Design und Konstruktion
Seaman fertigte bereits seit 1985 Rumpfformen für Nacra-Boote an, und die 6.0 entstand aus dieser praktischen Formgebungstradition und nicht aus einer Abstraktion eines Entwurfsbüros. Der Rumpf ist aus GFK gefertigt, im späten 80er-Jahre-Stil massiv laminiert. Die Verdrängung beträgt lediglich 200 Kilogramm, und dank des Steckschwertkiels konnte das Boot bei einem Tiefgang von 0,13 bis 0,23 Meter je nach Beladung direkt auf den Sand gezogen werden. Diese Strandtauglichkeit ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts: Die Steckschwerter und der geringe Tiefgang ermöglichen es, die 6.0 durch das Wellental zu wassern und ohne Kran wieder zu bergen – eine Eigenschaft, die fest in das Format des Worrell 1000 zum Aufschwimmen am Strand integriert ist. (1)
Rigg und Handhabung
Die originale 6.0 führte eine Selbstwendefock und einen Spinnaker unter einem 7/8-Rigg, eine Kombination, die das Gymnastik-Training auf dem Vordeck eines herkömmlichen Slups gegen schnelle, einhand- oder zweihand-Kurse vor dem Wind eintauscht. Die fraktionierte Rigggeometrie passt hervorragend zu der leichten Plattform, und die Selbstwendefock hält das Boot gut kontrollierbar, wenn ein einzelner Segler oder ein Paar den Spinnaker auf einem raumen Kurs bedient. Dank der schmalen Rümpfe und des geringen Gewichts liegt der Erfolg oder Misserfolg des Bootes darin, aufrecht zu segeln und das Rigg arbeiten zu lassen.
Unterbringung
Der Nacra 6.0 ist ein Regattakatamaran ohne jegliche Komfortausstattung außer dem Trampolin und den Überwasserschiffen der Rümpfe. Mit einer Verdrängung von 200 Kilogramm und einem offenen Brückendeck gehört er fest in die Tradition des Daysailing und Beach-Cats, nicht jedoch in die Welt der Fahrten-Mehrrumpfboote. Was er bietet, ist einfache Handhabung: Segeln Sie damit, ziehen Sie es über die Gezeitenlinie und rüsten Sie es am nächsten Tag wieder auf.
Bekannte Schwachstellen
Die verfügbaren technischen Unterlagen für die 6.0 weisen kaum Mängel im Wartungsbereich auf, und die Bauära liegt vor den späteren Werftverfahren. Das wichtigste Achtungsmerkmal für Eigner ist lediglich das massive GFK des späten 1980er-Jahrgangs: Es erfordert dieselbe Wachsamkeit bei Haarrissen im Gelcoat und Osmose wie jedes ältere Verbundwerkstoffboot, obwohl für dieses Modell keine spezifischen strukturellen Schäden dokumentiert sind.
Das Fazit
Die Nacra 6.0 ist eine reine Ausdrucksform des Katamaran-Regattadesigns der späten 80er Jahre: ein von Seaman entworfener, trockenfallender, selbstwendender Renner, gebaut, um die Worrell 1000 zu bestreiten. Ihre schlanken Rümpfe und federleichte Konstruktion machen sie im Alltag schwer zu handhaben, aber beim Regattasegeln in einem Format, das Surfen und Einfachheit belohnt, ein absoluter Genuss.
Vorteile
- Von ihrem Erbauer speziell für extremen Strandsegelsport konzipiert
- Beidrehbares Steckschwert mit variablen Tiefen von 0,13 bis 0,23 Meter je nach Beladung
- Selbstwendefock und Spinnaker für Geschwindigkeit mit kleiner Crew
Nachteile
- Minimaler Wohnraum; ausschließlich für Tagestörns geeignet
- Massives GFK aus den späten 80er Jahren erfordert altersgerechte Inspektion









