Design und Konzept
Das Lastenheft war von Anfang an zweigeteilt. Die Ofcet 6.50 sollte Regatten gewinnen, aber auch als effiziente Fahrtenyacht für die Küste dienen – puristisch, aber komfortabel. Dieses Doppelspiel erklärt vieles: Das Boot ist weder ein reiner Regattakreuzer noch eine luxuriöse Wochenendyacht, sondern eine volumenoptimierte Plattform, bei der jeder Kubikfuß sinnvoll genutzt wird. Mit einer Länge über alles von knapp über 21 Fuß und einer Breite von 9,78 Fuß zeigt der Rumpf eine bewusste Balance zwischen Regatta-Tauglichkeit und Wohnkomfort an Bord. (1)
Konstruktion und Volumenmanagement
Um das verfügbare Volumen optimal zu nutzen, ohne Gewicht zuzulegen, wurden die obligatorischen Auftriebskörper modelliert. Dies ist der strukturelle Schlüssel zum Innenraum. Die strukturelle Auftriebsfähigkeit des Achterschiffs wurde so gestaltet, dass sie Regalflächen freisetzte, den Schlafbereich unbeeinträchtigt ließ und einen dauerhaften Zugang zu den Spiegelbeschlägen ermöglichte. Rumpf und Deck bestehen aus GFK mit Schaumkern, und die Auftriebsstrategie im Heck sorgt dafür, dass das Boot Ausrüstung verstauen kann, ohne die Kojen einzuschränken oder den hinteren Teil des Bootes zu blockieren. Der modellierte Auftrieb ist keine kosmetische Entscheidung; er ist der Grund, warum sich der Innenraum rationalisiert und nicht eng anfühlt. (1)
Rigg, Segelplan und Leistung
Mit einer Segelfläche von 446 Quadratfuß auf einem Mast, der 36,1 Fuß über der Wasserlinie steht, bewegt sich die 6.50 für ihre Länge genau im Regattabereich, und das Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung von 42,12 bestätigt einen lebendigen, leicht anspringenden Rumpf. Die Rumpfgeschwindigkeit von 6,19 Knoten und das Kenterungsverhältnis von 3,01 beschreiben ein Boot, das schnell reagiert, aber innerhalb vernünftiger Grenzen für Küstenfahrten liegt. Der Entwurf wurde entwickelt, um Regatten zu gewinnen, und die Zahlen bestätigen ein Boot, das sauberes Steuern belohnt, ohne dass extremes Crewgewicht erforderlich ist, um aufrecht zu bleiben.
Unterbringung
Der Innenraum wurde rationalisiert, und es wurde alles getan, um den Passagieren maximalen Komfort an Bord zu bieten. Das Boot ist spartanisch, aber komfortabel eingerichtet – eine Beschreibung, die perfekt zu einer Küsten-Fahrtenyacht passt, bei der durch das schwimmfähige Ablagebrett im Heck genügend Platz für die Schlafbereiche geschaffen wird und bei der der direkte Zugang über den Spiegel bedeutet, dass Außenborder und Steueranlage ohne Demontage der Kabine gewartet werden können. Die rationalisierte Aufteilung ist der praktische Nutzen des Auftriebskonzepts: Das Boot wirkt im Inneren größer, als seine 21 Fuß vermuten lassen, da nichts mit unnötigen Strukturen verschwendet wird. (1)
Das Fazit
Die Ofcet 6.50 ist ein konzentriertes Design, das ihre gesteckten Ziele erfolgreich verfolgt: ein Regatta-/Fahrtenyacht-Hybrid, bei dem modelliertes Auftriebsvolumen echte Wohnraumfunktion übernimmt. Die Produktionszeit von 2015 bis 2019 ist kurz, aber die technische Logik ist schlüssig und die Komfortversprechen werden durch gezielte Raumaufteilungsentscheidungen statt durch zusätzlichen Polsterungsaufwand untermauert.
Vorteile
- Doppelte Auslegung für Regatta und Fahrt dank volumenoptimierter Auftriebskörper
- Das Heck-Auftriebsmanagement befreit die Backskisten, während Kojen frei und der Spiegel zugänglich bleiben
- Hohe Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis für ein 21-Fuß-Küstensegler
Nachteile
- Kurze Produktionszeit begrenzt die Flottengröße und die Auswahl auf dem Gebrauchtmarkt
- Vereinfachte Ausstattung bedeutet weniger Komfort als bei einer reinen Fahrtenyacht



