Design und Konstruktion
Young Sun baute die Sunrise 35 im Fernen Osten unter Verwendung geschickter Handwerker. Das Ergebnis ist ein schwerer GFK-Rumpf mit Langkiel und angehängtem Ruder. Die Eigner berichten, dass die Rümpfe an der Kimm 1-3/8 Zoll dick sind, und das Innere ist komplett aus Teakholz gehalten – ein fantastischer Holzausbau, der Besucher vor dem Volumen des Holzes staunen lässt und der Kabine das Gefühl eines Zuhauses verleiht, anstatt einer nackten GFK-Hülle. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 39 Prozent, was höher ist als die 46 Prozent vergleichbarer Konstruktionen. Während das Kenterungsverhältnis von 1,68 und eine Komfort-Ratio von 39,1 sie zu den beruhigenderen Hochsee-Kandidaten zählen lassen – diese Komfort-Werte übersteigen 97 Prozent ähnlicher Segelboote –, ist sie mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 2,98 geräumiger als 73 Prozent ihrer Altersgenossen. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 319 bestätigt die Einstufung als schwere Fahrtenyacht. (1)
Rigg und Handhabung
Das Kutterrigg weist ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 15,28 auf, was für eine lebendige Performance bescheiden ist, aber zu ihrer Masse von 22.000 Pfund und einer benetzten Fläche von 409 Quadratfuß passt. Zeitgenössische Beobachtungen verzeichnen eine berechnete Höchstgeschwindigkeit von fast 4,9 Knoten gegenüber einem theoretischen theoretischen Maximalwert für Verdrängerrümpfe von 7,5 Knoten. Eigner beschreiben sie als langsam segelnd, sicher und stabil – niemals als Regattaboot, aber äußerst fähig, wenn es rau wird. Das stehende Gut wird als gesund gemeldet, obwohl ein Eigner den Holzmast und -baum als einzige Einschränkung hervorhebt – ein wunderschöner und robuster Baum, dessen Pflege jedoch andere Anforderungen stellt als bei Aluminium. Die Schotdurchmesser aus den Konstruktionsdaten reichen von 14 mm für die Fock, Genua, Großschot und Spinnaker, wobei die Großschot mit 87,5 Fuß die längste ist. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Sunrise 35 komplett aus Teakholz und Holzmöbeln gehalten, mit tiefen Sofakojen und einem vollwertigen Navigationstisch neben einer Achterkoje, die laut Eignern mehr Platz bietet als erwartet. Ein niedriger Tisch steht zwischen den Sofakojen und lässt sich leicht anheben oder absenken; in aufrechter Position ist er einfach zu passieren, aber im abgesenkten Zustand passt er sich der Sitzhöhe an. Die Stehhöhe beträgt großzügige 1,93 m (6 Fuß 4 Zoll), und Gullwing-Fenster lassen sich öffnen, um für Belüftung zu sorgen. Der Raum wirkt aufgeräumt und fein abgestimmt – ein typisches Fahrtenyacht-Interieur statt eines offenen Regatta-Salons.
Bekannte Schwachstellen
Die Innenraumaufteilung sorgt im Alltag für erhebliche Unannehmlichkeiten. Der Tisch blockiert den Weg zum Sofa – man kommt nicht daran vorbei und muss über ihn steigen, um die Sitzfläche zu erreichen. Im Bereich der Navigationsecke liegt die Ecke nur etwa 25 cm von der Motorhaube entfernt, was jeglichen Zugang zur Wartung erschwert. Zudem folgen auf dem Boot mehrere Durchgänge sehr dicht aufeinander: vom Nassbereich zur Koje und vom Durchgang direkt in die Koje. Das Passieren dieser engen Räume fühlt sich fast klaustrophobisch an. Dies sind die Folgen davon, dass ein wohnlicher Teak-Innenausbau in 35 Fuß Länge unter einer voll ausgestatteten Navigationsecke und einer Achterkoje untergebracht werden musste.
Das Fazit
Die Sunrise 35 ist eine robust gebaute Fahrtenyacht mit angenehmen Seeverhalten und einem hochwertig ausgestatteten Innenraum, der sich wie ein Haus auf dem Wasser anfühlt. Sie ist nicht schnell, und ihr Layout opfert Bewegungsfreiheit zugunsten von Volumen und Schränken. Für einen Käufer, der eine stabile, gut ausgerüstete Langfahrt-Yacht mit klassischen Linien und einer geschützten Plicht sucht, ist sie jedoch eine durchaus überzeugende Wahl.
Vorteile
- Schwerer GFK-Rumpf mit einer von Eignern gemeldeten Bilgenstärke von 1-3/8 Zoll
- Komfort-Ratio von über 97 Prozent im Vergleich zu ähnlichen Konstruktionen
- Vollständig aus Teakholz gefertigter Innenraum mit tiefen Sofakojen, Achterkoje und 6'4" Stehhöhe
- Kuttertakelung mit gutem stehendem Gut und durchgehend 14-mm-Schotbeschlägen
Nachteile
- Die Schotblöcke versperren den Zugang zum Salon; man muss darüber steigen
- Enger 10-Zoll-Spalt am Navigationstisch bis zur Motorhaube
- Mehrere enge Durchgänge erzeugen ein klaustrophobisches Gefühl
- Der Holzmast und -baum erfordern im Vergleich zu Aluminium eine deutlich intensivere Wartung










