Design und Konstruktion
Der Rumpf der Tiger ist aus massivem GFK gefertigt, mit einem Spatenruder und einem Flossenkiel, der 2.240 Pfund Eisenballast trägt – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42 Prozent, das laut Fachrezensionen höher liegt als bei 62 Prozent vergleichbarer Konstruktionen. Diese Dichte, gepaart mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 2,79, ordnet sie zu den breiteren Quarter-Tonnern ein: Ihr L/B-Verhältnis deutet darauf hin, dass sie unter Deck geräumiger ist als 76 Prozent ähnlicher Segelboote. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 237 klassifiziert sie eher als „moderne Regattayacht“ als als schwere Fahrtenyacht, und das Komfort-Ratio von 19,9 wird als komfortabler als bei 62 Prozent ähnlicher Entwürfe angegeben. Mit einem Kenterungsverhältnis von 2,04 würde sie nach diesem Maßstab nicht für Hochseeregatten zugelassen, was eine Einschränkung ist, die man im Hinblick auf ihren offensichtlichen Zweck für Küstenfahrten abwägen muss. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist als Masttoppslup getakelt, trägt 318 Quadratfuß Segelfläche und einen 10 PS starken Volvo Penta M6 Diesel, wie im Originaltest dokumentiert. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,3 Knoten, wobei das berechnete Motorleistungsniveau nahe 4,7 Knoten liegt. Das stehende Gut und die Schotgeometrie sind klar definiert: Die Fock- und Genuaschoten laufen über etwa 25 Fuß mit einem Durchmesser von 3/8 Zoll, die Großschot über 62,7 Fuß und die Spinnakerschoten über 55 Fuß, alle mit 10-mm-Anker. Die benetzte Fläche von rund 226 Quadratfuß und ein Verdrängungsverhältnis von 683 Pfund pro Zoll deuten auf einen leichten, agilen Rumpf hin, dessen Tiefgang je nach Beladung zwischen 4,86 und 5,16 Fuß liegt. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Tiger mit zwei Kabinen und sechs Kojen, einer Pantry und einer Nasszelle ausgestattet. Die Stehhöhe liegt im Durchschnitt der Klasse. Die breiten Proportionen, die ihr viel Platz einbringen, übersetzen sich in einen nutzbaren Innenraum für ein 25-Fuß-Boot, auch wenn die Aufteilung eher die eines kompakten Regatta-/Fahrtenyachts als die einer voluminösen Küsten-Fahrtenyacht ist.
Das Fazit
Die Westerly Tiger 25 ist eine konzentrierte kleine Performance-Fahrtenyacht aus der britischen GFK-Welle der späten 1960er Jahre. Ihr hohes Ballastverhältnis, ihre breite Form und die dokumentierten Riggmaße machen sie zu einer soliden Küstenyacht, während ihr Kenterungsverhältnis und ihre moderate relative Geschwindigkeit (nur schneller als 7 Prozent ähnlicher Entwürfe) sie eher als Club- und Fahrtenboot denn als ernsthaften Hochseekandidaten kennzeichnen.
Vorteile
- Hohes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42 %, über dem Durchschnitt von 62 % unter Konkurrenzmodellen
- Breites Layout, das als geräumiger eingestuft wird als bei 76 % ähnlicher Entwürfe
- Solider GFK-Rumpf mit klaren Spezifikationen für die Takelage
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis schließt Hochseeregatten aus
- Die relative Geschwindigkeit ist nur schneller als bei 7 % ähnlicher Konstruktionen
- Kompakte Unterkünfte auf 25 Fuß mit nahe dem Durchschnitt liegender Stehhöhe









