Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt und besitzt eine Konfiguration mit Einrumpf-Flossenkiel und Skeg-Ruder – eine konservative und wartungsarme Aufteilung für eine Fahrtenyacht im Küstenbereich. Mit einem Ballastgewicht von knapp über 5.660 Pfund und einem maximalen Tiefgang von 5,25 Fuß ist das Unterwasserschiff eher auf Manöver in geschützten Gewässern ausgelegt als auf hohe Stabilität auf See. Die Wasserlinie von 29,53 Fuß führt zu einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 7,28 Knoten, und eine Komfort-Ratio von 25,49 deutet auf ein Seeverhalten hin, das nach modernen Maßstäben für Langstreckenfahrten zwar erträglich, aber nicht luxuriös ist. Das Kenterungsverhältnis von 2,03 liegt im Rahmen für Küstenkreuzer. Dies ist ein in Spanien gebautes Serienboot für den europäischen Küstenmarkt mit massivem GFK-Rumpf und -Deck, Bleiballast sowie einem unkomplizierten Flossen-und-Skeg-Profil.
Rigg und Handhabung
Ihr Masttoppslup-Rigg trägt auf Basis von 100 Prozent eine Segelfläche von 732 Quadratfuß, und das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 19,33 deutet darauf hin, dass sie genügend Tuch hat, um bei einer Brise unterwegs zu bleiben, ohne für eine kleine Crew übermäßig viel Wind zu fangen. Das Urteil der Rezension, sie sei ein guter Segler mit steifem, berechenbarem Verhalten, stimmt mit diesen Proportionen überein. Ein Skeg-aufgehängtes Ruder bietet im Seegang in der Regel bessere Kontrolle als ein am Spiegel oder am Haken aufgehängtes Ruderblatt, und in Kombination mit dem Flossenkiel sollte die Puma 37 prompt ans Ruder reagieren. Das Boot wird ausdrücklich als am besten geeignet für Küstenfahrten charakterisiert, was zum moderaten Kraftstoffvorrat und den Kenterwahrscheinlichkeiten passt.
Unterbringung und Tankkapazitäten
Unter Deck bietet die Konstruktion eine Wasserkapazität von 132 Gallonen – im Originaltext als guter Wert für ihre Größe und ihr Einsatzgebiet beschrieben – bei einer bewusst kleinen ursprünglichen Kraftstoffkapazität von nur 40 Gallonen. Diese Aufteilung zeigt, dass das Boot so konzipiert wurde, dass man davon ausgeht, dass die meisten Meilen gesegelt und nicht motorgefahren werden. Der einzelne Diesel mit 45 PS ist für einen 15.000-Pfund-Rumpf beim Anlegen und bei Motoren im Flachwasser ausreichend, obwohl die begrenzte Tankkapazität bedeutet, dass längere Motorenstrecken sorgfältige Planung oder Reserven in Kanistern erfordern. Für ein Paar oder eine kleine Familie beim Küstensegeln ist die Wasserkapazität ein echter Vorteil; der Kraftstoff ist der offensichtliche Kompromiss.
Bekannte Schwachstellen
Die einzigen Punkte, auf die man achten muss, liegen im Leistungsspektrum: eine geringe Aufrichtfähigkeit bei Kenterung und die ursprünglich kleine Kraftstoffkapazität. Keines davon ist ein Mangel, aber beide bestimmen, wie das Boot genutzt und beim Gutachten untersucht werden sollte.
Das Fazit
Die Puma 37 ist eine unkomplizierte, solide gebaute spanische Fahrtenyacht für Küstenfahrten, die sich lohnt, wenn sie vernünftig genutzt wird. Sie segelt steif und leistet bei ihren Aufgaben gute Arbeit, bietet viel Wasserkapazität, aber nur minimale Kraftstoffmenge, und weist keine typischen Schwachstellen ihrer Klasse auf. Ihre Grenzen sind auf dem Papier klar definiert und sollten im praktischen Einsatz respektiert werden.
Vorteile
- Steifes, stabiles Handling und gute Segeleigenschaften für ein moderates 36-Fuß-Boot
- Großzügige Wasserkapazität von 132 Gallonen für ausgedehnte Küstenfahrten
- Einfache, konventionelle Konstruktion mit Flossenkiel und Skeg-Ruder aus massivem GFK
Nachteile
- Geringe Aufrichtfähigkeit bei Kenterung schränkt die Ambitionen auf Langstrecke ein
- Ursprünglich geringe Kraftstoffkapazität von 40 Gallonen begrenzt die Reichweite unter Motor
- Am besten für Küstenfahrten geeignet, weniger für ausgedehnte Hochseepassagen









