Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt und verfügt über einen Schwenkkiel, der aufgehängt ist, um sich frei vom Grund heben zu lassen – ein klappbarer Hubkiel, der es der 678 BT ermöglicht, sowohl Küstengewässer als auch flache Binnenseen zu befahren. Mit abgesenktem Kiel beträgt der Tiefgang je nach Beladung etwa 1,0 bis 1,3 Fuß, sodass sie problemlos trockenfallen oder an einer Rampe auf den Strand gezogen werden kann; mit aufgeholtem Kiel lässt sie sich leicht trailern und slippen. Die Flügelkiel-Konfiguration und der 770 Pfund schwere Eisenballast bei einer Verdrängung von 3.300 Pfund ergeben ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 23 Prozent, was laut Konstruktionsdaten höher liegt als bei nur 4 Prozent ähnlicher Segelboote – sie ist für ihre Größe leicht ballastiert. Ein Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 2,92 und eine berichtete Innenraumhöhe von mehr als 54 Prozent vergleichbarer Konstruktionen kennzeichnen sie als relativ breit und geräumig für ein 24-Fuß-Boot, während das feste GFK-Deck und -Rumpf die Struktur einfach halten. (1)
Rigg und Leistung
Sie ist mit einem 7/8-Slup-Rigg ausgestattet, und die Beschläge der Schoten sind praktisch und einheitlich gehalten: Die Schoten von Fock und Genua sind 7,4 Meter lang und haben einen Durchmesser von 10 mm, die Großschot ist 18,6 Meter lang bei 10 mm und die Spinnakerschot misst 16,3 Meter bei demselben Durchmesser von 10 mm. Ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,95 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 196 ordnen sie unter das, was die Daten als „moderate Regattayachten“ bezeichnen – leicht und agil statt schwerer Fahrtenyachten. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 5,9 Knoten, wobei sie mit einer benetzten Fläche von etwa 18 Quadratmetern und einem Immersionsverhältnis von fast 568 Pfund pro Zoll sehr leicht auf dem Wasser liegt und gut beschleunigt. Das Kenterungsverhältnis beträgt 2,24 – ein Wert, der zeigt, dass sie für Hochseeregatten ungeeignet wäre – und ihr Komfort-Ratio von 14,3 ist komfortabler als bei 31 Prozent ähnlicher Konstruktionen. Sie ist also ein Boot für das gute Wetter an der Küste, dessen Seeverhalten genau das ist, was man von einem kleinen, leichten Rumpf erwarten würde. (1)
Unterbringung
Die Konstruktionsvergleichsdaten zeigen, dass die Rumpflayout der 678 BT geräumiger ist als bei 54 Prozent aller anderen ähnlichen Segelboot-Konstruktionen – ein spürbarer Vorteil bei einem Boot dieser Größe, wo jeder Zentimeter zählt. Diese relative Raumlichkeit, kombiniert mit der breiten Breite von 8,33 Fuß und dem Hubkiel, der zusätzlich Innenraum freisetzt, macht sie zu einem praktischen Boot für Wochenendtörns in geschützten Gewässern und nicht zu einer engen kleinen Fahrtenyacht. (1)
Das Fazit
Die Tes 678 BT ist ein speziell für diesen Zweck gebautes kleines Segelboot für Segler, die eine trailerbare, trockenfallende Küsten- und Binnendieseljolle mit überraschend viel Raum für ihre Länge suchen. Das Design von Siwik tauscht Hochseetauglichkeit gegen Freiheit im Flachwasser und einfache Handhabung ein, und die Zahlen bestätigen dies als konsistentes, leichtes Regatta-/Fahrtenprofil.
Vorteile
- Der klappbare Schwenkkiel ermöglicht Küsten- und Binnensegeln mit Trockenfallfähigkeit
- Großzügig im Vergleich zu vergleichbaren 24-Fuß-Entwürfen
- Leichtes, agiles und sportliches Regattaprofil mit praktischem 7/8-Rigg
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis schließt sie von Hochseeregatten aus
- Niedriges Ballastverhältnis im Vergleich zu Konkurrenzmodellen
- Bewegungskomfort unter dem Median für ähnliche Boote





