Design und Konstruktion
Der Rumpf von Kelley ist aus massivem GFK gefertigt, und das Boot hat je nach Beladung einen Tiefgang zwischen 1,52 und 1,61 Metern (4,99 bis 5,29 Fuß), was es innerhalb der Tiefgangsgrenzen der meisten Marinas auf den Hafenbecken hält. Die Kombination aus Flossenkiel und Spatenruder sowie ein Längen-Breiten-Verhältnis von 2,99 verleihen ihr eine kompakte, aber ausgewogene Präsenz auf dem Wasser. Mit 1.100 kg (2.400 Pfund) Bleiballast bei einer Verdrängung von 2.500 kg (5.500 Pfund) liegt das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) bei 44 Prozent – ein beeindruckendes Wert für ein 28-Fuß-Boot –, das sowohl die Steifigkeit als auch das Verhalten des Bootes unter Volllast bestimmt. Die benetzte Fläche beträgt etwa 22 m² (236 Quadratfuß), ein moderater Wert, der zu ihrem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 220 passt – ein Wert, der sie eher zu einem sportlichen Regattaboot als zu einer reinen Fahrtenyacht klassifiziert. (1)
Rigg und Handhabung
Die Mirage 28 ist eine Masttoppslup mit 343 Quadratfuß Segelfläche nach dem ISO 8666-Referenzplan, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 17,6 führt; mit einer 135-prozentigen Genua steigt dieser Wert auf 21,1 – ein spürbarer Sprung, der ihre Agilität unter verstärkter Vorsegelfläche unterstreicht. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt 6,3 Knoten. Das stehende und laufende Gut folgt vorhersehbaren Masttopp-Dimensionen: Die Fallen für Großsegel, Fock und Spinnaker sind jeweils 23,4 Meter lang und haben einen Durchmesser von 8 mm, während die Schoten von 8,4 Metern für Fock und Genua bis zu 21 Metern für die Großschot reichen, allesamt in 10 mm. Ein Cunningham von 3 Metern, ein Unterliekstrampe und ein Unterliekspanner von 6,1 Metern vervollständigen die Kontrollleinen in 8 mm. Mit einem Tiefgangsverhältnis von 715 Pfund pro Zoll setzt sich das Boot unter Crew und Vorräten spürbar fest – ein wichtiger Faktor bei der Lastenplanung für längere Aufenthalte.
Leistungsprofil
Die Komfort-Ratio von 18,4 ist bescheiden, was auf ein Boot hindeutet, das Seegang eher weiterleitet als die Crew zu isolieren. Dennoch deutet das Kenterungsverhältnis von 2,08 nach den gängigen Maßstäben auf eine Rumpfform hin, die für küstennahe Reviere mit Offshore-Anspruch als sicher gilt. Ihr DL-Verhältnis von 220 ordnet sie im moderaten Regattebereich ein, und der Schwankungsbereich des SA/D-Verhältnisses von 17,6 bis 21,1 bei einer größeren Genua zeigt, wie stark ihr Tempo von der Wahl des vorderen Segels abhängt. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 6,3 Knoten ist typisch für diese Länge, aber die Leichtigkeit und der geringe Ballastanteil deuten darauf hin, dass sie bei einer Brise schnell diesen Wert erreichen wird.
Das Fazit
Die Mirage 28 ist eine von Kelley entworfene GFK-Slup, die ihre Regatta-/Fahrtenyacht-Abstammung in ihren Zahlen trägt: ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 44 Prozent, eine moderate benetzte Fläche und ein Segelplan, der mit einer 135-prozentigen Genua deutlich an Lebendigkeit gewinnt. Sie ist ein kleines Boot, das sich in Sachen Stabilität wie ein größeres verhält, doch ihr Komfort-Ratio warnt davor, dass sie ihre Crew stets eng mit dem Meer verbunden halten wird. Für Segler, die eine leichte, handliche Pocket-Cruiser-Yacht mit beweisbaren Leistungsdaten suchen, ist sie eine durchdachte Wahl.
Vorteile
- Hohes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 44 Prozent für diese Größe mit einem Kenterungsverhältnis von 2,08
- Masttopprigg, das gut auf eine 135-prozentige Genua reagiert (SA/D 21,1)
- Tiefgang unter 5,3 Fuß ermöglicht den Zugang zu breiten Marinas
Nachteile
- Das Komfort-Ratio von 18,4 deutet auf ein hartes, direktes Seeverhalten hin
- Die Verdrängungsverteilung von 715 lbs/inch bedeutet hohe Lastempfindlichkeit










