Design und Konstruktion
Im Zentrum des Charakters der Sailfish 18 steht der vertikal aufholbare Kiel in der Mitte der Kabine – ein Blei-Guss im Inneren einer GFK-Hülle mit einem Gewicht von 250 Pfund, der durch Drehen eines Hebels abgesenkt wird, sobald das Boot ausreichende Tiefe erreicht hat. Der Tiefgang bei aufgeholtem Kiel beträgt nur 1 Fuß, bei abgesenktem Kiel 3 Fuß. Dies verleiht dem Boot die Freiheit in flachen Gewässern, die Trailersegler schätzen, und sorgt beim Segeln für ein stabiles Profil. Rumpf und Deck sind aus massivem GFK gefertigt, und das Boot verfügt über eine gewisse Menge an integriertem Schaumstoffauftrieb. Das am Spiegel aufgehängte Ruder ist leicht zu entfernen und zu warten, was dem Konzept des Bootes „Keep it simple“ entspricht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Sailfish 18 ist mit einer großen Rollfock und einem moderaten Großsegel ausgestattet – eine Kombination, die das Segeln aus der Plicht für eine Person sehr einfach macht. Mit einer Segelfläche von 174 Quadratfuß (Großsegel und Genua) und einem 7/8-Slup-Rigg ist sie für ihre Größe überraschend schnell; ein Eigner berichtete, dass sein Boot mit einer Buggi sehr schnell segelte. Auf dem Wasser verträgt sie Kabbelwasser hervorragend und ist ein beruhigendes, komfortables Boot zum Segeln. Ein 4-PS-Außenborder ist für die meisten Situationen ausreichend und an einer leicht zugänglichen Halterung montiert. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Kabine für ein 18-Fuß-Boot hell und geräumig, wobei große Fenster eine hervorragende Rundumsicht bieten. Der Kielschacht verläuft durch den Mittelbereich der Kabine und dient als praktische Basis für einen Tisch. Im Cockpit ist genügend Platz vorhanden, das Wasser läuft über die Bänke ab, allerdings ist es nicht selbstlenzend über die Bodenbretter. Ein Backskiste bietet Stauraum, in dem einige Eigner auch einen Außenborder unterbringen. Das Vordeck ist gut dimensioniert, was das Ankern und Festmachen einfacher macht als auf einigen vergleichbaren Booten, auch wenn die Sicht nach vorn aus dem Cockpit für manche etwas eingeschränkt ist.
Bekannte Schwachstellen
Die Hubkiel-Konstruktion weist eine bekannte Schwachstelle auf: Der Kiel kann ohne Modifikation aus dem Rumpfboden fallen, wenn er zu weit abgewickelt wird. Viele Eigner haben die Hebevorrichtung modifiziert, um diesen Verlust zu verhindern, obwohl dies nicht bei allen der Fall ist. Käufer und Eigner sollten den Kielstopper überprüfen oder nachrüsten, bevor sie sich vollständig auf das System verlassen. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft wird durch eine aktive Sailfish-Eignervereinigung unterstützt, die Segelaktivitäten und Events organisiert – ein echter Vorteil für eine kleine Klasse von Trailerbooten. Der leicht zugängliche Außenborderhalter und das abnehmbare Ruder machen die routinemäßige Wartung unkompliziert, und der Backskiste bietet einen idealen Platz für den Hilfsmotor des Beiboots.
Das Fazit
Die Sailfish 18 ist ein durchdachter kleiner Trailersegler, der absoluten Spartanismus gegen echten Kabinenkomfort und ein gutmütiges, handliches Rigg eintauscht. Ihr Hubkiel und das geringe Gewicht machen das Zuwasserlassen und das Segeln in flachen Gewässern mühelos, während die aktive Klassenvereinigung das Design am Leben erhält. Der nicht selbstlenzende Boden und das Risiko des Kielverlusts sind real, aber mit Aufmerksamkeit gut beherrschbar.
Vorteile
- Leicht, breit und einhand problemlos aus der Plicht zu segeln
- Der aufholbare Bleikiel bietet einen Tiefgangsbereich von 1 bis 3 Fuß für den Trailer und flache Gewässer
- Helle Kabine, geräumig für 18 Fuß, mit guten Fenstern und Vordeck
- Aktive Eignervereinigung und einfaches, wartbares Beschlagsystem
Nachteile
- Das Cockpit ist nicht von unten aus dem Boden heraus selbstlenzend
- Der Kiel kann sich lösen, wenn er ohne Modifikation des Eigners zu weit aufgewickelt wird
- Die Sicht nach vorn vom Cockpit aus ist für einige Nutzer etwas eingeschränkt








