Design und Konstruktion
Der Rumpf selbst ist im Profil vertikal mit großzügigen Sektionen geformt, und der Bug ist so gestaltet, dass er hohe Leistung und ein weiches Verhalten über die Wellen des Ankers bietet. Ein großer Skeg unter dem Rumpf garantiert eine hervorragende Kursstabilität, während zwei Ruderblätter das frühere zentrale Ruder ersetzt haben – eine Konfiguration, die die Steuerwirkung beibehält, wenn das Boot krängt und das leeseitige Profil im klaren Wasser arbeitet. Der traditionelle, aufholbare Schwenkkiel bleibt erhalten und variiert den Tiefgang zwischen etwa drei Fuß drei Zoll und knapp über zehn Fuß; dies ermöglicht es der 480, sich in flachen griechischen Ankerbuchten zu positionieren und gleichzeitig bei voll abgesenktem Schwert hochseetaugliche Ozeanpassagen zu absolvieren. Neue Materialien sowie anspruchsvollere Holzarbeiten und Ausrüstung heben die 480 von ihren Vorgängern ab, und der Decksaufbau wurde mit breiteren Fenstern und einem stärker vertikalen, quadratischen Vorderteil umgestaltet, um die Sichtlinien im Innenraum zu verbessern. (1)
Rigg und Handhabung
Die Ausrichtung nach Süden machte das Rigg für das sichere Segeln mit kleiner Crew geeignet, was der Decksaufbau durch eine hochwertig ausgestattete und gut geschützte Plicht, breite Seitendecks und eine angenehme Gehfläche hinter den beiden Steuerständen untermauert. Der Segelplan basiert auf einem großzügigen Großsegel von fast 60 Quadratmetern und einer Selbstwendefock für das Manövrieren mit kleiner Crew, während Halterungen neben dem Deckhaus eine klassische 140-prozentige Genua von 72 Quadratmetern aufnehmen, wenn eine größere Crew und mehr Geschwindigkeit gefragt sind. Ein Bugstrahlruder und ein Heckstrahlruder übertragen diese Logik des kontrollierten Manövrierens auch in enge Hafenkurven und ergänzen die Doppelrudersteuerung, anstatt sie zu ersetzen. (1)
Unterbringung
Unter Deck behält die 480 die Innenraumaufteilung ihrer Vorgänger bei, verfeinert jedoch die Ausführung. Die Dinette ist ein echter, kompromissloser Deckssalon, der den Wohnbereich dominiert, mit riesigen Seitenscheiben und einer zentralen Scheibe, die einen weiten Blick auf das Ankergeschirr bieten. Beim Heruntergehen durch den Niedergang befindet sich an Backbord eine U-förmige, gut geschützte Pantry, und der Essbereich an Backbord ist um eine große Sitzecke an Steuerbord herum angeordnet. Vorne gibt es eine Kabine mit Kojenbett an Backbord, eine Toilette mit separater Duschkabine an Steuerbord und eine angenehme Doppelkabine im Bug. Achtern ist die Eignerkabine mit einer eigenen Nasszelle, einer separaten Dusche und einem Schrank ausgestattet, was die 480 zu einer glaubwürdigen Fahrtenyacht für Langstrecken macht. (1)
Refits und Eignerschaft
Als im Jahr 2018 vorgestelltes Modell mit einem festen Rumpf und einem Hubkiel ist die Eignergeschichte der 480 eher eine Geschichte kontinuierlicher Weiterentwicklung der Ausrüstung als von konstruktiven Korrekturen. Die neueren Materialien und das anspruchsvollere Holzhandwerk, die bei der Markteinführung zu beobachten waren, deuten darauf hin, dass die Werft das obere Segment des Fahrtenyachtmarktes anvisierte. Die Kontinuität des Layouts mit früheren Southerlys bedeutet für Eigner, dass sie einen vertrauten, gut durchdachten Plan übernehmen. Die Kombination aus Bug- und Heckstrahlruder mit einer kleinen Crew-Ausrüstung reduziert die Belastung und den Stress beim Manövrieren in engen Häfen, die eine kleinere Crew sonst mit sich bringt.
Das Fazit
Die Southerly 480 ist eine durchdacht weiterentwickelte Hochsee-Fahrtenyacht: ein solider Rumpf mit einem tiefgangsverstellbaren Schwenkkiel und Doppelruder, kombiniert mit einem bewährten und äußerst geräumigen Deckssalon-Layout, und so getakelt, dass sie von zwei Personen problemlos und kompromissfrei gesegelt werden kann. Sie ist weniger ein Durchbruch als vielmehr eine reife Umsetzung der Philosophie des variablen Tiefgangs der Marke für Segler, die Hochseetauglichkeit und mediterrane Flexibilität in einem einzigen Rumpf suchen.
Vorteile
- Schwenkkiel variiert den Tiefgang von etwa 3 Fuß 3 Zoll bis über 10 Fuß für Flachwasser- und Hochseeeinsatz
- Doppelruder und große Skegs halten Steuerung und Kursstabilität bei Krängung aufrecht
- Mit kleiner Crew einsetzbare Takelung mit Selbstwendefock, großzügigem Großsegel und Bug-/Heckstrahlrudern
- Helle, offene Deckssalon-Kabinen mit einer vollwertigen Eignersuite achtern
Nachteile
- Die Hydraulik des Kiels und die Ruderlager bleiben bei jedem Exemplar Standard-Inspektionspunkte beim Gutachten
- Evolution statt Revolution; Eigner, die ein Design von Grund auf neu suchen, finden eher Vertrautheit als Neuheit





