Design und Konstruktion
Monks Entwurf aus den Mitte siebziger Jahren kombiniert eine Länge über alles von 50,33 Fuß mit einer Wasserlinienlänge von 43 Fuß und einer Breite von 13,5 Fuß. Dies ergibt ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,73, was ihren Rumpf als schmalen, seetüchtigen Kiel statt als breite moderne Fahrtenyacht kennzeichnet. Die Verdrängung von 38.000 Pfund und der Bleiballast von 12.000 Pfund sorgen für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 31,6 Prozent, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 213 ordnet sie fest in die Kategorie der schweren, volumenreichen Fahrtenyachten ein. Sowohl der Rumpf als auch das Deck sind in massivem GFK laminiert, und der Langkiel trägt das angehängte Ruder in einer Konfiguration, die Kursstabilität über schnelle Wendungen stellt. Die benetzte Fläche beträgt etwa 645 Quadratfuß, was eine Folge des Langkiels und der großzügigen Rumpfform ist. Das Kenterungsverhältnis von 1,60 zusammen mit einem Komfort-Ratio von 40,3 beschreibt ein Boot, das dafür gebaut wurde, auch schwerer See standzuhalten und seiner Crew die harten Bewegungen eines leichteren Rumpfes zu ersparen.
Rigg und Handhabung
Die Searaker 50 ist mit einem Ketsch-Rigg ausgestattet, eine sinnvolle Wahl für ein Boot dieser Größe und dieses Gewichts, da es den Segelplan in handliche Teile aufteilt. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 14,96 ist bescheiden, was bestätigt, dass sie kein Leichtwindflieger ist, sondern unter Last eine stabile Leistung zeigt. Die Berechnungen der historischen Daten listen die Arbeitsschoten mit erheblichen Dimensionen auf: Die Fock- und Genuaschoten sind jeweils etwa 50,3 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 5/8 Zoll, die Großschot erreicht 125,8 Fuß und die Spinnakerschote 110,7 Fuß – allesamt bei demselben 16-mm-Ketsch-Rigg mit beachtlichen Schotendimensionen. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 8,8 Knoten und ein Verdrängungsverhältnis von etwa 2.021 Pfund pro Zoll beschreiben ein Schiff, das tief im Wasser liegt und sich gegen das Überschreiten seiner natürlichen Marschgeschwindigkeit sträubt, während der lange Kiel und das angehängte Ruder geduldetes Steuern auf engem Raum belohnen. (1)
Unterbringung und Tankkapazitäten
Windward Marine ausstattete die Searaker 50 mit einer Kapazität von 757 Litern für Frischwasser und ebenso viel Diesel – eine ausgewogene Aufteilung von 199 Gallonen, die langen autarken Törns ermöglicht. Das Ketsch-Rigg und der schwere Rumpf passen perfekt zu dieser Tankkapazität, sodass ein Paar oder eine kleine Crew weit abseits von regelmäßigen Zwischenstopps für Nachschub segeln kann. Das Kabinenvolumen, das sich aus der Verdrängung von 38.000 Pfund und der Breite von 13,5 Fuß ergibt, bietet reichlich Platz für die im Bootstyp üblichen Layouts, wobei die Quellen nur die Kapazitäten und nicht die spezifische Innenausbau-Arbeit beschreiben.
Das Fazit
Die Searaker 50 ist eine ernsthafte Blauwasser-Ketsch aus den Mitte der siebziger Jahre, entworfen von Edwin Monk und gebaut von Windward Marine Ltd. in Kanada. Ihre hohe Verdrängung, ihr langer Kiel und die solide GFK-Bauweise machen sie zu einer stabilen und vertrauenerweckenden Fahrtenyacht, während das Ketsch-Rigg die Segellasten einzelner Segel überschaubar hält. Sie ist bei leichtem Wind nicht schnell und wird keine Regatten gewinnen, aber ihre Komfort-Ratio und die Tankkapazitäten sind ideal für ausgedehnte Törns.
Vorteile
- Schwere Verdrängung von 38.000 Pfund mit 12.000 Pfund Bleiballast für hohe Stabilität auf See
- Langer Kiel und am Kiel befestigtes Ruder für Kursstabilität
- Großzügige Wassertankkapazität von 199 Gallonen und Dieselkapazität für autarke Langfahrten
- Das Ketsch-Rigg teilt die Segelfläche in leicht handhabbare Lasten auf
Nachteile
- Das bescheidene Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 14,96 schränkt die Leistung bei leichtem Wind ein
- Große benetzte Fläche und der Langkiel begrenzen die theoretische Geschwindigkeit auf knapp 8,8 Knoten
- Die geringe Breite und der schwere Rumpf begünstigen den Langstreckenbetrieb auf See über die Agilität im Hafen





