Design und Konstruktion
Malö baute die 36 mit einem GFK-Sandwich-Rumpf und -Deck, wobei Balsa als Kernmaterial statt einer Schaumsandwich-Konstruktion verwendet wurde, was das Klima unter Deck verbessert. Dieses Sandwich mit Balsakern ist die entscheidende Konstruktionsentscheidung des Bootes und hat eine direkte, dokumentierte Folge: Jede Arbeiten, die das Laminat durchdringen, müssen mit größter Sorgfalt ausgeführt werden, damit Wasser nicht auf das Balsa gelangt. Der Kiel selbst ist aus Blei und an einem Flossenprofil verbolzt, dessen Tiefgang je nach Beladung zwischen 5,87 und 6,17 Fuß liegt. Mit einem Verhältnis von Länge zu Breite von 3,21 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) nahe 258 ist der Rumpf eher breit und voluminös als schlank, und das Komfort-Ratio von 31,1–32,1 ordnet sie zu den weicher segelnden Fahrtenyachten ihrer Größe ein. Die benetzte Fläche beträgt etwa 398 Quadratfuß, und das Immergierungsverhältnis von 1.233 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass sie schwer auf dem Wasser liegt und ihren Trimm unter Segeln und Ballast nur langsam ändert – eine Eigenschaft, die eine sorgfältige Beladung belohnt. (1)
Rigg und Handhabung
Die Malö 36 ist mit einem konventionellen Masttopprigg mit einer Segelfläche von 785 Quadratfuß ausgestattet. Bei dem Referenzsegel nach ISO 8666 liegt ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis bei bescheidenen 15,0, was mit einer 135-prozentigen Genua auf 17,7 ansteigt – ausreichend, um sie auch bei leichtem Wind unterwegs zu halten, ohne dass sie für eine kleine Crew übermäßig viel Segelfläche trägt. Die technischen Datenblätter der damaligen Zeit listeten Fallen mit 32,5 Metern Länge bei 12 mm und Schoten von etwa 11 bis 28 Metern bei 14 mm auf – eine robuste Dimensionierung, die zu einem Boot passt, das für lange Törns gebaut wurde. Ihre berechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 6,3 Knoten gegenüber einem theoretischen theoretischen Verdrängerrumpfmaximum von 7,5, und das Kenterungsverhältnis von 1,76 spiegelt ein stabiles, selbstaufrichtendes Profil wider. Die Wellenanlage überträgt die Leistung auf den Propeller, und der Tiefgang hält sie trotz des hochseetauglichen Bleikiels nahezu an jedem Marina-Eingang passierbar.
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum im Mahagoni ausgeführt, der Standardwahl in Skandinavien für eine warme und langlebige Kabine. Sowohl das Eigner-Layout mit drei Kabinen als auch die alternative Aufteilung sind auf dem Gebrauchtbootmarkt zu finden. Das Volumen, das durch die Breite von 11,4 Fuß entsteht, bietet für ein 37-Fuß-Boot echten Steh- und Stauraum. Malös Sandwichbauweise wird einer besseren Luftfeuchtigkeit im Innenraum zugeschrieben – was weniger Kondenswasser und einen trockeneren Wohnbereich als bei Booten aus massivem Laminat jener Ära bedeutet – ein leiser, aber wichtiger Vorteil auf einer Fahrtenyacht in Nordeuropa.
Bekannte Schwachstellen
Das einzige dokumentierte Konstruktionsproblem betrifft den Balsakern selbst. Da Balsa im Sandwich verwendet wird, bietet jede Bohrung – ein neues Borddurchgangsdeck, die Neuabdichtung eines Decksbeschlags oder die Ummontage eines Sensors – dem Wasser einen Weg zum Kern, wenn sie nicht akribisch versiegelt wird. Käufer und Eigner sollten jedes Loch im Rumpf oder Deck als potenzielles Risiko für eine Feuchtigkeitseintritt im Kern betrachten, das eine fachgerechte Isolierung und Nachkontrolle erfordert.
Das Fazit
Die Malö 36 ist eine durchdacht konstruierte nordische Fahrtenyacht: ein Sandwich-Rumpf mit Balsakern für hohe Steifigkeit und trockenen Wohnkomfort, ein Blei-Flossenkiel für Stabilität auf See und ein Masttopp-Rigg, das für ein leichtes Segeln mit kleiner Crew ausgelegt ist. Sie ist keine Leichtgewicht-Regattayacht, aber ihre Komfort-Ratio und ihr Kenterungsverhältnis machen sie zu einer zuverlässigen Langstrecken-Fahrtenyacht mit einer soliden CE-Klasse A-Zertifizierung.
Vorteile
- Sandwich-Rumpf und -Deck mit Balsakern für hohe Steifigkeit und eine trockenere Kabine
- Blei-Flossenkiel mit 40-prozentigem Ballastanteil und CE-Klasse-A-Zertifizierung
- Angenehmes Seeverhalten und ein berechenbares Kenterungsverhältnis
- Wellenantrieb in einem konventionellen, wartungsfreundlichen Layout
Nachteile
- Der Balsakern erfordert eine sorgfältige Abdichtung jeder Durchführung, um Wassereintritt zu vermeiden
- Das moderate Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis begrenzt die Leistung bei leichtem Wind








