Design und Konstruktion
Russel Marine baute die Vivacity 21 aus massivem GFK mit einer Kimmkiel-Konstruktion, die den Tiefgang je nach Beladung zwischen etwa 2,33 und 2,63 Fuß hält. Dadurch kann sie in flache Marinas einfahren, die tiefere Boote mit Flossenkiel nicht erreichen können. Bei einer Verdrängung von 2.500 Pfund und einem Eisengewicht von 1.100 Pfund liegt ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) bei 44 Prozent – deutlich höher als bei 73 Prozent vergleichbarer Entwürfe. Ihr Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 2,97 macht sie schlanker als 69 Prozent ähnlicher Segelboote. Das DL-Verhältnis von 156 ordnet sie zu den „leichten Regattayachten“ ein, während 66 Prozent ähnlicher Konstruktionen schwerer sind. Eine Komfort-Ratio von 14,1 ist komfortabler als bei 54 Prozent ihrer Altersgenossen – ein bescheidenes, aber glaubwürdiges Ergebnis für ein so kleines und schmales Boot. (1)
Rigg und Seeverhalten
Die Vivacity 21 ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, das eine angegebene Segelfläche von Großsegel und Fock von 203,3 Quadratfuß aufweist. Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 17,7 für das ISO-Referenzsegel und bei 20,6 mit einer 135-prozentigen Genua. Das bedeutet, dass sie bei leichtem Wind schneller ist als 46 Prozent aller ähnlichen Boote. Die herausragende Statistik des Riggs ist, dass sie mehr Rigg trägt als 96 Prozent aller ähnlichen Segelboote, was die Rezension als deutlich übertakelt beschreibt. Dieses übertakelte Charakteristikum, gepaart mit der geringen Verdrängung, definiert sie eher als lebhaftes kleines Boot als als stabile Küstenjolle. Ihr Kenterungsverhältnis von 2,11 würde ihr den Zutritt zu Hochseeregatten verwehren, und ihre theoretische Verdrängungs-Rumpf-Geschwindigkeit beträgt 5,9 Knoten. Die benetzte Fläche des Unterwasserschiffs beträgt etwa 139 Quadratfuß, und ihr Tiefgang ist 480 Pfund pro Zoll. (1)
Unterbringung
Keine Innenraumaufteilung, keine Anzahl der Kojen, kein Detail zur Nasszelle oder zur Pantry wird für die Vivacity 21 bereitgestellt. Mit einer Länge über alles von 21,25 Fuß, einer Breite von 7,17 Fuß und einem Kimmkiel-Rumpf ist sie ein kompakter Küsten-Camp-Cruiser, dessen Unterbringung aufgrund der Länge und Breite naturgemäß minimal ausfällt.
Bekannte Schwachstellen
Die Vivacity 21 weist keine konstruktionsbedingten Mängel auf. Die größten Risiken für Eigner liegen daher im normalen Verschleiß einer GFK-Bilgekieler-Yacht aus den 1970er Jahren und nicht in einem Fehler, der spezifisch für dieses Design ist.
Refits und Eignerschaft
Die Angaben zum laufenden Gut zeigen die Steuerleinen des Bootes in praktischen Maßen: Die Fallen für Großsegel, Genua und Spinnaker sind jeweils 60,5 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 5/16 Zoll, die Schoten für Fock und Genua sind 21,3 Fuß lang und 3/8 Zoll dick, und die Großschot ist 53,1 Fuß lang und ebenfalls 3/8 Zoll dick. Ein Käufer oder Eigner, der das Rigg neu anlegt, findet diese Dimensionen als nützlichen Ausgangspunkt. Die Kimmkiele und der geringe Tiefgang machen Trockenliegen und das Winterlager am Strand auf einer Anhängerkupplung praktisch, obwohl kein Gewicht der Anhängerkupplung oder Details zum Straßentransport angegeben sind. (1)
Das Fazit
Die Vivacity 21 ist eine schmale, extrem gut aufgetakelte Leichtregattayacht mit mäßigem Komfort und keinerlei Ambitionen für Hochseeregatten. Sie wurde einfach im Solid-Glasbau mit einem flachen Kimmkiel konstruiert. Sie belohnt Segler, die ein leicht zu lagernes Boot mit geringem Tiefgang und mehr Segelfläche, als es ihre Größe vermuten lässt, suchen – und akzeptieren, dass sie klein, schmal und keine Langstrecken-Fahrtenyacht ist.
Vorteile
- Kimmkiele sorgen für einen Tiefgang von 2,33–2,63 Fuß für flache Marinas
- Ballastanteil liegt über dem von 73 % ähnlicher Konstruktionen
- Erheblich überdimensioniertes Rigg für lebendige Leichtwindleistung
- Solide GFK-Konstruktion, einfach und reparaturfreundlich
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,11 schließt Regatten auf dem Ozean aus
- Schmaler und weniger geräumig als die meisten ähnlichen Boote
- Bewegungskomfort nur besser als bei 54 % der Konkurrenzmodelle
- Kein Innenraum im verfügbaren Material spezifiziert










