Design und Konstruktion
Davids Lancer 40 ist ein Einrumpfboot aus GFK-Bauweise, das überwiegend aus massivem GFK mit Holzverzierungen gebaut wurde. Es verfügt über einen geneigten Vorsteven und einen schrägen Spiegel mit einer festen Badeplattform. Das Boot ist mit einem Skeg-aufgehängten Ruder (gesteuert über eine Radsteuerung) und einem festen Flossenkiel ausgestattet, obwohl eine Quelle sie als Langkieler beschreibt, während die technischen Daten den Standard-Flossenkiel mit 6,30 Fuß Tiefgang auflisten; die Angaben zum Kieltyp gehen auseinander. Mit einer Verdrängung von 15.500 Pfund und 4.500 Pfund Ballast liegt ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) bei 29 Prozent – höher als nur 8 Prozent bei ähnlichen Segelboot-Konstruktionen. Ihr Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 3,33 macht sie schlanker als 54 Prozent aller anderen Entwürfe. Die Komfort-Ratio von 24,4 stuft sie als komfortabler als nur 24 Prozent ähnlicher Konstruktionen ein, sodass die Rumpfform eine moderate Bewegung im Seegang einer extrem stabilen Haltung vorzieht. (1)
Rigg und Segelplan
Das Boot ist als Masttoppslup mit Bermuda-Rigg getakelt, und die Zahlen zeigen, dass sie für ihre Größenklasse extrem stark übertakelt ist: Sie trägt mehr Rigg als 99 Prozent aller ähnlichen Segelboote, was darauf hinweist, dass sie deutlich zu viel Tuch hat. Mit dem Referenzsegel nach ISO 8666 liegt das SA/D-Verhältnis bei 17,7, steigt mit einer 135-prozentigen Genua auf 21,0, und dieses Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung bedeutet, dass sie bei leichtem Wind schneller ist als 54 Prozent ähnlicher Konstruktionen. Die Gesamtsegelfläche von 688,8 Quadratfuß ist auf eine Vorliek des Großsegels von 43 Fuß und ein Vorsegeldreieck von 49,5 Fuß verteilt, wobei die Fallstrecke etwa 111,8 Fuß beträgt. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,77 Knoten, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 181 ordnet sie unter moderaten Regattayachten ein, wobei 79 Prozent ähnlicher Konstruktionen schwerer sind als sie. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Herb David legte die Lancer 40 als Mittelcockpit-Fahrtenyacht mit einem Einbaumotor an, der für Fahrtensegeln, Anlegen und Manöver ausgelegt ist. Der geneigte Spiegel mit seiner festen Badeplattform verlängert das nutzbare Heckprofil, und das am Skeg aufgehängte Ruder mit Radsteuerung platziert die Steuerung achtern des zentralen Cockpits. Die Konfiguration als Motorsailer mit Mittelcockpit positioniert das Boot eher als komfortable Fahrtenyacht für das Wohnen an Bord an der Küste als als minimalistisches Boot für Wochenendtörns.
Leistungsprofil
Das Kenterungsverhältnis von 1,93 und das Immergierungsverhältnis von etwa 1.408 Pfund pro Zoll deuten auf einen stabilen, moderat beladenen Rumpf hin, dessen benetzte Fläche von 462 Quadratfuß typisch für eine 40-Fuß-Fahrtenyacht ist. Die Kombination aus starkem stehendem Gut und einem relativ geringen Ballastanteil bedeutet, dass sie ihre Seetüchtigkeit eher aus Segelkraft und Rumpfform als aus tiefem Blei bezieht. Ihre schmale Breite sorgt dafür, dass sie bei leichtem Wind am Wind schneller segelt als die meisten ähnlichen Boote, ohne dabei überlegene Hochseeeigenschaften zu beanspruchen.
Das Fazit
Die Lancer 40 ist ein markanter von David entworfener Power Sailer: Sie ist für eine 7.000 kg schwere Fahrtenyacht mit viel Segelfläche ausgestattet, hat schmale Spanten und ist um ein Mittelcockpit mit Badeplattform am Heck herum aufgeteilt. Sie belohnt Leichtwindsegel und einfaches Anlegen mit ihrem Innenborder und der Radsteuerung, aber ihr kurzes Produktionszeitraum und die moderate Komfort-Ratio bedeuten, dass sie eine Nischen-Fahrtenyacht und keine Festung der Massenproduktion ist.
Vorteile
- Die deutlich überdimensionierte Masttoppslup liefert bei Leichtwind eine Geschwindigkeit, die 54 Prozent ähnlicher Konstruktionen übertrifft
- Mittschiffs-Kiellayout mit fester Badeplattform und am Skeg aufgehängtem Ruder mit Radsteuerung
- Das schlanke Verhältnis von Länge zu Breite von 3,33 und eine Rumpfgeschwindigkeit von 7,77 Knoten eignen sich für entspanntes Küstensegeln
Nachteile
- Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 29 Prozent ist nur besser als das von 8 Prozent vergleichbarer Segelboote
- Die Komfort-Ratio setzt sie nur vor 24 Prozent ähnlicher Konstruktionen an die Spitze
- Nur gebaut in den Jahren 1983–1985, was die Flottengröße und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen einschränkt






