Design und Konstruktion
George Olsons Weg zum Zeichenbrett war unkonventionell: Er schloss nie eine formale Ausbildung ab und besaß nie ein Diplom für Schiffbau, und doch entwarf er einen Rumpf, der maßgeblich dazu beitrug, das Boot mit extrem geringer Verdrängung auf den Serienmarkt zu bringen. Das Design verfügt über einen Flossenkiel und ein Spatenruder, eine Breite von 9 Fuß, eine Verdrängung von 2.900 Pfund und einen Bleiballast von 1.300 Pfund – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 44,8 Prozent, das viel von der Gelassenheit des Bootes erklärt. Die Versionen von Pacific Boats gelten als besser gebaut; sie sind leichter, haben Sandwichrümpfe, keinen Himmel und sind mit regattatauglichen Relingstützen ausgestattet. Ericson fügte später einen Himmel hinzu, um das Interieur aufzuräumen, aber diese Verfeinerung hatte ihren Preis: Sie machte das Boot schwerer zu bewegen und die Neuabdichtung der Decksbeschläge weitaus schwieriger. (1)
Rigg und Handhabung
Die Olson 25 ist als Masttoppslup mit einer Doppel-Saling-Rigg-Konfiguration und durchgehenden Wanten getakelt. Das Achterstag bietet kaum Möglichkeiten zur Masttrimmung, da die Rigggeometrie dies einfach nicht zulässt, aber es ermöglicht dem Trimmer, die Vorstagspannung präzise zu kontrollieren – ein nützlicher Kompromiss für ein Boot, das mittwochs Regatten bestreiten soll. Die Klassenvorschriften begrenzen das Vorsegel auf 155 Prozent, das höchste erlaubte Verhältnis sowohl nach Klassenregeln als auch nach PHRF. Auf dem Wasser liest sich der Entwurf als kleine, erschwingliche, leicht zu handhabende Performance-Yacht, und trotz ihrer bescheidenen Länge kann sie sich besser schlagen als weitaus größere Fahrtenyachten.
Unterbringung
Obwohl die Olson 25 als Sportboot konzipiert wurde, eignet sie sich dank ihres Innenraums für komfortable Wochenendtörns mit der Familie und ist ideal für Tagestouren. Die Originalspezifikation enthielt einen Spirituskocher, und Eigner haben die Kabine im Laufe der Zeit durch eine verbesserte Beleuchtung aufgewertet. Der Innenraum ist kein Luxusapartment, aber das Boot bietet ausreichend Platz für kurze Aufenthalte an Bord mit Kindern oder Freunden.
Bekannte Schwachstellen
Die von Ericson gebauten Boote weisen zwei spezifische Nachteile auf. Die zusätzliche Deckenverkleidung, die den Innenraum optisch aufwertete, erschwert zudem die Bewegungsfreiheit im Salon erheblich. Zudem macht die Verkleidung das Neuabdichten der Decksbeschläge sehr schwierig. Diese gleichen Ericson-Rümpfe wurden zudem mit nach innen geneigten Relingstützen ausgestattet, was das Ausreiten am Wind im Vergleich zur Version von Pacific Boats mit deren regatta-tauglicheren Relingstützen erschwert. (1)
Refits und Eignerschaft
Eigner haben ihre Boote gezielt modernisiert. Eine Raymarine tridata ist ein dokumentierter Upgrad, und auf mindestens einem gut gepflegten Exemplar wurde die Kabinenbeleuchtung erneuert. Auf einigen Booten überlebt noch der originale Spirituskocher.
Das Fazit
Die Olson 25 ist ein echtes Einsteiger-Ultraleichtboot, das für seine Länge viel hergibt. Sie ist leicht zu handhaben und schnell genug, um größere Fahrtenyachten in Verlegenheit zu bringen, wobei die Aufteilung der Werften einen sorgfältigen Bootskauf belohnt. Die Version von Pacific Boats ist die Wahl der Puristen; die Ericson-Version bietet mehr Innenausbau auf Kosten von Wartungsfreundlichkeit und Ausstiegsraum.
Vorteile
- Ultraleichte Sportboot-Leistung in einem 25-Fuß-Paket, das trocken gesegelt werden kann
- Kann deutlich größere Fahrtenyachten überholen
- Die Bauten von Pacific Boats sind leicht, sandwichkonstruiert und regattaorientiert
- Einfach zu handhaben; ideal für Wochenendtörns und Tagestouren mit der Familie
Nachteile
- Die Ericson-Innenschale behindert die Bewegungsfreiheit und erschwert das Neuverkleben der Decksbeschläge
- Die Ericson-Stützen sind nach innen geneigt, was das Ausreiten einschränkt
- Das Achterstag bietet nur begrenzte Möglichkeiten zur Masttrimmung






