Design und Konstruktion
Bennetts Entwurf kombinierte eine Wasserlinienlänge von 24 Fuß mit einer Breite von 9 Fuß für ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,04 – ein Maß, das die Datenbankvergleiche als geräumiger als die Hälfte aller ähnlichen Segelboote einstuft. Die Verdrängung von 8.500 Pfund bringt ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 35 Prozent mit sich – höher als die 24 Prozent vergleichbarer Konstruktionen –, wobei der Bleiballast in einem massiven GFK-Rumpf und Deck eingegossen ist. Ein Kenterungsverhältnis von 1,78 liegt knapp außerhalb des allgemein genannten Grenzwerts für Hochseeyachten, und zeitgenössische Rezensenten bemerkten, dass das Boot aufgrund dieses einen Formelsatzes für Hochseeregatten zugelassen werden könnte. Die 23 Quadratmeter benetzte Fläche und ein Absorptionsvermögen von etwa 863 Pfund pro Zoll beschreiben einen moderat beladenen Rumpf, der sich berechenbar trimmt, wenn zusätzliche Ausrüstung an Bord kommt.
Kieloptionen und Vielseitigkeit
Northshore bot die 28 mit zwei verschiedenen Kielkonstruktionen an. Die Version mit Doppelkiel ist eine Kimm-Konfiguration mit dem Ballast konzentriert in einem zentralen Kiel, was in Gezeitenrevieren vorteilhaft ist, wo das Boot aufrecht trockenfallen kann. Der alternative Kiel mit Festkiel und Hubkiel kombiniert einen festen Kielschuh mit einem einziehbaren Schwert, sodass derselbe Rumpf sowohl Küsten- als auch Binnengewässer befahren kann. Mit aufgeholtem Schwert reduziert sich der Tiefgang auf etwa 2,5 Fuß, was flache Marinas und Flüsse zugänglich macht; abgesenkt hat sie einen Tiefgang von 4,75 Fuß. Diese Dualität ist das Herzstück des anhaltenden Charmes dieses Modells.
Rigg und Segelhandling
Das Masttoppslup-Rigg ist unkompliziert, und die Maße der stehenden und laufenden Gutachten sind gut dokumentiert: Die Schoten von Fock und Genua haben eine Länge von etwa 27,5 Fuß bei einem Durchmesser von 3/8 Zoll, die Großschot misst 68,7 Fuß und die Spinnakerschot 60,4 Fuß, alle mit 10 mm. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 9,69 kennzeichnet eine eher moderate Fahrtenyacht als ein leichtes Regattaboot, was im Einklang mit dem Motorsailer-Konzept des Bootes und seiner soliden Bauweise steht. Die Rumpfgeschwindigkeit von 6,56 Knoten gibt eine realistische Obergrenze unter reiner Segelbesegelung an.
Unterbringung
Unter Deck bietet die Southerly 28 Platz für fünf Personen in einer Aufteilung, die eine Pantry und eine Nasszelle umfasst. Das Innenraumvolumen, unterstützt durch das großzügige Breiten-Verhältnis von 3,04, sorgt für wohnlichen Raum auf einem 28-Fuß-Boot, ohne auf Luxus zu verzichten. Die Aufteilung eignet sich eher für Wochenendtörns und kurze Küstenfahrten als für längeres Wohnen an Bord auf See.
Bekannte Schwachstellen und Unterhaltung
Das einzige dokumentierte Wartungshinweis betrifft die Versionen mit Beweglichkiel: Das Eignermanual rät dazu, Kiele mit beweglichen Teilen regelmäßig zu inspizieren und zu warten. Ein Käufer sollte den Zustand des Kielschwerpunkts und des Schwertkastens überprüfen und bei den Triple-Kielen die Gussform des zentralen Ballasts kontrollieren. Ansonsten weisen der massive GFK-Rumpf und das Deck in den Unterlagen keine bekannten strukturellen Mängel auf. (2)
Das Fazit
Die Southerly 28 ist eine pragmatische kleine Fahrtenyacht, deren Schwert-Linie die gesamte Geschichte von Southerly begründete. Ihre austauschbaren Kieloptionen, die großzügige Breite und die dokumentierten Segelplan-Dimensionen machen sie zu einem sinnvollen Schritt für vielseitiges Segeln in flachen Gewässern.
Vorteile
- Erster der Southerly-Liftkiel-Reihe mit klarer Design-Herkunft
- Optionen mit Doppel- oder Kombi-Kiel (Festkiel + Schwert) für das Anlanden oder Binnengewässer
- Breiter als die Hälfte seiner Altersgenossen; schläft fünf Personen mit Pantry und Nasszelle
Nachteile
- Bewegliche Teile von Schwert und Kimmkiel erfordern regelmäßige Wartung
- Geringes Segelfläche-Verhältnis begrenzt die Leistung bei leichtem Wind unter reiner Segelbesegelung








