform
- Die Steuerungselemente in der Plicht sind für das Segeln mit kleiner Crew konzentriert angeordnet
- Erster Entwurf einer Class 40, der in den Vereinigten Staaten erhältlich ist
Nachteile
- Der tiefe Tiefgang von 3,02 m (9 Fuß 11 Zoll) begrenzt die Revierwahl
- Die minimalen Tankkapazitäten sind eher für Regatten als für das Fahrtensegeln geeignet
- Die Regatta-Version opfert Wohnkomfort zugunsten des Decks-Layouts und der Elektronik


